„Ähnlich wie beim SPÖ-Maiaufmarsch muss es auf der Titanic zugegangen sein – kurz bevor sie unterging. Den Eisberg will in der SPÖ scheinbar niemand sehen…“. Mit diesem Satz brachte Oe24-Chefredakteur Niki Fellner die Situation der Sozialisten auf den Punkt. 

Pensionsraub geflissentlich verschwiegen

Da half es auch nichts, dass SPÖ-Chef Andreas Babler mit wilden Attacken gegen FPÖ-Chef Herbert Kickl die tatsächlichen Probleme seiner Partei überspielen wollte. Sprüche wie „Wir haben das Versprechen gehalten, Österreich einen rechtsextremen Bundeskanzler zu ersparen“ halfen dabei wenig. Dass er, nämlich Babler, einer seiner wichtigsten Wahlversprechen, die Pensionen nicht zu kürzen, schon mehrmals gebrochen hat, verschwieg der selbsternannte Marxist geflissentlich.

Was hatte SPÖ eigentlich zu feiern?

Es stellte sich die Frage: Was hatte die SPÖ gestern, Freitag, auf dem Wiener Rathausplatz eigentlich zu feiern? Niki Fellner zählte auf:

  • Dass sie in den Umfragen so schlecht liegt wie überhaupt noch nie?
  • Dass ihr Parteichef derzeit der unbeliebteste Politiker Österreichs ist?
  • Dass die Partei ein völlig zerstrittener Haufen ist, in dem der einzige Konsens sein dürfte, dass alle mit Babler unzufrieden sind?
  • Oder dass sich die roten Regierungsverhandler beim Budget wieder einmal von ÖVP und Neos über den Tisch haben ziehen lassen – und jetzt vor allem die potenziellen SPÖ-Wähler (Pensionisten, Frauen und Geringverdiener) zu den großen Verlierern gehören…

Mehr als Klassenkampf-Parolen, Anti-Kickl-Attacken und Budget-Schönrederei bleibt also nicht übrig vom roten Feiertag, an dem Babler, aber auch SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig alle Vorurteile zelebrierten, die man sich von ihnen erwartet hat.



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