„Goldene Gelegenheit“ – die Sprache skrupelloser Menschenfeinde

Während im Iran Menschen sterben, spricht Jim Taiclet, Chef von Lockheed Martin, am 23. April gegenüber Investoren von einer „golden opportunity“ – einer goldenen Gelegenheit. Gemeint ist der Krieg, gemeint sind steigende Militärausgaben, gemeint sind Gewinne. (theguardian.com)

Diese Worte sind nicht nur geschmacklos. Sie sind die blanke Offenbarung einer skrupellosen Industrieelite, für die Blutvergießen Geschäftsmodell ist. Denn nur Wochen zuvor wurde im iranischen Lamerd Berichten zufolge eine neue Precision Strike Missile eingesetzt – an einem Ort, an dem ein Mädchen-Volleyballspiel stattfand. Tote, Verletzte, zerstörte Familien.

Und danach stellt sich ein Konzernchef hin und redet von Chancen.

Das ist die Sprache machtgieriger Menschenfeinde, die hinter Schreibtischen sitzen und Kriege wie Marktbewegungen betrachten. Für sie sind zerfetzte Körper keine Tragödie, sondern Nachfrage. Tote Kinder sind kein moralischer Abgrund, sondern Folgegeschäft. Jede Eskalation bedeutet neue Verträge, steigende Kurse, Boni und Dividenden.

Wer so spricht, zeigt, dass jede menschliche Grenze längst überschritten wurde. Diese Leute verkaufen nicht Sicherheit – sie verkaufen Tod mit Gewinnaufschlag.

Das wahre Gesicht des militärisch-industriellen Komplexes zeigt sich genau in solchen Momenten: Wenn andere trauern, feiern sie Quartalszahlen. Wenn Städte brennen, sprechen sie von Wachstum. Wenn Familien begraben, nennen sie es Gelegenheit.



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