„Am 19. April, um 10.55 Uhr, endeten vor 81 Jahren die letzten Kampfhandlungen in Halle“, so der Historiker Matthias Maurer, der sich intensiv mit dem Kriegsende in seiner Heimatstadt beschäftigt hat. Bei Besuchen in den Vereinigten Staaten konnte er sich in dortigen Archiven ein Bild über den Kampfweg der 104. US-Division machen, deren Soldaten – „Timberwölfe“ genannt – in der ersten Aprilhälfte 1945 vor Halle standen.

Maurer recherchierte, dass dieser Verband seinerzeit gezielt den Kontakt zum in der Stadt lebenden „Seeteufel“ Felix Graf von Luckner suchte, einem deutschen Marineoffizier des Ersten Weltkrieges, der 1916 an der Skagerrak-Schlacht beteiligt war und sich zugute hielt, manch feindliches Schiff aufgebracht zu haben. Generalmajor Terry Allen de la Mesa kannte den Grafen von Aufenthalten in den USA her und hoffte, dass mit seiner Hilfe Halle ohne opferreiche Schlacht übergeben werden konnte.

Tatsächlich sollte die Saalestadt anders als Dresden, Köln, Stettin, Magdeburg, Chemnitz, Breslau oder Hamburg einem „Endkampf“ entgehen, der zu großem Leid und verheerenden Zerstörungen führte. Dass es nicht dazu kam – trotz des „Führerbefehls“, bis zur letzten Patrone zu kämpfen – war couragierten Bürgern sowie den umsichtigen Kommandeuren der Timberwölfe zu verdanken.

Mitte April 1945 mussten in der Viertelmillionenstadt etwa 25.000 verwundete Soldaten versorgt werden, zugleich trafen unablässig Flüchtlinge aus den bereits von der Roten Armee eingenommenen Ostgebieten ein. Um den hinhaltenden Widerstand der Wehrmacht zu brechen, hätte es aus der Luft schwere Angriffe geben können, erinnert Matthias Maurer. „Es war gleichsam eine Minute vor zwölf.“

US-Truppen hatten am 15. April im Norden der Stadt den Vorort Trotha erreicht und waren auf Gegenwehr gestoßen. Auf Höhe des halleschen Bergzoos kam es zu heftigen Gefechten. Hinter Barrikaden aus umgestürzten Straßenbahnen und auf Dächern hatten sich Soldaten und Hitlerjungen verschanzt. Die Timberwölfe erlitten Verluste – ihr Vormarsch stockte.

Ungeachtet dessen drängte das US-Oberkommando auf die unverzügliche Einnahme des wichtigen mitteldeutschen Verkehrsknotens wie Industriestandortes Halle. „Verlustreiche Häuserkämpfe wollte die 104. US-Division vermeiden. Ihr Kommandeur hatte beim Vormarsch in einer humanitären Geste das Divisionslazarett in dem von seinen Truppen befreiten Konzentrationslager Dora-Mittelbau bei Nordhausen zurückgelassen. Man wollte den schwer gezeichneten Häftlingen Erste Hilfe leisten“, beschreibt Herbert Witte den Vormarsch des US-Militärs.

Der Historiker hat in Archiven und bei Behörden geforscht, sodass Quellen erstmals erschlossen wurden. Sein Resümee: Ohne die besondere Persönlichkeit des US-Generals Allen de la Mesa, aber auch ohne die Bereitschaft des Kampfkommandanten von Halle, des Generalleutnants Anton Rathke, die Stadt zu verschonen, hätte man mit dem Schlimmsten rechnen müssen.

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Es standen schwere Luftschläge in Aussicht. Prominente Bürger, die wussten, was das bedeutete, wollten ein Inferno verhindern. Am 31. März und 6. April waren bereits Teile der Innenstadt und das Bahnhofsviertel bombardiert worden. Am 16. April traf Granatenbeschuss den Roten Turm auf dem Marktplatz, das hallesche Wahrzeichen brannte aus und blieb Jahrzehnte eine Ruine. Seit 1940 hatte es mehr als 500-mal Luftalarm gegeben. Von etwa 66.000 Wohnungen waren gut 13.000 in Mitleidenschaft gezogen – über 1.200 Menschen fanden den Tod. Das von Winston Churchill angekündigte „gewaltige Feuer in Hitlers Reich“ erfasste auch Halle.

Es war eine Gruppe um Professor Theodor Lieser – er hatte an der halleschen Universität zur Chemie der Kohlehydrate gelehrt und versammelte um sich einen NS-kritischen Gesprächskreis –, die erreichte, dass in einigen Stadtteilen weiße Betttücher auf die Dächer gelegt oder in Fenster gehängt wurden.

Ein Zeichen für den Willen zur Kapitulation. Mit Lieser hatten Gleichgesinnte wie der Mediziner Walter Hülse, Ärztlicher Direktor des Elisabeth-Krankenhauses, überdies Flugblätter gegen das Naziregime verteilt. Man versuchte vergeblich, die Sprengung wichtiger Saale-Brücken durch die Wehrmacht zu verhindern. Lieser, Hülse und einigen Ärzten aus den Lazaretten der Stadt war es letztlich zu verdanken, dass der deutsche Kampfkommandant am 16. April die Entscheidung traf, auf die Verteidigung des Stadtzentrums zu verzichten.

Von Oberbürgermeister Johannes Weidemann autorisiert, fuhren Graf Luckner und der bereits demobilisierte Major Karl Huhold an jenem Tag mit einem Wagen des Sanitätsdienstes über die Frontlinie nach Trotha zum Gefechtsstand der Amerikaner. Mit einer weißen Fahne am Fahrzeug waren sie als Parlamentäre erkennbar. Luckner erklärte, General Rathke sei bereit, die Stadt vor Bombardierung und Beschuss zu retten, soweit das im Rahmen des Möglichen liege. Er habe einem Rückzug seiner Truppen in die südlichen Viertel zugestimmt. Dort habe Rathke den Widerstand fortsetzen wollen, schreibt Matthias Maurer in seinem Buch über die Timberwölfe mit dem Titel Our Way to Halle.

Luckners Loge

Während Joachim Albrecht Eggeling, NS-Gauleiter von Halle-Merseburg, und Kreisleiter Carl Julius Dohmgoergen angesichts der Ausweglosigkeit der Lage im Bunker der Moritzburg Selbstmord begingen, verlegte Rathke seinen Gefechtsstand in der Nacht vom 15. auf den 16. April von der Rathausstraße am Markt in den Süden. Beim folgenden Ausbruch in Richtung Elbe, um sich der 12. Armee unter General Walther Wenck anzuschließen, hatte er am 19. April noch annähernd 600 Mann unter seinem Kommando. Über 2.500 Landser blieben zurück und gingen in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Die Divisionsgeschichte der Timberwölfe vermerkt dazu: „Am 19. April um 10.55 Uhr hatte das 414. Regiment den letzten Widerstand in der deutschen Stadt Halle gebrochen.“

Graf Luckners Anteil an der Rettung der Stadt ist nicht unumstritten. Die sich auf seine Rolle beziehenden Aussagen sind zum Teil widersprüchlich. Luckner behauptete später, Tausende Kinder und Frauen hätten sich vor seinem Wohnhaus versammelt, um ihn flehentlich zu bitten, die Wehrmacht zum Abzug zu bewegen. Was so nicht der Wahrheit entsprach. Der bei Dresden geborene Graf – er lebte 1881 bis 1966 – wird vielfach als schwadronierender Selbstdarsteller beschrieben.

Dass der „Seeteufel“ in seiner Wahlheimat verkannt wurde, lag freilich auch an einer Intrige, die ein anderer Hallenser – der Höhere SS-Führer Reinhard Heydrich – gegen Luckner vorangetrieben hatte. Davon ist der Historiker Matthias Maurer überzeugt. Als Präsident der Graf-Luckner-Gesellschaft verfügt er über Archiv-Dokumente, die deutlich machen, was der Chef des Reichssicherheitshauptamtes, einer der Hauptverantwortlichen für den Holocaust, mit dem bis heute erhalten gebliebenen Zerrbild des legendären Kaper-Kapitäns aus dem Ersten Weltkrieg zu tun hatte.

Luckner, der niemals der NSDAP beitrat, wurden Mitte der 1930er-Jahre eine Mitgliedschaft bei den Freimaurern und Kontakte zu jüdischen Bürgern vorgeworfen. Er hat dies gegenüber Heydrich stets vehement bestritten. 1939 jedoch geriet der eigensinnige Graf erneut ins Visier des mächtigen SS-Führers.

Nach dem Verbot der Freimaurer hatte es Razzien gegeben, dabei wurde Luckners Mitgliedschaft in der Hamburger Loge offenkundig. „Heydrich kochte vor Wut, der Seeteufel, sein einstiges Idol, hatte ihn belogen. Nun sollte ein Ehrengericht über den Grafen urteilen und ihn bestrafen“, so Maurer. Es entwickelte sich eine Intrige, die Heydrichs Handschrift trug.

Anfang 1937 sollte sich Luckner – so die in Heydrichs Auftrag produzierten Dokumente – an den damals acht- und elfjährigen Töchtern seines Rechtsanwalts Fritz Kist in Hannover „in unsittlicher Weise“ vergangen haben. „Rechtsanwalt Kists politische Gesinnung war dunkelbraun, dessen Aussage blieb unbewiesen“, weiß Maurer nach Akteneinsicht. Man habe Luckner durch derartige Beschuldigungen moralisch vernichten wollen. Ein Ehrengericht habe getagt, ohne den Grafen anzuhören.

Es gab kein abschließendes Urteil, „aber der Schmutz der Nazis blieb kleben“. Luckner wurde danach ohne Begründung mundtot gemacht, er stand in Halle unter Beobachtung, seine Publikationen verschwanden aus Buchhandlungen und Bibliotheken.

Der nach Kriegsende zum „Ehren-Timberwolf“ ernannte Luckner verließ Halle am 30. Juni 1945 mit den abziehenden US-Soldaten, denen die Rote Armee in die ihr zustehende Besatzungszone folgte. Ende April 1964 besuchte Luckner zur Beerdigung eines Verwandten ein letztes Mal die Stadt.

Bernd Lähne ist als freier Autor unter anderem für die DPA tätig. Er hat als leitender Redakteur für das Hallesche Tageblatt gearbeitet

bracht zu haben. Generalmajor Terry Allen de la Mesa kannte den Grafen von Aufenthalten in den USA her und hoffte, dass mit seiner Hilfe Halle ohne opferreiche Schlacht übergeben werden konnte.Tatsächlich sollte die Saalestadt anders als Dresden, Köln, Stettin, Magdeburg, Chemnitz, Breslau oder Hamburg einem „Endkampf“ entgehen, der zu großem Leid und verheerenden Zerstörungen führte. Dass es nicht dazu kam – trotz des „Führerbefehls“, bis zur letzten Patrone zu kämpfen – war couragierten Bürgern sowie den umsichtigen Kommandeuren der Timberwölfe zu verdanken.Mitte April 1945 mussten in der Viertelmillionenstadt etwa 25.000 verwundete Soldaten versorgt werden, zugleich trafen unablässig Flüchtlinge aus den bereits von der Roten Armee eingenommenen Ostgebieten ein. Um den hinhaltenden Widerstand der Wehrmacht zu brechen, hätte es aus der Luft schwere Angriffe geben können, erinnert Matthias Maurer. „Es war gleichsam eine Minute vor zwölf.“US-Truppen hatten am 15. April im Norden der Stadt den Vorort Trotha erreicht und waren auf Gegenwehr gestoßen. Auf Höhe des halleschen Bergzoos kam es zu heftigen Gefechten. Hinter Barrikaden aus umgestürzten Straßenbahnen und auf Dächern hatten sich Soldaten und Hitlerjungen verschanzt. Die Timberwölfe erlitten Verluste – ihr Vormarsch stockte.Ungeachtet dessen drängte das US-Oberkommando auf die unverzügliche Einnahme des wichtigen mitteldeutschen Verkehrsknotens wie Industriestandortes Halle. „Verlustreiche Häuserkämpfe wollte die 104. US-Division vermeiden. Ihr Kommandeur hatte beim Vormarsch in einer humanitären Geste das Divisionslazarett in dem von seinen Truppen befreiten Konzentrationslager Dora-Mittelbau bei Nordhausen zurückgelassen. Man wollte den schwer gezeichneten Häftlingen Erste Hilfe leisten“, beschreibt Herbert Witte den Vormarsch des US-Militärs.Der Historiker hat in Archiven und bei Behörden geforscht, sodass Quellen erstmals erschlossen wurden. Sein Resümee: Ohne die besondere Persönlichkeit des US-Generals Allen de la Mesa, aber auch ohne die Bereitschaft des Kampfkommandanten von Halle, des Generalleutnants Anton Rathke, die Stadt zu verschonen, hätte man mit dem Schlimmsten rechnen müssen.Placeholder image-1Es standen schwere Luftschläge in Aussicht. Prominente Bürger, die wussten, was das bedeutete, wollten ein Inferno verhindern. Am 31. März und 6. April waren bereits Teile der Innenstadt und das Bahnhofsviertel bombardiert worden. Am 16. April traf Granatenbeschuss den Roten Turm auf dem Marktplatz, das hallesche Wahrzeichen brannte aus und blieb Jahrzehnte eine Ruine. Seit 1940 hatte es mehr als 500-mal Luftalarm gegeben. Von etwa 66.000 Wohnungen waren gut 13.000 in Mitleidenschaft gezogen – über 1.200 Menschen fanden den Tod. Das von Winston Churchill angekündigte „gewaltige Feuer in Hitlers Reich“ erfasste auch Halle.Es war eine Gruppe um Professor Theodor Lieser – er hatte an der halleschen Universität zur Chemie der Kohlehydrate gelehrt und versammelte um sich einen NS-kritischen Gesprächskreis –, die erreichte, dass in einigen Stadtteilen weiße Betttücher auf die Dächer gelegt oder in Fenster gehängt wurden.Ein Zeichen für den Willen zur Kapitulation. Mit Lieser hatten Gleichgesinnte wie der Mediziner Walter Hülse, Ärztlicher Direktor des Elisabeth-Krankenhauses, überdies Flugblätter gegen das Naziregime verteilt. Man versuchte vergeblich, die Sprengung wichtiger Saale-Brücken durch die Wehrmacht zu verhindern. Lieser, Hülse und einigen Ärzten aus den Lazaretten der Stadt war es letztlich zu verdanken, dass der deutsche Kampfkommandant am 16. April die Entscheidung traf, auf die Verteidigung des Stadtzentrums zu verzichten.Von Oberbürgermeister Johannes Weidemann autorisiert, fuhren Graf Luckner und der bereits demobilisierte Major Karl Huhold an jenem Tag mit einem Wagen des Sanitätsdienstes über die Frontlinie nach Trotha zum Gefechtsstand der Amerikaner. Mit einer weißen Fahne am Fahrzeug waren sie als Parlamentäre erkennbar. Luckner erklärte, General Rathke sei bereit, die Stadt vor Bombardierung und Beschuss zu retten, soweit das im Rahmen des Möglichen liege. Er habe einem Rückzug seiner Truppen in die südlichen Viertel zugestimmt. Dort habe Rathke den Widerstand fortsetzen wollen, schreibt Matthias Maurer in seinem Buch über die Timberwölfe mit dem Titel Our Way to Halle.Luckners LogeWährend Joachim Albrecht Eggeling, NS-Gauleiter von Halle-Merseburg, und Kreisleiter Carl Julius Dohmgoergen angesichts der Ausweglosigkeit der Lage im Bunker der Moritzburg Selbstmord begingen, verlegte Rathke seinen Gefechtsstand in der Nacht vom 15. auf den 16. April von der Rathausstraße am Markt in den Süden. Beim folgenden Ausbruch in Richtung Elbe, um sich der 12. Armee unter General Walther Wenck anzuschließen, hatte er am 19. April noch annähernd 600 Mann unter seinem Kommando. Über 2.500 Landser blieben zurück und gingen in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Die Divisionsgeschichte der Timberwölfe vermerkt dazu: „Am 19. April um 10.55 Uhr hatte das 414. Regiment den letzten Widerstand in der deutschen Stadt Halle gebrochen.“Graf Luckners Anteil an der Rettung der Stadt ist nicht unumstritten. Die sich auf seine Rolle beziehenden Aussagen sind zum Teil widersprüchlich. Luckner behauptete später, Tausende Kinder und Frauen hätten sich vor seinem Wohnhaus versammelt, um ihn flehentlich zu bitten, die Wehrmacht zum Abzug zu bewegen. Was so nicht der Wahrheit entsprach. Der bei Dresden geborene Graf – er lebte 1881 bis 1966 – wird vielfach als schwadronierender Selbstdarsteller beschrieben.Dass der „Seeteufel“ in seiner Wahlheimat verkannt wurde, lag freilich auch an einer Intrige, die ein anderer Hallenser – der Höhere SS-Führer Reinhard Heydrich – gegen Luckner vorangetrieben hatte. Davon ist der Historiker Matthias Maurer überzeugt. Als Präsident der Graf-Luckner-Gesellschaft verfügt er über Archiv-Dokumente, die deutlich machen, was der Chef des Reichssicherheitshauptamtes, einer der Hauptverantwortlichen für den Holocaust, mit dem bis heute erhalten gebliebenen Zerrbild des legendären Kaper-Kapitäns aus dem Ersten Weltkrieg zu tun hatte.Luckner, der niemals der NSDAP beitrat, wurden Mitte der 1930er-Jahre eine Mitgliedschaft bei den Freimaurern und Kontakte zu jüdischen Bürgern vorgeworfen. Er hat dies gegenüber Heydrich stets vehement bestritten. 1939 jedoch geriet der eigensinnige Graf erneut ins Visier des mächtigen SS-Führers.Nach dem Verbot der Freimaurer hatte es Razzien gegeben, dabei wurde Luckners Mitgliedschaft in der Hamburger Loge offenkundig. „Heydrich kochte vor Wut, der Seeteufel, sein einstiges Idol, hatte ihn belogen. Nun sollte ein Ehrengericht über den Grafen urteilen und ihn bestrafen“, so Maurer. Es entwickelte sich eine Intrige, die Heydrichs Handschrift trug.Anfang 1937 sollte sich Luckner – so die in Heydrichs Auftrag produzierten Dokumente – an den damals acht- und elfjährigen Töchtern seines Rechtsanwalts Fritz Kist in Hannover „in unsittlicher Weise“ vergangen haben. „Rechtsanwalt Kists politische Gesinnung war dunkelbraun, dessen Aussage blieb unbewiesen“, weiß Maurer nach Akteneinsicht. Man habe Luckner durch derartige Beschuldigungen moralisch vernichten wollen. Ein Ehrengericht habe getagt, ohne den Grafen anzuhören.Es gab kein abschließendes Urteil, „aber der Schmutz der Nazis blieb kleben“. Luckner wurde danach ohne Begründung mundtot gemacht, er stand in Halle unter Beobachtung, seine Publikationen verschwanden aus Buchhandlungen und Bibliotheken.Der nach Kriegsende zum „Ehren-Timberwolf“ ernannte Luckner verließ Halle am 30. Juni 1945 mit den abziehenden US-Soldaten, denen die Rote Armee in die ihr zustehende Besatzungszone folgte. Ende April 1964 besuchte Luckner zur Beerdigung eines Verwandten ein letztes Mal die Stadt.



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