Meldungen aus Burundi beunruhigen Gesundheitsexperten: In einer Region am Tanganjikasee sind fünf Menschen an einer bisher unbekannten Krankheit verstorben. Nun reisen hochrangige Seuchenforscher in das ostafrikanische Land.
Wie die Weltgesundheitsorganisation am 11. April 2026 bekannt gab, ist in Burundi eine neuartige Krankheit ausgebrochen, die im Bezirk Mpanda im Norden des Landes bereits zu fünf Toten geführt hat. Weitere 35 Menschen sind erkrankt. Als Symptome der Erkrankung nennt die WHO Fieber, Erbrechen, Durchfall, Blut im Urin, Müdigkeit und Bauchschmerzen, gelegentlich Gelbsucht und Anämie – Beschwerden, die auch bei einer Vielzahl anderer Krankheiten auftreten können.
Laboruntersuchungen auf Ebola, Marburg-Virus, Rift-Valley-Fieber, Gelbfieber oder das Krim-Kongo-Hämorrhagische Fieber ergaben, dass es sich nicht um diese bereits bekannten Krankheiten handelt. Deshalb meldeten die burundischen Behörden der WHO am 31. März eine nicht diagnostizierte Erkrankung. Da sie hauptsächlich Mitglieder desselben Haushalts und enge Kontaktpersonen betrifft, ist nicht auszuschließen, dass die Krankheit ansteckend ist.

Die burundische Gesundheitsministerin Lydwine Baradahana erklärte: „Es ist zwar beruhigend, dass die vorläufigen Untersuchungen keine Hinweise auf diese schweren Infektionen liefern, doch laufen derzeit weitere Untersuchungen, um die Ursache der Erkrankung zu ermitteln.“ Die Behörden würden alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die öffentliche Gesundheit zu schützen und eine Ausbreitung der Infektion zu verhindern.
Baradahana hatte die betroffene Region Mitte April in Begleitung von Gesundheitsexperten besucht. Damals versicherte sie, dass Ärzte die Erkrankten versorgen würden. Die burundische Gesundheitsministerin nannte auch weitere Sofortmaßnahmen: Die Kranken befänden sich in Isolation, um Ansteckungen zu vermeiden. Die Angehörigen der Erkrankten und andere mögliche Kontaktpersonen würden überwacht. Proben müssen zu weiteren Labortests ins Ausland geflogen werden.

Mit Unterstützung der WHO erforscht das Nationale Institut für Biomedizinische Forschung in der Demokratischen Republik Kongo, dem Nachbarland Burundis, das Untersuchungsmaterial. Auch die „Afrikanischen Zentren für Krankheitsbekämpfung und Schutzmaßnahmen“ (Africa CDC), eine Organisation der Afrikanischen Union zur Unterstützung der Gesundheitsfürsorge in den afrikanischen Staaten, haben sich mittlerweile eingeschaltet. Die Africa CDC ist insbesondere auf die Bekämpfung von Epidemien spezialisiert.
Yap Boum II, der Stellvertretende Leiter der Mpox-Einsatzgruppe von Africa CDC, verkündete bei einer Pressekonferenz am Donnerstag, dass kommende Woche ein hochrangiges Forscherteam nach Burundi reisen werde. Zusammen mit den burundischen Kollegen werde man herausfinden, „was die bisher unerkannte Ursache sein könnte oder welche Lücken im Land bestehen, um die spezifische Ursache der Krankheit tatsächlich nachweisen zu können“.

Der zentralafrikanische Experte für Infektionskrankheiten konnte in gewisser Hinsicht erst einmal Entwarnung geben: „Die gute Nachricht ist, dass die Fallzahlen nicht gestiegen sind.“ Auch eine Infektion durch den Verzehr von Schweinefleisch sei als Krankheitsursache in Betracht zu ziehen.
Besonders in den tropischen Regionen Afrikas kommt es immer wieder zum Ausbruch bisher unbekannter Krankheiten. Oft liegt es aber auch an den mangelhaften Testmöglichkeiten der unzureichend ausgestatteten Gesundheitszentren, dass die Diagnose bereits bekannter Krankheiten scheitert. Dazu kommt ein Bürgerkrieg im Osten Kongos, der Flüchtlingswellen auslöst und die Seuchenbekämpfung zusätzlich erschwert.
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