Wie lange und in welchen Bereichen dürfen die sogenannten Mozart-Verkäufer in der Wiener Innenstadt noch Karten für Konzerte verkaufen? Diese Frage beschäftigt den Veranstalter von Mozart- und Strauß-Konzerten, Fitim Velija, der diese Tätigkeit bereits seit 23 Jahren ausübt und nun vor einer ungewissen Zukunft steht.

Keine Antwort von Sima auf Presseanfrage

Unzensuriert wollte von der zuständigen Planungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) Klarheit über die Zukunft der Ticketverkäufer auf der Straße, doch eine entsprechende Presseanfrage ignorierte sie. In einer früheren Stellungnahme gegenüber dem ORF sagte Sima, dass es ab Mai eine „Zonierungsverordnung“ geben werde. Am Stephansplatz, in der Kärntner Straße, am Herbert-von-Karajan-Platz und am Graben in der Inneren Stadt sollen „Mozart-Verkäufer“ untersagt werden.

Musiker stehen ohne Job da

„Wenn das kommt, muss ich meine Firma zusperren“, beklagte Velija, der auf diesen Plätzen 60 Prozent seiner Kartenverkäufe für die Konzerte im Haus der Industrie tätigt und dafür pro Quartal 300 Euro an den Magistrat entrichtet. 40 Personen könnten dadurch arbeitslos werden, hauptsächlich Musiker. Eine beliebte Touristen-Attraktion würde damit ebenfalls verschwinden.

Steckt ein Politikum dahinter?

Hinter dieser Entscheidung der Stadt vermutet Velija ein Politikum. Treibende Kraft hinter dem Verbot soll seiner Meinung nach ein ÖVP-naher Wirtschaftskammer-Funktionär sein, der an einem anderen Tourismus-Hotspot der Stadt Karten verkauft und Konzerte veranstaltet. Unzensuriert hat auch diesen Mann um eine Stellungnahme gebeten. Doch auch er wollte – ebenso wie Sima – die Presseanfrage nicht beantworten.



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