Brüssel macht das Zahlen mit Bargeld künftig noch schwerer: Die EU führt eine einheitliche Bargeld-Obergrenze von 10.000 Euro im Geschäftsverkehr ein, die vor allem Österreich und Deutschland betrifft, wo bisher keine solchen Limits galten.
Identitätsprüfung bereits ab 3.000 Euro
Schon ab 3.000 Euro müssen Händler und Dienstleister ab 2027 die Identität der Käufer per Ausweis prüfen, dokumentieren und fünf Jahre aufbewahren, um Geldwäsche, Terrorfinanzierung und Sanktionsumgehung zu erschweren. Barzahlungen zwischen Privatpersonen bleiben unbegrenzt möglich, bei Bankeinzahlungen über 10.000 Euro ist jedoch ein Herkunftsnachweis Pflicht.
Auch digitaler Euro wird vorangetrieben
Diese Regeln sollen nationale Unterschiede angleichen – etwa Griechenlands 500-Euro-Limit – und gelten EU-weit. Für Verbraucher endet die Anonymität bei größeren Einkäufen wie Autos oder Luxusgütern; Händler müssen Daten erfassen, bei Verdacht Behörden informieren. Parallel bereitet die EZB (Europäische Zentralbank) den digitalen Euro vor, der als staatliche Ergänzung zu Bargeld und privaten Systemen wie Visa oder PayPal dienen soll – frühestens 2029, nach EU-Rechtsrahmen und Pilotphase.