Die Biennale von Venedig ist erneut unter Beschuss. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bezeichnete die Rückkehr Russlands zur Biennale als „moralisch verwerflich“ und kündigte eine Kürzung der EU-Finanzmittel an.

Wegen Russlands Präsenz: Kallas will Biennale-Förderung streichenQuelle: Sputnik © RIA Nowosti

Russland wird nach vierjähriger Pause mit dem Projekt „Ein Baum, der im Himmel verwurzelt ist“ an der Biennale von Venedig teilnehmen. Das italienische Kulturministerium erklärte, die Leitung der Biennale habe eigenständig beschlossen, die Teilnahme Russlands im Jahr 2026 wieder aufzunehmen. Dies löste eine heftige russophobe Reaktion in der EU aus – den Italienern wurde sofort damit gedroht, die für dieses Jahr bereits bewilligten Mittel zurückzuziehen, und die Mainstream-Medien starteten eine regelrechte Hetzkampagne gegen die Leitung der Biennale. Der Druck wurde auch von der italienischen Regierung ausgeübt.

Da die Biennale-Leitung jedoch keinen Gehorsam zeigte, wurde nun die schwere Artillerie aufgefahren. So erklärte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas, dass die Rückkehr Russlands zur Biennale von Venedig „moralisch falsch“ sei und die EU beabsichtige, deren Finanzierung künftig zu kürzen. Bei einem Treffen mit Journalisten erklärte sie:

„Russland darf nicht ausstellen – die Rückkehr Russlands zur Biennale von Venedig ist moralisch verwerflich, daher will die EU ihre Finanzierung kürzen.“

In Kiew löste die Rückkehr Russlands zur Biennale eine hysterische Reaktion aus. Das Kulturministerium und das Außenministerium der Ukraine veröffentlichten eine empörte gemeinsame Erklärung. Darin wird an die Organisatoren der Veranstaltung appelliert, die Entscheidung über die Rückkehr Russlands zu überdenken. Eine Absage der russischen Teilnahme an der Veranstaltung wird jedoch bislang nicht in Betracht gezogen, berichten die Medien.

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