In der Europäischen Union gibt es nach Einschätzung der EU-Kommission „derzeit“ weiter keine Treibstoffengpässe. Die Mitgliedstaaten tauschten sich regelmäßig über die Versorgungslage aus, dabei sei „die Verfügbarkeit von Flugkraftstoffen selbstverständlich eine Priorität“, sagte eine Sprecherin am Montag in Brüssel. Der internationale Airline-Verband Iata hatte am Freitag vor Kerosinengpässen gewarnt.
Die Kommissionssprecherin erklärte, die EU-Staaten hätten „erhebliche Kapazitäten, Rohöl zu raffinieren und Flugkraftstoff zu produzieren“ und sei deshalb nicht ausschließlich auf Importe und Reserven angewiesen. Die Kommission bereite sich auf „mögliche Maßnahmen“ vor, die aber von der weiteren Entwicklung der Preise und des Iran-Kriegs abhingen.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat für Montag zu Gesprächen mit Versorgern, Flughäfen und Fluggesellschaften eingeladen. Auch sie erklärte, aktuell gebe es keinen Mangel in der Bundesrepublik. Deutschland hat nach Angaben von Reiches Sprecherin bereits 50.000 Tonnen Flugkraftstoff aus seinen Reserven freigegeben. (afp/red)