Nach der chaotischen ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Peru hat die Staatsanwaltschaft ein Lager durchsucht, in dem die Wahlbehörde Stimmzettel aufbewahrt. Wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte, soll mit der Durchsuchung geklärt werden, ob die Behörde ihre „Pflichten in Bezug auf die genutzten Wahlunterlagen erfüllt hat“.

Bei der Wahl eines neuen Staatsoberhauptes und eines neuen Parlaments hatte es am vergangenen Sonntag teilweise Probleme mit den Wahlunterlagen gegeben. Deshalb blieben in vielen Orten die Wahllokale länger geöffnet als geplant. Am Montag öffneten einige Wahllokale erneut. Die Auszählung der Stimmen ist immer noch nicht abgeschlossen, weil es Klagen gegen einzelne Ergebnisse gab.

Knappes Rennen an der Spitze

Nach Auszählung von 93,3 Prozent der Stimmen liegt die rechtsgerichtete Kandidatin Keiko Fujimori mit 17 Prozent der Stimmen in Führung. Die Tochter des wegen Korruption verurteilten früheren Staatschefs Alberto Fujimori tritt damit voraussichtlich im Juni in einer Stichwahl gegen den Zweitplatzierten an. Das Rennen um Platz zwei und drei ist aber sehr eng: Der linke Ex-Minister Roberto Sánchez liegt bei zwölf und der rechtsgerichtete Kandidat Rafael López Aliaga bei 11,9 Prozent.

Am Donnerstag waren in einem Müllcontainer in der Hauptstadt Lima vier Kisten mit 1200 Stimmzetteln entdeckt worden. Der Präsident des obersten Wahlgerichts, Roberto Burneo, sprach vor einem Parlamentsausschuss von „schwerwiegenden Unregelmäßigkeiten“ bei der Wahlbehörde.(afp)



Source link

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert