Für den bei Wismar gestrandeten Buckelwal hat ein neuer Rettungsversuch begonnen, allerdings ist unklar, ob das Tier noch zu retten ist. Umgesetzt werden soll das Konzept von einer privaten Initiative, die laut Umweltministerium die Verantwortung für die Aktion trägt.
Ohne die Aktion werde der Wal in jedem Fall sterben, hatte MediaMarkt-Gründer Walter Gunz gesagt: „Wenn man was versucht, dann hat man zumindest die Chance, dass man ihn rettet.“
Die aktuellen Entwicklungen am 18.April:
Rettung von Buckelwal schreitet voran: Einsatz von Netz soll Tier stabilisieren
Fachleute und freiwillige Helfer arbeiten gemeinsam daran, das Tier zu retten. Geplant ist unter anderem, den Wal vorsichtig anzuheben und ihn mithilfe von Luftkissen sowie einer großen stabilen Netz- und Planenkonstruktion zu stabilisieren. Anschließend soll er, wenn möglich, in tiefere Gewässer gebracht werden, um ihn wieder in Richtung offene See zu führen.
Die Aktion ist äußerst schwierig, da der Wal in einem sehr empfindlichen Zustand ist und jede Bewegung sorgfältig abgestimmt werden muss. Experten warnen, dass der Erfolg nicht garantiert ist und der Einsatz für das Tier riskant bleibt.

Mit diesem Netz soll der Wal gerettet werden.
Arbeiten für Wal-Rettungsversuch vor Poel schreiten voran
Am dritten Tag eines privat organisierten Rettungsversuchs für den vor Poel gestrandeten Buckelwal gehen die Arbeiten auf und vor der Insel weiter. Zwischen dem nahegelegenen Hafen in Kirchdorf und einer Arbeitsplattform auf dem Wasser pendelten am Samstagmorgen Arbeiter per Boot hin und her und brachten unter anderem Taucherequipment ins Einsatzgebiet.
Am Morgen waren schon Behördenmitarbeiter mit Ferngläsern ausgestattet auf einem Polizeiboot in die Nähe des Wals gefahren, um die Rettungsaktion zu beobachten. Dabei ankerte das Polizeiboot nach Aussage eines Sprechers der Wasserschutzpolizei in einiger Entfernung. Per mitgeführtem Schlauchboot könne man gegebenenfalls noch dichter an das Tier fahren.
Am Vormittag lag der Buckelwal wieder eher ruhig in der Bucht. In regelmäßigen Abstanden war seine Atmung anhand der Wasserfontänen zu beobachten. Am Vortag hatte das Tier zeitweise stark mit der Schwanz- und den Brustflossen geschlagen und sich leicht hin und her gedreht.
Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) war schon am Freitagabend mit einem größeren Aufgebot nach Kirchdorf gekommen, nach Aussage eines Mitglieds, um gegebenenfalls Unterstützung zu leisten. Details nannte er nicht. Am Samstagvormittag begann die DLRG damit, Schlauchboote zu Wasser zu lassen.
Die private Rettungsinitiative selbst hält sich unterdessen bedeckt. Die beteiligte Tierärztin für Kleintiere und Leiterin eines Robbenzentrums auf Föhr, Janine Bahr-van Gemmert, verwies mehrfach auf ein geplantes Pressestatement. Wann und wie dieses gegeben werden soll, blieb unterdessen offen.
Nach früheren Angaben sollte zunächst Schlick im Bereich des Wals weggespült werden, um diesen dann mit Luftkissen anzuheben. Unter den Wal sollte dann eine zwischen Pontons – also schwimmende Plattformen –befestigte Plane geführt werden, mit der er angehoben werden soll.
Wal-Rettung verzögert sich weiter – Initiative erhebt Vorwürfe gegen Behörden
Auflagen der Behörden haben nach Angaben der privaten Rettungsinitiative am Samstag die Rettung des seit Wochen an der Ostseeküste festliegenden Wals weiter verzögert. Es würden „ständig neue Steine in den Weg gelegt“, sagte die Sprecherin der Initiative, Karin Walter-Mommert, der Nachrichtenagentur AFP. So würden immer neue Genehmigungen, etwa für an der Aktion beteiligte Ärzte, angefordert. Dadurch gehe der Initiative wertvolle Zeit verloren. „Es ist sehr, sehr beschwerlich.“
Die Arbeiten vor der Insel Poel in Mecklenburg-Vorpommern sollten am Samstag fortgesetzt werden. Die Ausrüstung dafür liege bereit, „aber wir dürfen immer nur machen, was uns zugesagt wird“, sagte Walter-Mommert. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hatte am Freitag klargestellt, dass das Land keine Genehmigung für die Rettungsmaßnahme erteilt habe, weil es dafür keine rechtliche Grundlage gebe. Die Aktion werde aber geduldet.
Unterdessen hat die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft vier Boote zu Wasser gelassen, offenbar als Unterstützung für die Retter. Nähere Details dazu folgen in Kürze.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft lässt die Boote ins Wasser.
Foto: Matthias Kehrein/Epoch Times

DIe Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft lässt die Boote ins Wasser.
Foto: Matthias Kehrein/Epoch Times
Greenpeace: Kaum Überlebenschancen für Buckelwal
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace sieht wenig Chancen für eine Rettung des vor der Insel Poel gestrandeten Wals durch die private Initiative. „Die Chancen, dass er in der Nordsee landet und dort frei schwimmt, sind gering“, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Er gehe davon aus, dass der Wal dort ertrinken wird, weil er so geschwächt ist.
Die Überlebenschancen des Tieres bei einem erfolgreichen Rettungsversuch seien demnach gering. Das gelte erst recht für die Möglichkeiten des Wals im Atlantik – sollte er dorthin gelangen.
Der tonnenschwere Meeressäuger werde durch verschiedene Faktoren geschwächt. Der Wal könne aktuell keine Nahrung aufnehmen und hungere – der Ernährungszustand sei entsprechend schlecht, sagte der Umweltschützer.
Hinzu kommen die Reste eines Netzes im Maul des Wals: „Wir wissen nicht was mit dem Netz ist, möglicherweise ist es in die Haut eingewachsen, oder er hat Teile verschluckt – das wissen wir nicht.“
Wissenschaftler gehen zudem davon aus, dass sich Wasser in der Lunge des Wals sammelt. Dadurch sei die Atmung beeinträchtigt und der Sauerstoff-Austausch über die Lungenoberfläche stark eingeschränkt, sagte der Sprecher. Dadurch werde das ohnehin durch Hautkrankheiten geschwächte Tier zusätzlich beeinträchtigt. „Dieser Wal ist so schwach, dass er sich entschieden hat, dort liegenzubleiben.“
Den Transport schätzt er als riskant ein. „Ich weiß nicht, ob dieser Schleppverband den weiten Weg in die Nordsee übersteht – das ist nicht ohne.“ Die Umweltschutzorganisation Greenpeace beteiligt sich nicht an der geplanten Rettungsaktion, denn nach den vorliegenden Informationen sei der Wal krank und stark geschwächt, so eine Sprecherin.

Der Buckelwal vor der Insel Poel schlägt mit seiner Schwanzflosse.
Unklare Lage: Kann der Buckelwal vor Poel noch gerettet werden?
Die private Rettungsinitiative für den vor der Insel Poel gestrandeten Buckelwal will ihre Arbeit am Samstagmorgen fortsetzen. Am Freitag waren bereits erste Probespülungen gemacht und weiteres Material herbeigeschafft worden. Bereits da war jedoch schon klar: „Wir sind einen Tag hinten dran“, sagte der Mediamarkt-Gründer Walter Gunz der Deutschen Presse-Agentur. Er finanziert zusammen mit der Unternehmerin Karin Walter-Mommert die Aktion. Der geschwächte Wal liegt am Samstag bereits den 19. Tag an derselben Position in der Kirchsee in der Wismarer Bucht.
Ob die eigentliche Rettung am Samstag starten kann oder es bei weiteren Vorbereitungsarbeiten bleibt, ist unklar. Beim Zeitplan müsse man sich nach dem Befinden des Tieres richten, hatte eine Mitarbeiterin aus dem Team der privaten Initiative gesagt.
Das Tier soll auf einer Plane zwischen zwei Pontons in Richtung Nordsee transportiert werden. Die Plane muss zuvor unter das etwa zwölf Tonnen schwere Tier gebracht werden. Dazu soll es mit Luftkissen angehoben werden, wofür wiederum zuvor Schlick weggespült werden muss.
Die Pontons sollen von einem Schlepper an einer langen Leine gezogen und so angeordnet werden, dass innen eine Freifläche von sechs mal zwölf Metern entsteht. „Da drin wird der Wal sich dann ja aufhalten“, sagte der Chef des von der privaten Initiative beauftragten Tauchunternehmens, Fred Babbel. Messungen des Umweltministeriums zufolge ist der Buckelwal 12,35 Meter lang, 3,20 Meter breit und 1,60 Meter hoch.
Wissenschaftler, Fachleute von Behörden sowie Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen waren sich nach umfassender Prüfung zuletzt einig, dass der Wal Ruhe brauche und weitere Eingriffe dem Tier massive Schäden zufügen würden. Der Buckelwal sei orientierungslos und so schwach und geschädigt, dass er die Heimreise nicht schaffen werde.
Die aktuellen Entwicklungen am 17.April:
Rettungsversuch wird am Samstag fortgesetzt
Der Rettungsversuch für den vor der Ostseeinsel Poel festsitzenden Buckelwal ist am Freitagabend unterbrochen worden. Die Arbeiten sollten am Samstagmorgen fortgesetzt werden, sagte die Sprecherin der privaten Rettungsinitiative, Karin Walter-Mommert, der Nachrichtenagentur AFP.
Eigentlich hatte der Abtransport des Wals in Richtung Nordsee noch am Freitag beginnen sollen. Die Sprecherin verwies aber auf Verzögerungen durch zunächst fehlende Genehmigungen. Sie wies darauf hin, das Tier sei am Freitag aber sehr aktiv gewesen. Äußerliche Verletzungen seien nicht zu erkennen.
Team der privaten Initiative arbeitet weiter an Walbefreiung
Helfer waten in Schutzanzügen durch bauchtiefes Wasser – andere befeuchten den Körper des tonnenschweren Buckelwals immer wieder mit nassen Tüchern. Auch am zweiten Tag läuft die private Rettungsaktion des vor der Ostsee-Insel Poel gestrandeten Buckelwals weiter auf Hochtouren.
Eine große Palette mit einer Plane war am Nachmittag in den Hafen von Kirchdorf gebracht worden. Der große Meeressäuger soll laut Rettungsinitiative auf einer Plane transportiert werden. Wann das soweit ist, war am Nachmittag weiter unklar. Beim Zeitplan müsse man sich nach dem Befinden des Tieres richten, sagte eine Mitarbeiterin aus dem Team der privaten Initiative.
Ein Schwimmbagger hatte den Hafen von Kirchdorf auf der Insel am Mittag verlassen und am frühen Nachmittag auf dem Meer in der Nähe des großen Meeressäugers Position bezogen. Dieser liegt in einer Bucht der Insel. Das Freispülen könnte am Nachmittag beginnen.
Am Morgen hatte der Buckelwal mit heftigen Bewegungen auf einen sich nähernden Taucher reagiert. Das Tier schlug heftig mit der Schwanzflosse, der Fluke, und drehte sich um beinahe 90 Grad, wie in Livestreams zu sehen war. Nach wenigen Minuten beruhigte sich der Wal wieder und lag erneut still im Wasser. Später fuhren die Helfer erneut mit einem Boot zum Wal und erneuerten die nassen Tücher auf dem Rücken des Wals, wie im Livestream von News5 zu sehen war.
Am Vormittag waren auch Mitarbeiter des Umweltministeriums und des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) mit einem Polizeischlauchboot zum Wal hinaus.
Die Vorbereitungen für die erneute Rettungsaktion für den gestrandeten Wal vor Poel nahe Wismar hatten bereits am Vormittag Fahrt aufgenommen. Helfer hatten eine große Arbeitsplattform an der Kaimauer am Hafen von Kirchdorf vorbereitet, auf der unter anderem Schläuche, eine Pumpe, ein mobiler Kran und Arbeitsgerät standen. Auch mehrere kleine Schwimmpontons lagen an Land bereit.
Einige Kamerateams waren in den Hafenort gekommen – auch rund 30 Schaulustige waren zeitweise vor Ort, um die Bergungs-Aktion zu verfolgen.
Veterinärmedizinerin: „Tierwohl steht an erster Stelle“
Anne Bahr van Gammert vom Helferteam und Veterinärmedizinerin des Robbenzentrums Föhr betont, dass bei dem Einsatz das Tierwohl oberste Priorität hat. Für sie und das gesamte Team steht fest, dass es keine Option ist, den Wal einfach sich selbst zu überlassen.
„Das Tierwohl steht an erster Stelle. Das ist die Grundlage unserer Arbeit – auch für mich persönlich. Und allen, die sagen, man solle ihn in Ruhe sterben lassen, sage ich: Nein. Denn dort kann er nicht in Ruhe sterben. Dort gibt es keine Ruhe.“
Die Bucht sei geprägt von starkem Lärmeinfluss durch Schiffe, zudem reagiere der Wal sogar auf vorbeifliegende Düsenjets. Von Ruhe könne daher keine Rede sein.
Gleichzeitig habe das Team festgestellt, dass ein direkter Kontakt zu dem Tier möglich ist. Mehrfach seien die Helfer ganz nah an den Wal herangekommen. Seit gestern wird er zudem mit nassen Tüchern abgedeckt, um seine Haut zu schützen. Ergänzend arbeiten die Einsatzkräfte mit einer speziellen Salzlösung, da das Wasser der Ostsee deutlich weniger salzhaltig ist als der Atlantik, aus dem der Buckelwal ursprünglich stammt.
Das Ziel sei es, das Tier möglichst stressfrei aus seiner Lage zu befreien. Den Wal einfach liegen zu lassen, bedeute keineswegs ein ruhiges Sterben. Ein solcher Zustand könne sich über Tage oder sogar Wochen hinziehen – mit ungewissem Ausgang. Selbst wenn das Tier letztlich sterben sollte, gehe es darum, ihm zumindest die Chance zu geben, aus dieser ausweglosen Situation zu entkommen.
Live aus der Bucht bei Poel: Rettungsaktion für den Buckelwal geht weiter
Die private Rettungsaktion für den gestrandeten Buckelwal bei Wismar geht weiter in eine entscheidende Phase. Nach Verzögerungen am Vortag haben die Helfer die Arbeiten wieder aufgenommen und bereiten aktuell die komplexe Bergung mit Luftkissen und Pontons vor. Der Wal reagiert weiterhin auf die Einsatzkräfte und zeigt gelegentlich Bewegung.
Unser Team ist direkt vor Ort und beobachtet die Lage aus der Bucht. Die Helfer arbeiten daran, den Wal aus dem flachen Bereich zu lösen, um ihn anschließend in tiefere Gewässer zu bringen. Die Situation bleibt dynamisch, weitere Entwicklungen werden im Laufe des Tages erwartet.
Im Einsatz ist unter anderem Konstanze von der Mähden, die das Projekt und das Team juristisch betreut und die Kommunikation mit dem Umweltministerium sowie den zuständigen Behörden koordiniert. Sie ist im Hintergrund tätig und unterstützt die Rettungsmaßnahmen organisatorisch und rechtlich mit großer Tatkraft.
Sie berichtet vor Ort: „Wir haben heute tolles Zeichen gesehen. Er hat sich heute wunderbar bewegt. Wir haben sehr viel Reaktion, sehr viel Energie gespürt und auch gesehen.“

Der Wal hat noch eine weitere Chance.
Foto: Screenshot/Reutersvideo
Mediamarkt-Gründer: Liegen bei Wal einen Tag im Plan zurück
Der private Rettungsversuch für den gestrandeten Wal vor der Ostsee-Insel Poel nahe Wismar verzögert sich. „Wir sind einen Tag hinten dran“, sagte der Mediamarkt-Gründer Walter Gunz der Deutschen Presse-Agentur. Er finanziert zusammen mit der Unternehmerin Karin Walter-Mommert die Aktion.
Man habe am Donnerstag, dem ersten Tag des Rettungsversuchs, einen Teil des Programms nicht durchführen können, sagte Gunz.
Umweltminister Till Backhaus (SPD) hatte bei der Bekanntgabe der privaten Aktion am Mittwoch gesagt, die Initiative plane das Freispülen des Wals am Donnerstag. Am Freitag könne das Tier dann auf seine Reise in den Atlantik gehen. Dieser Plan ist offensichtlich nicht mehr zu halten.
Backhaus: „Heiße Phase“ von Rettungsversuch für hilflosen Buckelwal begonnen
Der private Rettungsversuch für den vor der Ostseeinsel Poel liegenden hilflosen Buckelwal ist nach Angaben von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Freitag in seine „heiße Phase“ getreten. Die Aktion laufe, sagte Backhaus vor Ort vor Journalisten. Nach Angaben von Vertretern der Rettungsinitiative gebe es auch Hinweise darauf, dass das Tier in besserem Zustand sei als zuletzt angenommen.
Der Wal bekomme „seine Chance“, sagte der Minister. Er hoffe auf ein gutes Ende. Die Initiative arbeite daran, nun komme es auf das Tier an. „Er muss jetzt mitmachen.“ Die Behörden des Landes gingen nach wie vor davon aus, dass das von der Initiative vorgelegte Konzept „stimmt“ und hielten „permanent“ Kontakt zu den Verantwortlichen.
Ursprünglich hatte die Walrettung bereits am Donnerstag beginnen sollen, sie wurde aber verschoben. Die Behörden in Mecklenburg-Vorpommern dulden den Rettungsversuch, die Verantwortung dafür liegt aber nach ihren Angaben bei der privaten Initiative. Dies betonte Backhaus am Freitag erneut. Das Vorhaben werde lediglich auf Grundlage des Bundesnaturschutzgesetzes geduldet. Dies sei keine Genehmigung.
Wal bewegt sich – heftige Schläge mit Schwanzflosse
Der gestrandete Buckelwal vor der Ostsee-Insel Poel hat nun mit heftigen Bewegungen auf einen sich nähernden Taucher reagiert. Das Tier schlug heftig mit der Schwanzflosse, der Fluke, und drehte sich um beinahe 90 Grad. Die Helfer zogen sich daraufhin vom Tier zurück. Nach wenigen Minuten beruhigte sich das Tier wieder und lag erneut still im Wasser.
Timmy vor Poel: Lebenszeichen geben vorsichtige Hoffnung – Zustand bleibt kritisch
Tag 2 des neuen Rettungsversuchs gestartet – Helfer am Wal
Bei der privaten Rettungsaktion für den vor der Insel Poel liegenden Buckelwal hat Tag 2 begonnen. Sechs Helfer fuhren kurz nach 8.00 Uhr auf Booten im Morgennebel zu dem Tier und überprüften seinen Zustand, wie im Livestream von News5 zu sehen war. Sie erneuerten ein nasses Tuch auf dem Rücken des Wals.
Im Laufe des Tages soll versucht werden, das tonnenschwere Tier mit Luftkissen anzuheben. Weil der Buckelwal aber seit mehr als zwei Wochen auf dem Grund festliegt, muss zunächst Meeresboden unter ihm weggespült werden.
Der Wal soll dann auf einer Plane zwischen zwei Pontons gelagert werden. Wenn alles gut geht, kann ein Schlepper damit beginnen, die empfindliche Fracht in die tiefere Ostsee und dann durch Kattegat und Skagerrak in die Nordsee und schließlich in den Atlantik zu ziehen. Dort könnte das Tier im besten Fall in die Freiheit entlassen werden.
Backhaus sieht Chance für hilflosen Wal und kündigt Kontrolle von Rettungsversuch an
Vor dem geplanten Rettungsversuch für den seit mehr als zwei Wochen vor der Ostseeinsel Poel festsitzenden Buckelwal hat sich Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) optimistisch gezeigt. „Wir sind zu der Überzeugung gekommen, dass es diese Chance gibt, dass dieses Projekt erfolgreich sein wird“, sagte Backhaus am Donnerstag vor Ort. „Diese Chance wollen wir nutzen.“
Der Minister betonte zugleich, dass diejenigen „in der Verantwortung sind“, die den Antrag für den Rettungsversuch gestellt hatten. „Wir werden diese ganzen Maßnahmen sehr genau begleiten, kontrollieren, überwachen“, sagte er.
Es sei noch einmal abgestimmt worden, „welche Maßnahmen heute beginnen sollen“. Backhaus ging „davon aus, dass sich diejenigen, die dieses Projekt umsetzten, heute dazu äußern werden“. Es gelte weiterhin, dass der Wal „ein schwer kranker Patient“ sei.
Eine vom dem Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz sowie der Unternehmerin Karin Walter-Mommert finanzierte Rettungsinitiative will das in flachem Wasser liegende Tier mit einem System aus Luftkissen und Schwimmpontons anheben und bis in Nordsee oder Atlantik schleppen.
Kampf um Timmy: Entscheidung fällt heute in der Bucht vor Poel
In der Bucht nahe der Insel Poel bei Wismar spitzt sich die Lage um den gestrandeten Buckelwal „Timmy“ weiter zu. Seit mehr als zwei Wochen befindet sich das Tier in dem flachen Küstenbereich und kann sich nicht aus eigener Kraft befreien.
Am heutigen Freitag soll nun ein entscheidender Schritt erfolgen: Einsatzkräfte planen, den Wal behutsam anzuheben und auf einen schwimmenden Transportkörper zu verladen. Dafür wurde bereits umfangreiche Technik an den Einsatzort gebracht. Die Aktion gilt als äußerst anspruchsvoll, da Größe, Gewicht und Zustand des Tieres eine große Herausforderung darstellen.
Im Anschluss ist vorgesehen, den Wal mithilfe spezieller Vorrichtungen in tiefere Gewässer zu bringen. Als mögliches Ziel gelten Bereiche der Nordsee oder sogar des Atlantik, wo bessere Lebensbedingungen herrschen.
Die Situation wird von offizieller Seite genau beobachtet. Auch Till Backhaus, Umweltminister des Bundeslandes, ist in die Einschätzung eingebunden und sieht in der geplanten Maßnahme eine der letzten Chancen für das Tier.
Trotz einzelner stabiler Reaktionen bleibt der Gesundheitszustand des Wals kritisch. Ob die Rettung gelingt, hängt maßgeblich davon ab, wie gut Timmy die bevorstehenden Maßnahmen verkraftet. Die Entwicklung der nächsten Stunden dürfte daher entscheidend sein.
Die aktuellen Entwicklungen am 16.April:
Helfer: „Wal macht sehr guten gesundheitlichen Eindruck“
Epoch Times sprach mit Jens Schwarck-Köhnke, der für die Dokumentation der Rettungsaktion von Wal Timmy verantwortlich ist. Er gab einen Überblick, was heute am ersten Einsatztag passierte: „Das Team von Frau Walter-Mommert und Herrn Walter Gunz hat zunächst zwei Veterinärmediziner zum Wal geschickt und einen Wal-Experten, der extra aus Teneriffa eingeflogen wurde.“ Dabei sei es zunächst darum gegangen, direkt Kontakt mit dem Wal aufzunehmen und zu schauen, wie das Tier reagiere. „Das Tier hat positiv reagiert“, so Schwarck-Köhnke.
Im Hafen seien Pontons angelandet. „Die werden morgen im Laufe des Tages zu dem Wal gebracht.“ Man müsse immer schauen, wie das Tier reagiere. „Deswegen sind zeitliche Einschätzungen hier immer ein bisschen kritisch.“å Er kündigte an: „Wir werden auf jeden Fall versuchen, das Tier hier aus der Bucht zu kriegen.“
Rettung auf Freitag verschoben
Inzwischen wurde bekannt, dass die eigentliche Rettungsaktion auf morgen verschoben wurde. Dies hat der Unternehmer, der Pontons und Spültechnik liefert, dem NDR bestätigt. Ursprünglich sollte die Rettung bereits am Donnerstag beginnen, es blieb aber bei vorbereitenden Maßnahmen.
In einem nahen Hafen wurden die für die Bergung gedachten Schwimmpontons vorbereitet, zugleich näherten sich immer wieder Helfer dem in etwa hüfthohem Flachwasser liegenden Tier. Sie bedeckten es mit nassen Tüchern und begossen es mit Gießkannen.
„Das Knifflige liegt daran, dass der Wal in einer flachen Gegend liegt, die schwer zu manövrieren und zu befahren ist“, sagte Fred Babbel vom beteiligten Tauchunternehmen Babbel.
Unser Team ist weiter vor Ort und wird noch ein Interview mit dem Helferteam führen, das in der nächsten Stunde stattfinden sollte.
Biologin: „Dieser Wal hat Lebensmut“
„Ich bin seit über einer Woche hier, einfach weil ich Wale und Delfine liebe. Buckelwale sind wunderschöne, hoch entwickelte und zugleich liebevolle Lebewesen, die den Menschen sehr nah sind. Wer das einmal erlebt hat, weiß es: Es gibt eine tiefe spirituelle Dimension bei Walen und Delfinen, die unglaublich bedeutungsvoll ist“, sagt die Biologin und Sonderpädagogin Andrea Maria Böttcher zu Epoch Times.
Böttcher, die wie Dutzende anderer Wal-Fans extra angereist ist, drückt damit die große emotionale Anteilnahme aus. Trotz des anhaltenden Dramas um Timmy in der Wismarer Bucht hoffen Unterstützer wie sie weiter auf eine erfolgreiche Rettung. Derzeit bereiten private Initiativen und Behörden die Rettungsaktion mit Luftkissen vor, um dem geschwächten Buckelwal ins offene Meer zu helfen.
Das Tier wurde heute bereits erneut untersucht, eine Pressemitteilung dazu wird in Kürze erwartet.
Am Wal wird Stück für Stück die Haut augenscheinlich mit Tüchern oder ähnlichem abgedeckt. Auch der Wasserstrahl, der seit längerem auf den Wal gerichtet ist, wurde anders ausgerichtet.

Der Wal hat noch eine weitere Chance..
Foto: Matthias Kehrein/Epoch Times
Was sagen Anwohner und Gäste?
Eine Anwohnerin, die zu Besuch bei ihrer Mutter ist, berichtete Epoch Times, dass sie etwas genervt sei – sie müsse ständig der Polizei erklären, warum sie in das Dorf will. Die Parkmöglichkeiten wurden auch für Anwohner durch die Polizei eingeschränkt.
Zwei Hamburger nutzen die Walrettung heute für einen Ausflug. Sie machten es sich mit einem Picknickkorb gemütlich und wollten sich über den Wal informieren.
Aktuell werden die Ergebnisse ausgewertet
Nach der ersten Aktion am Wal und einer Untersuchung der Gegebenheiten am Vormittag ist derzeit Ruhe im Arbeitsbereich, die Ergebnisse werden ausgewertet.
Umweltminister Till Backhaus verweist nochmal darauf, dass die Verantwortung für die Aktion bei den Initiatoren liegt.
Taucher sind nun beim Wal
Sechs Personen sind langsam zum Wal vorgedrungen, das Wasser ist dort rund 1,40 Meter tief. Mindestens ein oder zwei davon sind Taucher. Ziel ist, später eine Plane unter den Wal zu legen. Möglicherweise muss dazu vorher noch Schlick weggespült werden, dafür wird nun die Lage sondiert.
Deutsche Bürokratie hat laut Walter Gunz zu den morgendlichen Verspätungen geführt. Laut dem MediaMarkt-Gründer gab es im Ministerium anscheinend Verzögerungen wegen der Teilnahme einer Tierärztin, die mit zum Rettungsteam gehört.
Auch zur geplanten Schlick-Abspülung gab es Unstimmigkeiten mit den Behörden.

Walrettung, Helfer und Taucher bereiten die Rettungsaktion vor.
Foto: Matthias Kehrein/Epoch Times
Alle paar Minuten hört man ein lautes Atmen
Die Arbeiten haben begonnen. Es ist nicht direkt erkennbar, was die Rettungsteams tun. Es wurde gesagt, dass die Taucher innerhalb der nächsten Stunde zum Wal gelangen werden.
Am Ufer und in der Bucht hat die Polizei weiträumig alles abgesperrt. Pressevertreter kommen etwas näher heran als Schaulustige, doch es bleiben mindestens 500 Meter Abstand zum Wal. Zahlreiche TV-Teams, darunter auch CNBC, sind vor Ort.
Unsere Reporter berichten von idealem Wetter, es ist bedeckt und trocken. Die Sonne kommt gelegentlich hervor – der Wal hingegen sei zu hören, wie er laut atmet – und zu sehen, wenn er Fontänen bläst.
Die Rettung soll behutsam stattfinden
Aktuell ist wenig zu sehen, die ersten Arbeiten haben begonnen. Die Verantwortlichen halten sich bedeckt, wie die Aktion vorankommt. Geplant ist ein langsames, behutsames Vorgehen.
Wenn ein Schritt erfolgreich umgesetzt ist, möchte man erneut vor die Presse treten. Umweltminister Till Backhaus ist vor Ort, um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen.
Backhaus hofft, dass die Rettungsaktion erfolgreich ist. Sollte es jedoch eine Gefährdung der Gesundheit des Wals geben, so kündigt er an, auch die Aktion abbrechen zu lassen.
Backhaus: Wal atmet relativ stabil alle 2 bis 5 Minuten
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus sagt im Hafen von Kirchdorf: „Wir werden die Maßnahmen sehr genau begleiten, kontrollieren und überwachsen.“ Die Abstimmungen laufen, es wird besprochen, welche Maßnahmen heute beginnen soll.
Der Vorschlag, der nun umgesetzt werde, sei sehr intensiv durch mehrere Abteilungen des Ministeriums geprüft worden. „Er lebt und regt sich. Wir glauben, dass er eine Chance hat und diese wollen wir nutzen.“ Das Vorhaben sei minimal invasiv und keine Schädigung des Tieres.
„Er atmet relativ stabil alle 2 bis 5 Minuten.“ Er fügt an, „Wir nehmen natürlich auch zur Kenntnis, das er abbaut. Das ist ein kranker Patient, ein schwerkranker.“ Nun müsse es darum gehen, ob das Konzept, das von Dritten vorgelegt worden ist, wirklich gelingt.
Backhaus hofft, dass der Belugawal vor Flensburg nicht auch noch gerettet werden muss und von selbst seinen Weg ins offene Meer findet.
Der Umweltminister deutete an, dass das von Bund und den Küstenländern getragene Havariekommando eine Einheit gründen könnte, die sich auch um Wale und gestrandete Tiere kümmert.
Einsatzplan wird besprochen
In der Bucht vor Pohl sind Polizeiboote zu sehen, die die Lage absichern. Derzeit wird der Einsatzplan vor Ort besprochen. Umweltminister Backhaus trat vor die Presse. Das Team der Bergungstaucher ist auch eingetroffen.
Belugawal in der Flensburger Förde
Ein weiterer Wal hat anscheinend den Weg in die Flensburger Förde gefunden – ein Belugawal. Der weiße Wal wurde zuletzt bei Ekensund (Dänemark) gesichtet.
Unsere Reporter vor Ort berichten, dass sich zunehmend Zuschauer einfinden. Auch die Polizei ist vor Ort. Weiterhin sind Walfachleute wie Sergio Bambarèn eingetroffen, die mehr Erfahrungen mit Walen haben als Ostseeanreianer.
Ebenso ist Till Backhaus, Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, angekommen.
Heute um 8 Uhr soll eine neue Rettungsaktion für den Wal beginnen. Hinter dem Konzept stehen neben dem Media-Markt-Gründer Gunz die Unternehmerin Karin Walter-Mommert, die aus dem Pferdesport bekannt ist.
Nach Angaben von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) ist geplant, Luftkissen unter das Tier zu bringen und es schonend anzuheben.
Dazu soll Schlick unter ihm weggespült werden. Der Wal solle dann auf einer Plane zwischen zwei Pontons gelagert und transportiert werden. Gehe alles gut, könne der Abtransport morgen beginnen, sagte Backhaus.
Schlepper soll Pontons ziehen
Backhaus gab gestern grünes Licht für das neue Rettungskonzept, das vorsieht, den Wal lebend zu bergen und bis in die Nordsee und gegebenenfalls in den Atlantik zu bringen. „Insofern tritt jetzt eine neue Situation ein“, sagte Backhaus. Er sei zwar noch vorsichtig, aber „doch ziemlich glücklich“.
Den Angaben zufolge soll der Bereich unter den Brustflossen des Wals, den Flippern, zunächst freigespült werden. Anschließend soll das Tier mit Hilfe von Luftkissen angehoben und eine Plane unter das Tier geführt werden.
Auf dieser zwischen zwei Pontons gespannten Plane soll der Wal dann abtransportiert werden. Ein Schlepper soll die beiden Pontons ziehen. Dieses ambitionierte Vorhaben sei in seiner Form nach seiner Kenntnis einzigartig, sagte Backhaus.
„Er ist nicht aktiv, er ist erst recht nicht agil, aber er zeigt, dass da Leben noch drinsteckt“, sagte auch Backhaus nochmals. „Er hat sicher schwere Schäden, das ist so.“ Aber vielleicht gelinge die Rettung dennoch.
Die Verantwortung für die Aktion liege komplett bei den Initiatoren, betonte Backhaus, auch finanziell. „Die haben unser Haus komplett freigestellt.“
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier möchte sich heute in Stralsund mit Experten über den Wal austauschen. Steinmeier führt seine Amtsgeschäfte diese Woche drei Tage lang von Stralsund aus – als 18. Station der Reihe Ortszeit Deutschland, mit der der Bundespräsident Eindrücke abseits der Metropolen sammeln will.
Seit dem 31. März liegt der Buckelwal in etwa 1,50 Meter Wassertiefe vor Poel.
Mit Material der Agenturen
