Nach wochenlangen heftigen Kämpfen zwischen der israelischen Armee und der vom Iran finanzierten islamistischen Terror-Miliz Hisbollah haben die USA einen Sechs-Punkte-Plan für eine Waffenruhe im Libanon präsentiert. Die zehntägige Feuerpause trat heute, Freitag, um Null Uhr libanesischer Zeit in Kraft und soll als Grundlage für weiterführende Friedensverhandlungen dienen.

Hisbollah soll ruhiggestellt werden

Die Waffenruhe wurde nach direkten Gesprächen zwischen israelischen und libanesischen Vertretern in Washington sowie Telefonaten des US-Präsidenten Donald Trump mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun vereinbart. Das US-Außenministerium veröffentlichte den Plan als „Memorandum of Understanding“.

Die Vereinbarung beinhaltet unter anderem, dass die libanesische Regierung mit internationaler Hilfe die Hisbollah daran hindert, vom Libanon aus Angriffe auf israelische Ziele durchzuführen. Im Gegenzug verzichtet Israel auf offensive Militäroperationen gegen libanesische Ziele. Alle Parteien erkennen an, dass allein die libanesischen Sicherheitskräfte für die Souveränität und die nationale Verteidigung des Libanon zuständig sind.

In Israel betonte Netanjahu, dass die Truppen im Süden des Libanon aber vorerst weiter präsent bleiben würden und die israelische Armee in Alarmbereitschaft verbliebe.

Trump: Das Morden muss ein Ende haben

Die Waffenruhe kann bei Fortschritten in den Verhandlungen und einer effektiven Durchsetzung der libanesischen Souveränität verlängert werden. Trump hat die Einigung als Erfolg seiner Vermittlung hervorgehoben. Auf der Plattform Truth Social schrieb er:

I hope Hezbollah acts nicely and well during this important period of time. It will be an great moment for them if they do. No more killing. Must finally have peace!

Er kündigte zudem an, Benjamin Netanjahu und Joseph Aoun in Kürze ins Weiße Haus einzuladen – das erste hochrangige Treffen der beiden Länder seit Jahrzehnten. Der US-Präsident äußerte sich weiters zuversichtlich, dass der Libanon die Hisbollah „in den Griff bekommen“ werde, und betonte, dass beide Seiten Frieden wollten.



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