Im bunten, vielfältigen, grün regierten Friedrichshain (Teil des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg) kam es zu einer Attacke auf Berliner Polizeibeamte, die unerlaubtes Grillen im Volkspark unterbinden wollte. Laut der B.Z. bemerkten die Polizisten die Gruppe bei ihrem Treiben und wiesen sie auf die Illegalität ihres Tuns hin.
Polizist gebissen und angeschnitten
Der Polizist und seine Kollegin scheinen bisher noch nicht allzu viel Erfahrung mit der Berliner Realität gesammelt zu haben; ansonsten wären sie nicht zu zweit zu einer zehnköpfigen Grillgruppe hingegangen, um diese zu belehren. Die Polizisten schienen nicht zu wissen, dass sie es hier nicht mit harmlosen Corona-Demonstranten zu tun haben, sondern mit einem ganz anderen Menschenschlag.
Die zehnköpfige Gruppe “weigerte sich und begann zu diskutieren. Plötzlich griff ein Mann nach dem Reizstoffsprühgerät des Beamten und versuchte, es zu entwenden, so ein Sprecher. Der Polizeioberkommissar brachte den Angreifer zu Boden. Daraufhin eskalierte die Situation. Bis zu acht Personen gingen auf den Beamten los. Sie schlugen und traten gegen Kopf und Oberkörper, setzten dabei sogar einen Gehstock ein! Bei den Angriffen erlitt der Polizist eine Bisswunde am Arm und eine Schnittverletzung am Bein. Nur durch das sofortige Eingreifen seiner Kollegin konnte sich der Beamte aus der Situation befreien.”
Menschenmenge gegen Polizei
Die Polizisten riefen natürlich Verstärkung. Diese nahm “zwei Männer im Alter von 40 und 41 Jahren sowie eine 76-jährige Frau, die mit ihrem Gehstock auf den Beamten eingeschlagen haben soll”, fest. Während weitere Beteiligte flüchteten, kam es zu einer Solidarisierung mit den Festgenommenen. Eine große Menschenmenge bedrängte die Beamten, woraufhin weitere Unterstützung herbeigerufen werden musste.
Schließlich konnten die Verhafteten auf ein Polizeirevier gebracht werden. Der verletzte Beamte konnte seinen Dienst vorerst nicht fortsetzen. Er und seine Kollegin werden sich in Zukunft leichtere Opfer suchen; vermutlich biodeutsche Rentner, die bei Rot alleine über die Straße gehen. Oder aber sie lassen sich in den Innendienst versetzen und dürfen dann die Regenbogen- oder die Progress-Pride-Flagge vor den Berliner Polizeirevieren hissen.