Während sich der Informationskrieg zunehmend ins Digitale verlagert, berichtet Axios, dass Israel eine Kampagne gestartet habe, um Darstellungen des Landes in Systemen künstlicher Intelligenz zu verbessern. Demnach wurde der frühere Trump-Wahlkampfberater Brad Parscale mit dem Projekt beauftragt.
Laut dem Bericht soll es darum gehen, wie Sprachmodelle wie OpenAIs ChatGPT, Anthropics Claude oder Google Gemini auf Fragen zu Israel, dem Gaza-Krieg und regionalen Konflikten reagieren.
Nach Angaben von Axios sollen dafür Testsysteme entwickelt worden sein, um Antworten verschiedener KI-Modelle zu analysieren und Kommunikationsstrategien entsprechend anzupassen. Für das Projekt seien bereits Millionenbeträge an Parscales Firma geflossen.
Der Bericht verweist zugleich auf sinkende Zustimmungswerte für Israel in Teilen der USA, insbesondere seit dem Krieg im Gazastreifen.
Experten sehen darin eine neue Phase strategischer Kommunikation: Staaten und politische Akteure versuchen demnach nicht mehr nur klassische Medien oder soziale Netzwerke zu beeinflussen, sondern zunehmend auch KI-Systeme, die für viele Nutzer zur Informationsquelle werden.
Damit entsteht eine neue Frage: Wer prägt künftig nicht nur öffentliche Debatten – sondern auch die Antworten von Maschinen?