Die niederländische Regierung will Unternehmen und Verbraucher mit mehr als 950 Millionen Euro von den gestiegenen Benzinpreisen entlasten. „Die Energiepreise werden voraussichtlich vorerst hoch bleiben, selbst wenn der Konflikt im Nahen Osten bald enden sollte“, erklärte die Regierung am Montag. Haushalte und Unternehmen sollen bei einem ersten Maßnahmenpaket im Umfang von 627 Millionen Euro Vorrang haben.
Im Einzelnen entfallen davon 150 Millionen Euro auf einen befristeten Energie-Notfallfonds zur Unterstützung von Privatpersonen, zudem 340 Millionen Euro auf die Senkung von Sozialabgaben und Steuern. Diese sollen durch die Erhöhung anderer Steuern etwa auf Alkohol gegenfinanziert werden.
Zudem aktivierte Den Haag am Montag die erste Phase ihres Krisenplans für „bevorstehende“ Kraftstoffengpässe. Die Regierung erklärte, es gebe zwar keine „akuten“ Benzinengpässe in den Niederlanden, sie mobilisiere aber die Behörden und die Industrie für den Fall, dass sich „die Situation verschlechtert“. (afp/red)