„Nach Tagen geheimer Vorbereitungen“ verschiedener Teams sei er am Samstag „erfolgreich“ angekommen, schrieb Taiwans Präsident Lai Ching-te im Onlinedienst Facebook.
„Ich hoffe, dass diese Reise zu einer noch tieferen Freundschaft zwischen Taiwan und Eswatini beiträgt“, erklärte Lai weiter. Sein ursprünglich geplanter Besuch sei „aufgrund unerwarteter äußerer Einflüsse“ ausgesetzt worden. Kurz vor seiner zunächst im April geplanten Reise hatte Lai gesagt: „Der wahre Grund ist, dass die chinesischen Behörden starken Druck ausgeübt haben, einschließlich wirtschaftlicher Zwänge.“ Laut Präsidialamt widerriefen damals die Seychellen, Mauritius und Madagaskar ihre Überfluggenehmigungen „unerwartet und ohne Ankündigung“.
Lai hatte Eswatini vom 22. bis 26. April zum 40. Jahrestag der Thronbesteigung von König Mswati III. besuchen wollen. Mswati war seinerseits 2024 zu Lais Amtseinführung nach Taiwan gereist. Eswatini, früher bekannt als Swasiland, ist das einzige in Afrika und eines von nur zwölf Ländern weltweit, die Taiwans Unabhängigkeit offiziell anerkennen.
Als Reaktion auf die Reise nach Eswatini warf Chinas Außenministerium Lai vor, eine „Farce“ inszeniert zu haben, – dies könne „nichts daran ändern, dass Taiwan Teil Chinas ist“, hieß es in einer Erklärung des Ministeriums.
China betrachtet das demokratische Taiwan als abtrünnige Provinz, die wieder mit dem Festland vereint werden soll, und schließt den Einsatz militärischer Gewalt nicht aus. Peking lehnt deshalb eine Teilnahme Taiwans an internationalen Organisationen und den Austausch mit anderen Ländern ab. (afp/red)