Keine Munition, defekte Funkgeräte und desolate Kasernen – aber für dieses Frankenstein-Projekt ist offenbar Geld da: Die Bundeswehr arbeitet jetzt mit ferngesteuerten Zombie-Kakerlaken. Die militärische Innovation in Deutschland geht ganz eigene Wege.

Die Bundeswehr lässt an Cyborg-Insekten basteln. Ein Start-up aus Kassel namens „SWARM Biotactics“ soll für die Truppe ferngesteuerte Kakerlaken entwickeln, die bei der Aufklärung helfen sollen. Das gab der sogenannte „Cyber Innovation Hub“ der Bundeswehr vor kurzem bekannt. Aus dem Kopf der Tiere ragen Drähte, auf den Rücken wurde den Insekten eine grüne Mini-Platine geschnallt.

Die „AutoBugs“, wie die Cyborg-Schaben liebevoll genannt werden, sollen per Künstlicher Intelligenz (KI) im Schwarm durch Feindesland gesteuert werden. Begründet wird dies von der Bundeswehr damit, dass dies das Risiko für die Einsatzkräfte verringere. Auf Instagram schreibt die PR-Abteilung der Truppe (die natürlich peinlichst genau auf das Woke-Gendern achtet): Bisher müssten sich „Soldat:innen“ selbst an Zielobjekte annähern.

Weil Kakerlaken keine Wirbeltiere sind, greift das strenge deutsche Tierschutzgesetz hier nicht. Tierversuche für Waffen sind eigentlich streng verboten – aber da es sich hierbei um Ungeziefer handelt, spielt das keine Rolle. Doch der Irrsinn geht noch weiter. Geht es nach Moritz Strube, Managing Director bei SWARM Robotics, sollen künftig auch andere Tiere zu militärisch nutzbaren Hightech-Zombies umgebaut werden. Auf dem Plan stehen unter anderem Tauben und sogar Haie. Allerdings stellt sich hier die Frage danach, ob dies überhaupt mit den gesetzlichen Einschränkungen in Sachen Tierschutz durchgeführt werden kann.

Und um dem ganzen Wahnsinn die Krone aufzusetzen: Im Januar wurden die deutschen Cyborg-Kakerlaken aus 5.500 Metern Höhe über dem US-Bundesstaat Arizona abgeworfen, um sie „unter realen Einsatzbedingungen“ zu testen. Was es den Steuerzahler kostet, Insekten für Fallschirmsprünge in die USA zu fliegen, ist jedoch bislang ein gut gehütetes Geheimnis. Man kann allerdings davon ausgehen, dass dies nicht unbedingt billig war.

Jeder Staat auf dieser Welt setzt sich seine eigenen Prioritäten in Sachen Landesverteidigung. Während andere Nationen Hyperschallwaffen und moderne Drohnensysteme entwickeln, setzt Deutschland auf KI-gesteuerte Kakerlaken. Da stellt sich die Frage, ob man dies als neue Form der „biologischen Kriegsführung“ bezeichnen darf, oder ob es sich dabei einfach um ein perfektes Sinnbild für den allgemeinen Zustand der Truppe handelt. Denn trotz der Unsummen, die jährlich in die Bundeswehr fließen, ist die Armee nur bedingt einsatzbereit.





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