Immer wieder, wenn man glaubt, nichts könne einen mehr überraschen, wird man im „besten Deutschland aller Zeiten“ eines Besseren belehrt. So aktuell von Medienstaatsminister Wolfram Weimer, den ich kurz beim „Focus“ als neuen Chefredakteur kennenlernte. Ein Mann der großen Worte, denen oft homöopathische Taten gegenüberstehen.

Bei den Medientagen Mitteldeutschland warnte Wolfram Weimer jetzt vor einem „Mediazid“. Genau den sehe ich auch – wobei ich eher Richtung „Mediasuizid“ tendieren würde. Und genau da geht meine Ansicht und die von Weimer diametral auseinander.

Der geschäftstüchtige Verleger sieht nämlich die äußeren Umstände als Verursacher für den Niedergang der Branche. Die Details erspare ich Ihnen, Sie können sie sich nicht nur vorstellen, Sie haben sie sicher schon hundertmal gehört – wenn Sie sie sich dennoch noch einmal antun wollen, können Sie das hier.

Schuld sind, wie immer, natürlich auch die großen Plattformen.

„Das Problem ist nur, sie sind so erfolgreich, dass sie unser gesamtes Freiheitssystem zerstören“, sagte Weimer.

Eine Lösung sieht er in einer „Digitalabgabe“.

Ich bin kein Freund der großen Plattformen, und ich sehe, wie fatal sie in vielerlei Hinsicht sind.