Pakistan zeigt sich zuversichtlich, dass eine iranische Delegation an den Gesprächen mit den USA teilnehmen wird. Seitens Teheran erfolgte bis dato weder eine Zusage, noch eine definitive Absage zu erneuten Konsultationen mit Washington.
US-Vizepräsident JD Vance und hochrangige Beamte der Trump-Administration werden laut Quellen von US-Medien voraussichtlich trotz des Schweigens Teherans nach Pakistan fliegen, dies im Vorfeld einer möglichen zweiten Verhandlungsrunde mit Iran. Dabei gibt es weiterhin keine offizielle Bestätigung darüber, ob Teheran eine Delegation zu Gesprächen im pakistanischen Islamabad entsenden wird.

US- wie auch arabische Medien können nicht bestätigen, dass sich eine iranische Delegation auf dem Weg in die pakistanische Hauptstadt Islamabad befindet, um dort US-Vertreter aus Washington zu erneuten Konsultationen zu treffen. Parallel gibt es keine definitive Bestätigung von US-Medien, dass US-Vizepräsident JD Vance bereits vor Ort sei, um mit seiner Delegation die Gespräche vorzubereiten.
Nach Informationen der New York Times und des Senders CNN wird erwartet, dass sich das Team erst heute auf den Weg nach Islamabad macht.
Die Nachrichtenagentur Reuters zitierte am gestrigen Abend eine Mitteilung der pakistanischen Vermittler und Organisatoren. So heißt es laut ungenannten Quellen:
„Wir haben ein positives Signal aus Iran erhalten. Die Lage ist noch ungewiss, aber wir bemühen uns darum, dass sie hier sind, wenn wir morgen oder übermorgen mit den Gesprächen beginnen.“
Irans Botschafter in Pakistan, Reza Amiri Moghadam, kommentierte am frühen Dienstagmorgen ohne direkte Bestätigungen auf X:
„Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass ein einzelnes Land, das über eine große Zivilisation verfügt, unter Drohungen und Zwang nicht verhandeln wird. Dies ist ein grundlegendes islamisches und theologisches Prinzip. Ich wünschte, die USA hätten dies erkannt …“
It’s a truth universally acknowledged that a single country in possession of a large Civilisation, will Not negotiate under Threat and Force. This is a substantial, Islamic and theological principle.I wish the US would have perceived …
— Reza Amiri Moghadam (@IranAmbPak) April 21, 2026

Der US-Sender CNN berichtet in seinem Iran-Ticker, dass US-Präsident Trump „zuversichtlich ist“, dass Iran an den Verhandlungstisch zurückkehren werde. Erneut äußerte er sich dabei androhend gegenüber Teheran im Rahmen eine Interviews am späten Montagabend:
„Sie werden verhandeln, und wenn sie es nicht tun, werden sie mit Problemen konfrontiert sein, wie sie sie noch nie zuvor erlebt haben.“
Die ungenannte Reuters-Quelle behauptete laut gestriger Meldung, dass Pakistan angesichts des Endes einer bevorstehenden Frist für einen Waffenstillstand, die US-Präsident Donald Trump willkürlich gesetzt hat, „aktiv mit Teheran und Washington in Kontakt“ stehen würde.
Der katarische Sender Al Jazeera kommentiert am Dienstagmorgen mögliche Entwicklungen in den stockenden Gesprächen:
„Es wird keine einfachen Verhandlungen geben – sofern es überhaupt dazu kommt. Es scheint, als versuchten beide Seiten, alle komplexen Fragen auf diplomatischem Wege zu klären, doch ob ihnen dies gelingen wird, bleibt offen.“
Sowohl Washington als auch Teheran präsentieren dabei eine lange Liste von jeweiligen Forderungen, unter anderem in Bezug auf militärische Hoheit in der strategisch wichtigen Straße von Hormus, andauernde Sanktionen, Kriegsentschädigungen, sowie regionale Beziehungen Irans zu den unmittelbaren Nachbarländern, dies auch in Bezug auf diverse US-Militärstützpunkte in der Region.
Zudem sorgte die jüngste Kaperung eines iranischen Handelsschiffes durch US-Spezialkräfte für unmissverständliche Kritik Teherans. Arabische Medien meldeten am Montag, dass eine Absage auch aufgrund des militärischen Vorfalls erfolgen könnte, dies in Verbindung mit möglichen „Vergeltungsmaßnahmen“.
Ein weiterer wesentlicher Streitpunkt ist die US-Seeblockade iranischer Schiffe und Häfen. US-Präsident Donald Trump will an der Blockade festhalten, bis es zu einer finalen Vereinbarung nach den Vorstellungen Washingtons kommt. Teheran besteht vor den Gesprächen bereits auf eine absehbare Aufhebung der Seeblockade seitens der USA.
Präsident Trump hatte eine zweiwöchige Waffenruhe mit Wirkung ab Mittwoch, dem 8. April, um Mitternacht (MESZ) bekannt gegeben. Diese würde am morgigen 22. April enden.
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