Vor knapp einer Woche wischte Herausforderer Péter Magyar die gesamte ehemalige Orbán-Opposition vom Feld. Übrig blieben nur die Abgeordneten der kleinen, rechtsextremen Partei „Mi Hazánk“ (Unsere Heimat). Doch mit dem Erdrutschsieg des bürgerlich-konservativen Kandidaten stellt sich auch die Frage: Existieren die ungarischen Linken noch? Und wenn ja: Wie geht es mit ihnen weiter?

Für die Antworten sollte man etwas ausholen und beim einstigen Erzfeind Orbáns, dem ehemaligen sozialdemokratischen Premier Ferenc Gyurcsány, beginnen. Der junge, dynamische Politiker übernahm 2004 durch geschickte Intrigen das Amt des Ministerpräsidenten und gewann 2006 überraschend gegen Orbáns Fidesz. Unter anderem, weil er bei einem Fernsehduell zwischen Spitzenkandidat Orbán einen Knockoutsieg errang. Seitdem hütete sich Orbán vor weiteren politischen Duellen im Fernsehen.

Oppositionsführer Ferenc Gyurcsány als Hassfigur

Gyurcsány machte nach der Wahl den Fehler, bei einer geschlossenen Parteiveranstaltung am Plattensee seine Genoss:innen mit einer Brandrede aufzurütteln. Wortwörtlich sagte er: „Wir haben die letzten zwei Jahre durchgelogen und vier Jahre lang nichts getan. Wir haben es verschissen, und zwar dicke.“ Wie die Aufnahme der Geheimrede an die Öffentlichkeit gelangte, weiß bis heute niemand.

Für Orbán, dessen Macht in Fidesz zuvor zu wanken begann, war das jedoch ein gefundenes Fressen. Er organisierte Massenproteste, bei denen die Polizei hart auftrat. Gyurcsány weigerte sich trotz des Skandals, der Polizeigewalt und der miserablen Wirtschaftslage, zurückzutreten. Und reichte seinem Widersacher so eine Zweidrittelmehrheit auf dem Silbertablett.

Mit dieser verfassungsändernden Mehrheit stellte Orbán bekanntlich das Wahlsystem derart um, dass ihn fortan nur ein großes Parteienbündnis ablösen konnte. 2014 gewann er erneut die Wahlen mit einer Zweidrittelmehrheit. Orbán erhielt so die erwünschte gespaltene Opposition. Dafür gesorgt hatte vor allem Ferenc Gyurcsány, der sich mit den Sozialdemokraten verkrachte und später seine eigene, moderat linke Partei DK, gründen sollte.

Diese wuchs dank der Unterstützung durch seine alte Stammwähler:innenschaft und durch das Abwerben von Politiker:innen aus den verbliebenen Oppositionsparteien zur maßgeblichen Oppositionspartei an. Für einen Großteil der Bevölkerung blieb Gyurcsány jedoch weiterhin als Hassfigur bestehen. Orbán musste also vor jeder Wahl nur damit drohen, dass mit der Opposition Gyurcsány wieder an die Macht käme.

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Nur noch auf dem Papier existent: Die ungarische Sozialdemokratie

Diese Pattsituation war letztlich sowohl für Orbán als auch für Gyurcsány eine angenehme und verhinderte sowohl 2018 als auch 2022 zuverlässig die Abwahl Orbáns. Seine Position als Widersacher war ihm wichtiger als die Zukunft des Landes, auch wenn er nur geringe Zustimmungswerte einfahren konnte.

Seine ehemalige Sozialdemokratische Partei existierte in den letzten Jahren wiederum quasi nur auf dem Papier. In den letzten Wahlen kamen ihre wenigen Abgeordneten nur über die gemeinsame Oppositionsliste ins Parlament; als eigenständige Partei standen sie bei Umfragen weit unter der Fünfprozenthürde.

In der Zwischenzeit entstanden weitere grün-linke Parteien, die sich jedoch damit zufriedengaben, alle vier Jahre die progressive Wählerschaft der Hauptstadt einzunehmen. Im Parlament schwangen sie harmlose Reden gegen Orbáns wiederkehrende politische Grenzüberschreitungen und legitimierten mit ihrer Anwesenheit das autoritäre System.

Besonders durchschaubar war die grüne Partei LMP. Deren Vorsitzender, Péter Ungár, ist Sohn der wichtigsten Beraterin Orbáns. Ungárs Familie ist die viertreichste des Landes, die auch während seiner Zeit als Oppositionspolitiker vom korrupten System Orbáns profitierte.

Zudem hielt sich Orbán wiederholt in den Villen der Familie auf und nutzte den Privatjet der Familie Ungárs für einen Flug nach Kroatien. Kaum überraschend, dass die Wähler:innenschaft Ungárs Widerstand gegen Orbán kaum ernst nahm.

Mit Korruption zu Gucci-Handtasche und Ferrari

Ein weiteres Beispiel ist der Oppositionspolitiker Ákos Hadházy. Statt im Parlament zu sitzen, wurde er quasi zum Investigativjournalisten: Er veröffentlichte regelmäßig Innen- und Luftaufnahmen vom schlossartigen Sitz der Orbán-Familie, in der der Premier laut Medienberichten auch mal seinen Amtsgeschäften nachging.

Hadházy postete zudem fleißig über die neuesten Ferraris und Gucci-Handtaschen der mittels Korruption reichgewordenen Elite – vor allem über die älteste Tochter Orbáns, Ráhel. Deren Ehemann István Tiborcz wurde über stark korruptionsverdächtige Staatsverträge innerhalb weniger Jahre zum Dollarmilliardär.

Mit seiner Aktivität trug Hadházy wesentlich zur Marie-Antoinette-Stimmung im inflationsgeplagten Land bei: Während die einfachen Menschen oft mit Gehältern von unter 1000 Euro auskommen mussten, und mit hohen Lebensmittelpreisen zu kämpfen hatten, während die Wirtschaft stagnierte, zündeten die allseits bekannten Korruptionsskandale plötzlich immer mehr.

Hadházy steckte in seinem Budapester Wahlkreis trotzdem eine Niederlage ein. Seitdem hat er sich aus der Politik zurückgezogen. Das tat auch Gyurcsány 2025: Er übergab seine Partei an seine Frau, die mit einem Prozent der Wählerstimmen krachend an der Fünfprozenthürde scheiterte und sich nun ebenfalls aus der Politik verabschiedete. Schwer vorstellbar, dass sich eine Partei von solch einem Ergebnis erholt.

Im Parteiprogramm Magyars: Die Reichensteuer

Wer nun linke und progressive Ideen vertreten wird, steht noch in den Sternen. Fest steht, dass ein nicht zu unterschätzender Teil von Magyars Wähler:innen Linke waren, für die er der einzig brauchbare Hammer war, um Orbáns System zu zerschlagen. Magyars Tisza ist zudem keine eindeutig rechtskonservative Partei. Im Parteiprogramm stehen unter anderem eine Reichensteuer und der Ausbau der Sozialleistungen.

Und obwohl Magyar selbst aus Fidesz-Kreisen kommt, von der rekordgroßen „Pride“ fernblieb und zu LGBTQ-Rechten vor der Wahl vage blieb, betonte er danach: Im neuen Ungarn dürfe man lieben, wen man wolle. Auch in der Tisza-Führung finden sich liberale und sogar linksorientierte Figuren. Vor allem Kriszta Bódis, eine anerkannte Sozialarbeiterin, Psychologin und Dokumentarfilmerin, die bei der Integration der ungarischen Roma-Minderheit Pionierarbeit leistete.

Eine gesunde Demokratie, die Magyar nach eigenen Worten anstrebt, braucht aber früher oder später auch grüne und linke Parteien. Magyar kündigte an, in seine Verfassungsreform auch die außerparlamentarische Opposition einzubinden. Einen Akteur gibt es, der mit seiner Bewegung ein potenzieller Kandidat für den Wiederaufbau der Linken sein könnte.

Der Journalist András Jámbor kam bei der letzten Wahl über seine Szikra-Bewegung (Funke) ins Parlament und trat mit seiner gnadenlos linken, menschennahen Politik in die Fußstapfen seines Vorbilds Bernie Sanders. Zur aktuellen Wahl trat er nicht an, um die politische Wende nicht zu gefährden. Er ist, wie Hadházy, aktiv in den sozialen Netzwerken und so ziemlich der einzige linke Politiker, der sich noch nicht vor seinen Wählern blamierte und nun weiterarbeitet.

Eine Abfuhr an die abgestandene Elite des Sozialismus

Bis zur nächsten Wahl in Ungarn keimt nun die Hoffnung, dass Magyar sein Versprechen einlöst und ein faires Wahlsystem einführt, in dem auch kleinere Parteien eine Chance haben. Denn eins ist sicher: Die alten Oppositionsparteien werden als mitschuldig empfunden an den immer wiederkehrenden Zweidrittelmehrheiten Orbáns und werden nun von kaum jemandem vermisst. Bei allen Fehlern Magyars: Bei dieser Wahl ist ihm ein doppelter Geniestreich gelungen.

Am 12. April schlug er nicht nur Orbán, sondern beendete auch die unfähige, linke Opposition in Ungarn, die im Kern immer noch auf die einstige sozialistische Staatspartei zurückging. Gyurcsány war in den 1980ern Funktionär in der kommunistischen Jugend und machte über seine Beziehungen zu den Genoss:innen, die ab 1994 ohne jegliche Aufarbeitung der Verbrechen des Sozialismus wieder an die Macht kamen, ein Millionenvermögen. Genau dieser abgestandenen Elite hat Ungarn nun eine Abfuhr erteilt – und damit die Tür für neue linke und grüne Parteien, wenn auch nur einen Spaltbreit, geöffnet.

Dávid Gajdos ist ungarischer Kulturjournalist und lebt in Wien

er junge, dynamische Politiker übernahm 2004 durch geschickte Intrigen das Amt des Ministerpräsidenten und gewann 2006 überraschend gegen Orbáns Fidesz. Unter anderem, weil er bei einem Fernsehduell zwischen Spitzenkandidat Orbán einen Knockoutsieg errang. Seitdem hütete sich Orbán vor weiteren politischen Duellen im Fernsehen.Oppositionsführer Ferenc Gyurcsány als Hassfigur Gyurcsány machte nach der Wahl den Fehler, bei einer geschlossenen Parteiveranstaltung am Plattensee seine Genoss:innen mit einer Brandrede aufzurütteln. Wortwörtlich sagte er: „Wir haben die letzten zwei Jahre durchgelogen und vier Jahre lang nichts getan. Wir haben es verschissen, und zwar dicke.“ Wie die Aufnahme der Geheimrede an die Öffentlichkeit gelangte, weiß bis heute niemand.Für Orbán, dessen Macht in Fidesz zuvor zu wanken begann, war das jedoch ein gefundenes Fressen. Er organisierte Massenproteste, bei denen die Polizei hart auftrat. Gyurcsány weigerte sich trotz des Skandals, der Polizeigewalt und der miserablen Wirtschaftslage, zurückzutreten. Und reichte seinem Widersacher so eine Zweidrittelmehrheit auf dem Silbertablett.Mit dieser verfassungsändernden Mehrheit stellte Orbán bekanntlich das Wahlsystem derart um, dass ihn fortan nur ein großes Parteienbündnis ablösen konnte. 2014 gewann er erneut die Wahlen mit einer Zweidrittelmehrheit. Orbán erhielt so die erwünschte gespaltene Opposition. Dafür gesorgt hatte vor allem Ferenc Gyurcsány, der sich mit den Sozialdemokraten verkrachte und später seine eigene, moderat linke Partei DK, gründen sollte. Diese wuchs dank der Unterstützung durch seine alte Stammwähler:innenschaft und durch das Abwerben von Politiker:innen aus den verbliebenen Oppositionsparteien zur maßgeblichen Oppositionspartei an. Für einen Großteil der Bevölkerung blieb Gyurcsány jedoch weiterhin als Hassfigur bestehen. Orbán musste also vor jeder Wahl nur damit drohen, dass mit der Opposition Gyurcsány wieder an die Macht käme.Placeholder image-1Nur noch auf dem Papier existent: Die ungarische SozialdemokratieDiese Pattsituation war letztlich sowohl für Orbán als auch für Gyurcsány eine angenehme und verhinderte sowohl 2018 als auch 2022 zuverlässig die Abwahl Orbáns. Seine Position als Widersacher war ihm wichtiger als die Zukunft des Landes, auch wenn er nur geringe Zustimmungswerte einfahren konnte. Seine ehemalige Sozialdemokratische Partei existierte in den letzten Jahren wiederum quasi nur auf dem Papier. In den letzten Wahlen kamen ihre wenigen Abgeordneten nur über die gemeinsame Oppositionsliste ins Parlament; als eigenständige Partei standen sie bei Umfragen weit unter der Fünfprozenthürde.In der Zwischenzeit entstanden weitere grün-linke Parteien, die sich jedoch damit zufriedengaben, alle vier Jahre die progressive Wählerschaft der Hauptstadt einzunehmen. Im Parlament schwangen sie harmlose Reden gegen Orbáns wiederkehrende politische Grenzüberschreitungen und legitimierten mit ihrer Anwesenheit das autoritäre System.Besonders durchschaubar war die grüne Partei LMP. Deren Vorsitzender, Péter Ungár, ist Sohn der wichtigsten Beraterin Orbáns. Ungárs Familie ist die viertreichste des Landes, die auch während seiner Zeit als Oppositionspolitiker vom korrupten System Orbáns profitierte. Zudem hielt sich Orbán wiederholt in den Villen der Familie auf und nutzte den Privatjet der Familie Ungárs für einen Flug nach Kroatien. Kaum überraschend, dass die Wähler:innenschaft Ungárs Widerstand gegen Orbán kaum ernst nahm.Mit Korruption zu Gucci-Handtasche und FerrariEin weiteres Beispiel ist der Oppositionspolitiker Ákos Hadházy. Statt im Parlament zu sitzen, wurde er quasi zum Investigativjournalisten: Er veröffentlichte regelmäßig Innen- und Luftaufnahmen vom schlossartigen Sitz der Orbán-Familie, in der der Premier laut Medienberichten auch mal seinen Amtsgeschäften nachging.Hadházy postete zudem fleißig über die neuesten Ferraris und Gucci-Handtaschen der mittels Korruption reichgewordenen Elite – vor allem über die älteste Tochter Orbáns, Ráhel. Deren Ehemann István Tiborcz wurde über stark korruptionsverdächtige Staatsverträge innerhalb weniger Jahre zum Dollarmilliardär.Mit seiner Aktivität trug Hadházy wesentlich zur Marie-Antoinette-Stimmung im inflationsgeplagten Land bei: Während die einfachen Menschen oft mit Gehältern von unter 1000 Euro auskommen mussten, und mit hohen Lebensmittelpreisen zu kämpfen hatten, während die Wirtschaft stagnierte, zündeten die allseits bekannten Korruptionsskandale plötzlich immer mehr.Hadházy steckte in seinem Budapester Wahlkreis trotzdem eine Niederlage ein. Seitdem hat er sich aus der Politik zurückgezogen. Das tat auch Gyurcsány 2025: Er übergab seine Partei an seine Frau, die mit einem Prozent der Wählerstimmen krachend an der Fünfprozenthürde scheiterte und sich nun ebenfalls aus der Politik verabschiedete. Schwer vorstellbar, dass sich eine Partei von solch einem Ergebnis erholt. Im Parteiprogramm Magyars: Die ReichensteuerWer nun linke und progressive Ideen vertreten wird, steht noch in den Sternen. Fest steht, dass ein nicht zu unterschätzender Teil von Magyars Wähler:innen Linke waren, für die er der einzig brauchbare Hammer war, um Orbáns System zu zerschlagen. Magyars Tisza ist zudem keine eindeutig rechtskonservative Partei. Im Parteiprogramm stehen unter anderem eine Reichensteuer und der Ausbau der Sozialleistungen.Und obwohl Magyar selbst aus Fidesz-Kreisen kommt, von der rekordgroßen „Pride“ fernblieb und zu LGBTQ-Rechten vor der Wahl vage blieb, betonte er danach: Im neuen Ungarn dürfe man lieben, wen man wolle. Auch in der Tisza-Führung finden sich liberale und sogar linksorientierte Figuren. Vor allem Kriszta Bódis, eine anerkannte Sozialarbeiterin, Psychologin und Dokumentarfilmerin, die bei der Integration der ungarischen Roma-Minderheit Pionierarbeit leistete.Eine gesunde Demokratie, die Magyar nach eigenen Worten anstrebt, braucht aber früher oder später auch grüne und linke Parteien. Magyar kündigte an, in seine Verfassungsreform auch die außerparlamentarische Opposition einzubinden. Einen Akteur gibt es, der mit seiner Bewegung ein potenzieller Kandidat für den Wiederaufbau der Linken sein könnte.Der Journalist András Jámbor kam bei der letzten Wahl über seine Szikra-Bewegung (Funke) ins Parlament und trat mit seiner gnadenlos linken, menschennahen Politik in die Fußstapfen seines Vorbilds Bernie Sanders. Zur aktuellen Wahl trat er nicht an, um die politische Wende nicht zu gefährden. Er ist, wie Hadházy, aktiv in den sozialen Netzwerken und so ziemlich der einzige linke Politiker, der sich noch nicht vor seinen Wählern blamierte und nun weiterarbeitet.Eine Abfuhr an die abgestandene Elite des SozialismusBis zur nächsten Wahl in Ungarn keimt nun die Hoffnung, dass Magyar sein Versprechen einlöst und ein faires Wahlsystem einführt, in dem auch kleinere Parteien eine Chance haben. Denn eins ist sicher: Die alten Oppositionsparteien werden als mitschuldig empfunden an den immer wiederkehrenden Zweidrittelmehrheiten Orbáns und werden nun von kaum jemandem vermisst. Bei allen Fehlern Magyars: Bei dieser Wahl ist ihm ein doppelter Geniestreich gelungen.Am 12. April schlug er nicht nur Orbán, sondern beendete auch die unfähige, linke Opposition in Ungarn, die im Kern immer noch auf die einstige sozialistische Staatspartei zurückging. Gyurcsány war in den 1980ern Funktionär in der kommunistischen Jugend und machte über seine Beziehungen zu den Genoss:innen, die ab 1994 ohne jegliche Aufarbeitung der Verbrechen des Sozialismus wieder an die Macht kamen, ein Millionenvermögen. Genau dieser abgestandenen Elite hat Ungarn nun eine Abfuhr erteilt – und damit die Tür für neue linke und grüne Parteien, wenn auch nur einen Spaltbreit, geöffnet.



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