Im Iran sind zwei Ausländer wegen des Imports von Komponenten für das Satelliten-Netzwerk Starlink festgenommen worden.
Den beiden Verdächtigen werde die „Einfuhr von Ausrüstung für Satelliten-Internet“ vorgeworfen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim am Sonntag, 19. April, unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft.
Sie wurden demnach in der Stadt Dscholfa im Nordwesten des Iran festgenommen. Sie seien Teil eines Netzwerks, dem „die Zusammenarbeit im Geheimdienstbereich mit Gruppen mit Verbindungen in die USA und nach Israel“ zur Last gelegt werde.
Den Angaben zufolge wurden in Zusammenhang mit dem Fall auch zwei Iraner festgenommen. Einer von ihnen soll demnach versucht haben, „Informationen an feindliche Satellitennetzwerke weiterzugeben“, der andere sei werden Geheimdienstaktivitäten im Visier der Ermittler.
Internet stark eingeschränkt
Die Menschen im Iran sind seit Beginn des Kriegs mit den USA und Israel Ende Februar weitgehend vom weltweiten Internet abgeschnitten.
Einige Iraner greifen daher auf Starlink-Terminals des US-Unternehmens SpaceX zurück. Die Nutzung dieser Technologie ist im Iran aber verboten ist und wird mit Gefängnisstrafen geahndet. (afp/red)