Berliner Grüne fordern Stilllegung des Gasnetzes

Unser Wahlprogramm für 2026″ lautete die schriftliche Androhung der Berliner Grünen vor dem am letzten Wochenende durchgeführten Parteitag im Problembezirk Neukölln. Die Wahl zum 20. Abgeordnetenhaus von Berlin findet voraussichtlich am 20. September 2026 statt. 

Der rbb berichtet zum Grünen-Treffen, dass der Spitzenkandidat Werner Graf den amtierenden Senat sowie Bürgermeister Wegner wenig überraschend „attackierte“. RT DE titelte nach der Nominierung von Graf im Juli 2025:

„Berlin: Schwul, woke und pro Asyl – Grüne präsentieren Klischee-Kandidaten zur Bürgermeisterwahl“

Die Co-Spitzenkandidatin Bettina Jarasch erklärte aufrichtig vorwarnend:

„Wir Grünen werden nicht fehlerfrei sein, aber wir werden die Berlinerinnen und Berliner nicht belügen.“

Dies auch – mutmaßend – bezogen auf die Absichten und Pläne des anvisierten Wahlprogramms (?). Die hauptstädtische Realität lautet, dass „rund 80 Prozent der Berliner Wohnungen direkt mit Gas oder über Fernwärme beheizt werden, die ebenfalls mit Gas erzeugt wird“, so die Bild-Redaktion erinnernd.

Dazu heißt es im Wahlprogramm der Berliner Grünen wörtlich zum Thema „Wärmewende“ in „Kapitel 1: Berlin bleibt lebenswert„:

„Mit verbindlichen Zielen und klaren Zuständigkeiten machen wir Klimaschutz zur zentralen Aufgabe und bringen Berlin zurück auf den Weg zur Klimaneutralität bis 2040. Dafür werden wir Grüne das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm wieder mit Leben füllen und unter Einbeziehung der Empfehlungen des Klimabürger*innenrates zügig verabschieden.

Entscheidend für das Erreichen der Klimaziele ist neben der Verkehrs- eine erfolgreiche Wärmewende – sie ist das Fundament und zugleich eine der größten ökosozialen und ökonomischen Zukunftsaufgaben unserer Stadt.

Nur mit konsequenter Dekarbonisierung des Fernwärmenetzes, der Stromversorgung und der perspektivisch geplanten Stilllegung des Gasnetzes sowie einer sozial gerechten Energiepolitik bleibt Wärme bezahlbar und Berlin zukunftsfähig.“

Zur fraglichen Umsetzung lauten die Zauberwörter „Großwärmepumpen, Tiefengeothermie und Abwärmenutzung“. 

Weitere Wahrnehmungen des Spitzenkandidaten Werner Graf lauteten auf dem Parteitag phrasierend, dabei frei von Ironie und mit zu befürchtender Ernsthaftigkeit:

„Wir treten an, um die Politik in dieser Stadt zu ändern, damit Berlin weiter eine freie, offene, spannende und weltweit attraktive Stadt bleibt. Berlin soll wieder Vorreiter werden und seine Einzigartigkeit behalten. Die Stadt steht vor großen Herausforderungen. Deswegen legen wir ein Wahlprogramm vor, das genau darauf Antworten gibt.“

Seine Co-Mitstreiterin Jarasch kündigte laut rbb zudem an, dass die Partei nur mit Versprechungen in den Wahlkampf ziehen werde, „die sie auch einlösen können – ’nicht belehrend, nicht ideologisch, aber selbstbewusst und klar‘, so Jarasch“.



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