Die Warnung kommt aus dem Innersten des globalen Rohstoffhandels – und sie ist ungewöhnlich klar. In einem aktuellen Bericht der Anadolu Agency erklärt der Generalsekretär des Schweizer Rohstoffhandelsverbands Suissenegoce, das Risiko einer Treibstoffknappheit sei „sehr hoch“.

Das ist kein politischer Alarmruf, sondern eine Einschätzung aus der Praxis des internationalen Handels.

Auslöser ist die angespannte Lage auf den globalen Energiemärkten. Besonders die Entwicklungen rund um die Straße von Hormus setzen die Lieferketten zunehmend unter Druck – eine zentrale Route für einen erheblichen Teil des weltweiten Öl- und Gastransports.

Für die Schweiz ergibt sich daraus eine besondere Verwundbarkeit: Das Land ist stark von Importen abhängig, verfügt nur über begrenzte eigene Raffineriekapazitäten und lagert Teile seiner Energieversorgung im Ausland.

Das System funktioniert – solange die globalen Märkte stabil bleiben. Doch genau diese Stabilität gerät derzeit ins Wanken.

Ein Engpass bei Energie hätte weitreichende Folgen: steigende Preise, Belastung für Industrie und Versorgung sowie zunehmender Druck auf die gesamte Wirtschaft.

Die Einschätzung „sehr hohes Risiko“ ist daher weniger eine Warnung vor einem unmittelbaren Kollaps – als vielmehr ein Hinweis darauf, wie schnell sich die Lage zuspitzen kann, wenn internationale Lieferketten unter Druck geraten.



Source link

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert