Jugendliche brauchen Orte, wo sie gemeinsam abhängen können, ohne Geld auszugeben. Davon gibt es nicht nur in Deutschland immer weniger. Die britische Regierung investiert deshalb im großen Stil in neue Jugendzentren. Wie sieht es dort aus?


Wichtig für den Zusammenhalt: Neue Jugendzentren in Großbritannien zeigen, wie wichtig Gemeinschaftsorte für junge Menschen sind

Foto: Alamy, Unsplash


Im nordenglischen Preston ist bahnbrechende Architektur nichts Neues. Prestons Busbahnhof, 1969 als damals größter Europas eröffnet, ist ein Meisterwerk des Brutalismus. Direkt gegenüber hat im April ein öffentliches Gebäude eröffnet, das den Alltag in der Kommune ebenso stark verändern soll: ein neues Jugendzentrum.

Allein zwischen 2010 und 2024 schlossen mehr als 1.000 Jugendzentren in Großbritannien. Nun hat die britische Regierung ein Programm mit dem Titel „Youth Matters“ gestartet. Es ist das erste nationale Jugendprogramm seit 15 Jahren, 500 Millionen Pfund sollen in den kommenden zehn Jahren in die Jugendarbeit investiert werden. Schwerpunkt ist der Bau von 50 sogenannten Young-Futures-Zentren (YF Hubs) mit acht Pilotprojekten.

Die Erwartungen an sie sind groß: Jugendliche sollen dort psychologische Unterstützung erhalten und berufsvorbereitende Skills erwerben, zugleich sollen die Zentren Raum für Sport und künstlerische Aktivitäten bietet und obendrein ein digitaler und physischer Safe Space sein, in dem junge Menschen sich aufgehoben fühlen. Was zu der Frage führt: Wie kann so ein Ort aussehen?

Das Jugendzentrum Vault zitiert die Architekturikone Haçienda in Manchester

Für John Puttick, den Architekten des Jugendzentrums in Preston, muss er so gestaltet sein, dass die Jugendlichen stolz darauf sind. Puttick hat landesweit kommunale Gebäude entworfen, er arbeitet mit der Organisation OnSide zusammen, die in wirtschaftlich geschwächten Regionen Jugendzentren bauen lässt. In Preston sei es ihnen wichtig gewesen, mit dem „Vault“, wie das Gebäude genannt wird, in der Stadtgesellschaft Präsenz zu zeigen. Viel Zeit floss in Überlegungen, wie es spielerisch und einladend und zugleich wegweisend aussehen könnte.

Außen zitiert das Gebäude die ikonische Bushaltestelle mit gelben und schwarzen Säulen, die eine gefaltete Betonfassade stützen. Innen wirkt es schwindelerregend ambitioniert. Ein offener, zweigeschossiger Hauptraum wartet mit einem Café und einem Spielbereich auf, von wo aus man freie Sicht auf ein Fußballfeld, eine Küche, Proberäume, eine Kletterwand und eine Sporthalle hat.

Falls manche Eltern und Großeltern, die ihre Kinder hier absetzen, beim Anblick der Farben, Säulen und diagonal gestreiften Raumteiler einen Anflug von Nostalgie verspüren, ist auch das kein Zufall: Das Farbschema wurde von Ben Kelly geschafften, dem Designer des legendären Clubs Haçienda in Manchester. Aber auch eine jüngere Generation in Preston ist mit Kelly vertraut, dank dem Faible des 2021 verstorbenen Modedesigners Virgil Abloh für das Plattenlabel Factory Records, das mit New Order hinter Haçienda stand.

Emma Warren, die Autorin des Buchs Up the Youth Club (2025), einer Geschichte der Jugendarbeit in Großbritannien, sagt, es habe historisch immer wieder Phasen gegeben, in denen jungen Menschen wirklich schöne Gebäude zur Verfügung gestellt wurden. Das philanthropische Bestreben, jungen Menschen zu helfen, lässt sich in Großbritannien mehrere Jahrhunderte zurückverfolgen. Das Fundament für ein modernes Verständnis von Jugendarbeit legte 1960 der sogenannte Albemarle-Bericht des damaligen Bildungsministers. Er führte dazu, dass zwischen 1960 und 1968 300 Jugendzentren gebaut wurden.

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Um zu verstehen, wie sie den Alltag verändert haben, empfiehlt Warren einen wunderbaren Kurzfilm über das Grove-Park-Jugendzentrum in Lewisham. Gebaut wurde es von einem kommunalen Architektenteam unter der Leitung von Sir Hubert Bennett, der unter anderem auch das brutalistische Gebäude der Hayward Gallery in London verantwortete.

Seither hat sich vieles verändert. Jüngsten Studien zufolge verbringt die Hälfte der Jugendlichen einen Großteil ihrer Freizeit in ihrem Zimmer, sagt Warren. „Es heißt immer noch, Jugendarbeiter sollten die Kids von der Straße holen, dabei geht es inzwischen darum, die Kids aus ihrem Zimmer zu bekommen“, sagt sie. „Eltern müssen verstehen, dass es wirklich gefährlich ist, Kinder von Gleichaltrigen zu isolieren.“

Für Kinder sind Räume außerhalb der eigenen vier Wände, die Sicherheit und Freiheit bieten, entscheidend, damit sie Beziehungen eingehen und wachsen können. Wenn Orte dafür geschaffen werden, zeigt das die Wertschätzung einer Kommune

Larry Botchway, Gründungsdirektorin POoR Collective

Larry Botchway gehört zu den Gründungsdirektoren von POoR Collective, einem kooperativen Designbüro, das sich auf Architektur und Bildung für junge Menschen spezialisiert hat. Er sagt: „Für Kinder sind Räume außerhalb der eigenen vier Wände, die Sicherheit und Freiheit bieten, entscheidend, damit sie Beziehungen eingehen und wachsen können. Wenn besondere Orte dafür geschaffen werden, zeigt das die Wertschätzung einer Kommune für Jugendliche. Und dass sie diese nicht als Problem betrachtet, das verwaltet werden muss.“

Leuchtturmprojekte wie das Vault in Preston haben Signalwirkung, aber nicht jede Gemeinde kann das Geld oder den Platz für spektakuläre Gebäude aufbringen. Was nicht immer von Nachteil sein muss, wie der Londoner Stadtteil Tower Hamlets zeigt, der für eines der Pilotprojekte des neuen Jugendprogramms ausgewählt wurde.

In Tower Hamlets soll in jedem Unterbezirk ein Jugendzentrum eröffnen

Tower Hamlets ist der Stadtteil mit der jüngsten Bevölkerung landesweit, jedes zweite Kind wächst hier in einer Familie mit geringem Einkommen auf. Die Kommune arbeitet seit zwei Jahren daran, in jedem Unterbezirk ein Jugendzentrum zu eröffnen. Nachdem sie feststellte, dass die zu 70 Prozent von Jungen besucht werden, wurde im Januar ein Jugendzentrum nur für Mädchen eröffnet.

Das Mädchenzentrum ist einfach gestaltet – ein paar Räume in einem modernen Gemeindezentrum in einer Fußgängerzone –, aber die Mädchen treffen hier alle Entscheidungen selbst. Sie entschieden anhand einer Umfrage, welche Möbel angeschafft, welche Aktivitäten angeboten werden und über den Namen. Zur Eröffnung im Januar war das Zentrum in den Pastellfarben gestrichen, auf die sich die Mädchen geeinigt hatten, und den Spielebereich schmückte eine Lichterkette.

Bezirksbürgermeister Lutfur Rahman brachte zur Eröffnung eine riesige Torte mit dem Logo von Young Tower Hamlets. Es sei das einzige Mal, sagte er, dass er diese Räume betreten darf.

Die 14-jährige Amaira Katyal ist stellvertretende Jugendbürgermeisterin von Tower Hamlets. Sie hat die Umfrage durchgeführt und spricht von einer Art Déjà-vu, als sie das Zentrum betritt. „Vergangenen Juni habe ich das Formular ausgefüllt, jetzt ist es Realität geworden. Orte für junge Frauen wurden lange vernachlässigt, es fühlt sich so gut an, dass sie hier jetzt unter sich sein können.“

Design allein löst die Probleme nicht

In Studien und der Debatte geht es oft um Safe Spaces. „Was ein Safe Space ist, hat aber sehr unterschiedliche Bedeutungen für unterschiedliche Menschen“, sagt Warren. „In meinem Buch verweise ich auf die London Gay Teenage Group aus den 1970ern. Es waren ziemlich wilde Punks, mit denen diese Teenager abhingen und von denen sie sich beschützt fühlten; für sie fühlte sich das sicher an. Erwachsene und zum Teil auch die Leute in den Institutionen verwechseln ‚Sicherheit geben‘ oft mit ‚sichern‘. Auch das hat seine Funktion, aber sie stößt an Grenzen. Ich gehe davon aus, dass Sicherheit dort entsteht, wo man unterstützt wird, wo man weniger Ängste spürt, wo man vielleicht sogar Quatsch machen kann.“

Caspar Rodgers ist der Chef von alma-nac, dem Architektenbüro hinter 68 Erith Hub, einem neuen Gemeindezentrum in Greater London. Rodgers befürchtet, dass die Regierung von ihrem Programm ganz bestimmte Ergebnisse erwartet. „Design kann bewirken, dass Jugendzentren besser angenommen werden, aber das allein löst keine Probleme. Die YF Hubs haben großes Potenzial, aber ich hoffe, die Gestaltung wird darauf ausgerichtet sein, dass tolle Orte für Jugendliche entstehen, an denen sie einfach Zeit zusammen verbringen möchten, und nicht primär auf die Agenda der Kriminalitätsbekämpfung und Sozialarbeit.“

Von den Personen in diesem Text haben vier in ihrer Kindheit selbst Jugendzentren besucht. Diese Erfahrung macht etwas aus, sagt Warren. „Ich vermute, viele Leute, die in Politik und Verwaltung etwas zu sagen haben, waren früher nicht dort, weil ihre Eltern ihnen Freizeitaktivitäten finanzierten. Sie haben das Gefühl der Zugehörigkeit dort nicht erlebt – und auch nicht den Humor.“

Bezirksbürgermeister Rahman ist einer, der den Humor versteht. In seiner kurzen Rede vor der Schlüsselübergabe an die jungen Frauen in Tower Hamlets erzählte er von seiner eigenen Erfahrung: „Ich wuchs in einer engen Wohnung auf, ohne einen Raum, in dem ich meine Hausaufgaben machen konnte. Also ging ich ins Jugendzentrum. Das half mir so sehr – ich lernte hart, aber gleichzeitig hing ich mit meinen Freunden ab und konnte dort spielen.“ Und mit einem anerkennenden Blick auf den riesigen Kuchen: „So eine Torte hatten wir allerdings nie.“

Alice Fisher ist Autorin des Guardian

Programm mit dem Titel „Youth Matters“ gestartet. Es ist das erste nationale Jugendprogramm seit 15 Jahren, 500 Millionen Pfund sollen in den kommenden zehn Jahren in die Jugendarbeit investiert werden. Schwerpunkt ist der Bau von 50 sogenannten Young-Futures-Zentren (YF Hubs) mit acht Pilotprojekten.Die Erwartungen an sie sind groß: Jugendliche sollen dort psychologische Unterstützung erhalten und berufsvorbereitende Skills erwerben, zugleich sollen die Zentren Raum für Sport und künstlerische Aktivitäten bietet und obendrein ein digitaler und physischer Safe Space sein, in dem junge Menschen sich aufgehoben fühlen. Was zu der Frage führt: Wie kann so ein Ort aussehen?Das Jugendzentrum Vault zitiert die Architekturikone Haçienda in ManchesterFür John Puttick, den Architekten des Jugendzentrums in Preston, muss er so gestaltet sein, dass die Jugendlichen stolz darauf sind. Puttick hat landesweit kommunale Gebäude entworfen, er arbeitet mit der Organisation OnSide zusammen, die in wirtschaftlich geschwächten Regionen Jugendzentren bauen lässt. In Preston sei es ihnen wichtig gewesen, mit dem „Vault“, wie das Gebäude genannt wird, in der Stadtgesellschaft Präsenz zu zeigen. Viel Zeit floss in Überlegungen, wie es spielerisch und einladend und zugleich wegweisend aussehen könnte.Außen zitiert das Gebäude die ikonische Bushaltestelle mit gelben und schwarzen Säulen, die eine gefaltete Betonfassade stützen. Innen wirkt es schwindelerregend ambitioniert. Ein offener, zweigeschossiger Hauptraum wartet mit einem Café und einem Spielbereich auf, von wo aus man freie Sicht auf ein Fußballfeld, eine Küche, Proberäume, eine Kletterwand und eine Sporthalle hat.Falls manche Eltern und Großeltern, die ihre Kinder hier absetzen, beim Anblick der Farben, Säulen und diagonal gestreiften Raumteiler einen Anflug von Nostalgie verspüren, ist auch das kein Zufall: Das Farbschema wurde von Ben Kelly geschafften, dem Designer des legendären Clubs Haçienda in Manchester. Aber auch eine jüngere Generation in Preston ist mit Kelly vertraut, dank dem Faible des 2021 verstorbenen Modedesigners Virgil Abloh für das Plattenlabel Factory Records, das mit New Order hinter Haçienda stand.Emma Warren, die Autorin des Buchs Up the Youth Club (2025), einer Geschichte der Jugendarbeit in Großbritannien, sagt, es habe historisch immer wieder Phasen gegeben, in denen jungen Menschen wirklich schöne Gebäude zur Verfügung gestellt wurden. Das philanthropische Bestreben, jungen Menschen zu helfen, lässt sich in Großbritannien mehrere Jahrhunderte zurückverfolgen. Das Fundament für ein modernes Verständnis von Jugendarbeit legte 1960 der sogenannte Albemarle-Bericht des damaligen Bildungsministers. Er führte dazu, dass zwischen 1960 und 1968 300 Jugendzentren gebaut wurden.Placeholder image-1Um zu verstehen, wie sie den Alltag verändert haben, empfiehlt Warren einen wunderbaren Kurzfilm über das Grove-Park-Jugendzentrum in Lewisham. Gebaut wurde es von einem kommunalen Architektenteam unter der Leitung von Sir Hubert Bennett, der unter anderem auch das brutalistische Gebäude der Hayward Gallery in London verantwortete.Seither hat sich vieles verändert. Jüngsten Studien zufolge verbringt die Hälfte der Jugendlichen einen Großteil ihrer Freizeit in ihrem Zimmer, sagt Warren. „Es heißt immer noch, Jugendarbeiter sollten die Kids von der Straße holen, dabei geht es inzwischen darum, die Kids aus ihrem Zimmer zu bekommen“, sagt sie. „Eltern müssen verstehen, dass es wirklich gefährlich ist, Kinder von Gleichaltrigen zu isolieren.“Für Kinder sind Räume außerhalb der eigenen vier Wände, die Sicherheit und Freiheit bieten, entscheidend, damit sie Beziehungen eingehen und wachsen können. Wenn Orte dafür geschaffen werden, zeigt das die Wertschätzung einer KommuneLarry Botchway, Gründungsdirektorin POoR CollectiveLarry Botchway gehört zu den Gründungsdirektoren von POoR Collective, einem kooperativen Designbüro, das sich auf Architektur und Bildung für junge Menschen spezialisiert hat. Er sagt: „Für Kinder sind Räume außerhalb der eigenen vier Wände, die Sicherheit und Freiheit bieten, entscheidend, damit sie Beziehungen eingehen und wachsen können. Wenn besondere Orte dafür geschaffen werden, zeigt das die Wertschätzung einer Kommune für Jugendliche. Und dass sie diese nicht als Problem betrachtet, das verwaltet werden muss.“Leuchtturmprojekte wie das Vault in Preston haben Signalwirkung, aber nicht jede Gemeinde kann das Geld oder den Platz für spektakuläre Gebäude aufbringen. Was nicht immer von Nachteil sein muss, wie der Londoner Stadtteil Tower Hamlets zeigt, der für eines der Pilotprojekte des neuen Jugendprogramms ausgewählt wurde.In Tower Hamlets soll in jedem Unterbezirk ein Jugendzentrum eröffnenTower Hamlets ist der Stadtteil mit der jüngsten Bevölkerung landesweit, jedes zweite Kind wächst hier in einer Familie mit geringem Einkommen auf. Die Kommune arbeitet seit zwei Jahren daran, in jedem Unterbezirk ein Jugendzentrum zu eröffnen. Nachdem sie feststellte, dass die zu 70 Prozent von Jungen besucht werden, wurde im Januar ein Jugendzentrum nur für Mädchen eröffnet.Das Mädchenzentrum ist einfach gestaltet – ein paar Räume in einem modernen Gemeindezentrum in einer Fußgängerzone –, aber die Mädchen treffen hier alle Entscheidungen selbst. Sie entschieden anhand einer Umfrage, welche Möbel angeschafft, welche Aktivitäten angeboten werden und über den Namen. Zur Eröffnung im Januar war das Zentrum in den Pastellfarben gestrichen, auf die sich die Mädchen geeinigt hatten, und den Spielebereich schmückte eine Lichterkette.Bezirksbürgermeister Lutfur Rahman brachte zur Eröffnung eine riesige Torte mit dem Logo von Young Tower Hamlets. Es sei das einzige Mal, sagte er, dass er diese Räume betreten darf.Die 14-jährige Amaira Katyal ist stellvertretende Jugendbürgermeisterin von Tower Hamlets. Sie hat die Umfrage durchgeführt und spricht von einer Art Déjà-vu, als sie das Zentrum betritt. „Vergangenen Juni habe ich das Formular ausgefüllt, jetzt ist es Realität geworden. Orte für junge Frauen wurden lange vernachlässigt, es fühlt sich so gut an, dass sie hier jetzt unter sich sein können.“Design allein löst die Probleme nichtIn Studien und der Debatte geht es oft um Safe Spaces. „Was ein Safe Space ist, hat aber sehr unterschiedliche Bedeutungen für unterschiedliche Menschen“, sagt Warren. „In meinem Buch verweise ich auf die London Gay Teenage Group aus den 1970ern. Es waren ziemlich wilde Punks, mit denen diese Teenager abhingen und von denen sie sich beschützt fühlten; für sie fühlte sich das sicher an. Erwachsene und zum Teil auch die Leute in den Institutionen verwechseln ‚Sicherheit geben‘ oft mit ‚sichern‘. Auch das hat seine Funktion, aber sie stößt an Grenzen. Ich gehe davon aus, dass Sicherheit dort entsteht, wo man unterstützt wird, wo man weniger Ängste spürt, wo man vielleicht sogar Quatsch machen kann.“Caspar Rodgers ist der Chef von alma-nac, dem Architektenbüro hinter 68 Erith Hub, einem neuen Gemeindezentrum in Greater London. Rodgers befürchtet, dass die Regierung von ihrem Programm ganz bestimmte Ergebnisse erwartet. „Design kann bewirken, dass Jugendzentren besser angenommen werden, aber das allein löst keine Probleme. Die YF Hubs haben großes Potenzial, aber ich hoffe, die Gestaltung wird darauf ausgerichtet sein, dass tolle Orte für Jugendliche entstehen, an denen sie einfach Zeit zusammen verbringen möchten, und nicht primär auf die Agenda der Kriminalitätsbekämpfung und Sozialarbeit.“Von den Personen in diesem Text haben vier in ihrer Kindheit selbst Jugendzentren besucht. Diese Erfahrung macht etwas aus, sagt Warren. „Ich vermute, viele Leute, die in Politik und Verwaltung etwas zu sagen haben, waren früher nicht dort, weil ihre Eltern ihnen Freizeitaktivitäten finanzierten. Sie haben das Gefühl der Zugehörigkeit dort nicht erlebt – und auch nicht den Humor.“Bezirksbürgermeister Rahman ist einer, der den Humor versteht. In seiner kurzen Rede vor der Schlüsselübergabe an die jungen Frauen in Tower Hamlets erzählte er von seiner eigenen Erfahrung: „Ich wuchs in einer engen Wohnung auf, ohne einen Raum, in dem ich meine Hausaufgaben machen konnte. Also ging ich ins Jugendzentrum. Das half mir so sehr – ich lernte hart, aber gleichzeitig hing ich mit meinen Freunden ab und konnte dort spielen.“ Und mit einem anerkennenden Blick auf den riesigen Kuchen: „So eine Torte hatten wir allerdings nie.“



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