Meinungsforschung, ohnehin eine Art Travestie auf Sozialforschung, ist immer mehr zum Instrument verkommen, mit dem Zustimmung „der Bevölkerung“ inszeniert wird und das genutzt wird, um einem politischen System, das bei vielen längst nicht mehr mit dem vereinbar ist, was sie sich unter „Demokratie“ vorstellen, Legitimation zu verschaffen.

Die Heuchelei, die sich hinter dem Begriff „Repräsentativität“ verbirgt, ist nur ein Thema, das in diesen Kontext gehört, und es ist nicht das Thema, mit dem wir uns in diesem Post befassen. Wer sich für den Hoax interessiert, der „Repräsentativität“ ist, kann hier nachlesen. Es geht uns auch nicht um „Gewichtung“, jenes Mittel im Giftschrank der Meinungsforscher, von dem sie behaupten, dass es aus Junk-Daten, gute Daten zu machen imstande ist. Auch über diesen Mythos haben wir ausführlich geschrieben.

Nein, unser Thema ist der Bias, der in den meisten Umfragen vorhanden ist, in gewisser Weise vorhanden sein muss, weil Fragen nicht im luftleeren Raum gestellt werden können. So fragt Infratest Dimap danach, wie „zufrieden man mit der Arbeit von z.B. Friedrich Merz ist, die Forschungsgruppe Wahlen macht es besser und fragt „Was halten Sie von …„. Der Bias bei Infratest Dimap geht von „zufrieden“ aus, setzt den Stimulus im positiven Bereich. Macht also Zufriedenheit wahrscheinlicher als Unzufriedenheit – fragte man: wie UNZUFRIEDEN man mit der Arbeit von … ist, die Antwortverteilung wäre eine andere, nicht einfach invers. Die Forschungsgruppe Wahlen macht es – wie so oft – etwas besser und fragt nach „Haltung“, die im nächsten Schritt jedoch als „Sympathie“ augegeben wird,

„Bitte sagen Sie mir wieder mit dem Thermometer von plus 5 bis minus 5, was Sie von einigen führenden Politikern … halten. ‘Plus 5’ bedeutet, dass Sie sehr viel von dem Politiker halten, ‘Minus 5’ bedeutet, dass Sie überhaupt nichts von ihm halten. Wenn Ihnen einer der Politiker unbekannt ist, brauchen Sie ihn natürlich nicht einzustufen. Was halten Sie von …?“

Quelle: Forschungsgruppe Wahlen

Schon die Qualifikation der Gestalten, die eingestuft werden sollen, als „führende Politiker“ setzt den Bias im positiven Bereich, hat einmal mehr einen positiven Effekt auf die Antworten (Affirmation Bias).

Die genannten Probleme wären zu beheben, wenn man sich bei den Meinungsforschungsinstituten trauen würde, seinen Klienten die Wahrheit darüber, wie sie von Bürgern eingeschätzt werden, zu sagen. Das setzt jedoch KONKRETE Fragen zu KONKRETEN Einstellungen gegenüber KONKRETEN Politikern voraus.

Respekt ist eine konkrete Einstellung.
Respekt ist nichts, was vom Himmel fällt.
Man muss sich Respekt erarbeiten.
Respekt ist somit ein gutes Maß dafür, ob Befragte denjenigen, der zum Objekt der Frage nach Respekt für Politiker gemacht wird, zum einen für gemessen an seinen Leistungen „respektwürdig“ halten, und ob Befragte zum anderen einen eklatanten Graben zwischen seinem Anspruch, respektiert werden zu wollen“ und seiner dahingehenden Würdigkeit durch die eigenen Leistungen, wahrnehmen.

Machen wir nicht mehr viele Worte.
Fragen wir unsere Leser, ob Sie Respekt vor den neun Politikern haben, für die in der letzten Befragung von Infratest/Dimap (Deutschlandtrend Januar 2026) die Zufriedenheit mit ihrer Arbeit erhoben wurde:

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