Ein im Zentrum von London aufgetauchtes Standbild stammt offenbar vom britischen Street-Art-Künstler Banksy.
Am Donnerstag, 30. April veröffentlichte Banksy auf seiner Seite im Onlinedienst Instagram ein Video, das unter anderem das Aufstellen der Statue zeigte. Eine Sprecherin des Künstlers gab an, das Standbild sei am Mittwochmorgen an seinen heutigen Platz transportiert worden.
Neue Banksy-Statue – „Nein, ich mag sie nicht!“
Neue Banksy-Statue – „Nein, ich mag sie nicht!“
Die mehrere Meter hohe Statue auf dem Mittelstreifen der Hauptstraße Pall Mall zeigt einen marschierenden Mann, der eine Flagge in der rechten Hand hält, die sein Gesicht verdeckt. Auf dem Sockel ist ein „Banksy“-Schriftzug zu sehen.
„Es gab da ein wenig Platz“, sagte die Sprecherin zum Standort auf einer Verkehrsinsel. Banksys Video endet mit der Aufnahme eines Mannes, der die Statue betrachtet und sagt: „Nein, ich mag sie nicht!“.
Banksy-Statue nahe Buckingham Palace sorgt für Aufsehen
Vor dem Standbild versammelten sich zahlreiche Schaulustige. „Wir fragen uns, wie zum Teufel er es geschafft hat, diese Statue nur einen Steinwurf vom Buckingham Palast entfernt aufzustellen“, sagte der Kunststudent Ollie Isaac einem Reporter der Nachrichtenagentur AFP.
Mit dem Standbild verbinde er „das Wiederaufleben des Nationalismus auf der ganzen Welt und in diesem Land“.
In der Nähe gibt es zahlreiche weitere Statuen, darunter von König Edward VII. und von Florence Nightingale, die als Begründerin der modernen Krankenpflege gilt. In der nahen Shaftesbury Avenue war bereits 2004 ein Werk Banksys aufgetaucht, das wenig später gestohlen wurde.
Banksy bleibt anonym – Spekulationen über Identität halten an
Der aus Bristol stammende Banksy erregt mit seinen Street-Art-Kunstwerken in aller Welt immer wieder Aufsehen, seine Werke werden zu Millionenbeträgen verkauft. Über die Identität des Künstlers wird seit Jahren spekuliert, er selbst hält sich von der Öffentlichkeit fern.
Zuletzt hatte die Nachrichtenagentur Reuters versucht, Licht ins Dunkel um den mysteriösen Künstler zu bringen.
Der Bericht stützt sich auf ein Festnahmeprotokoll aus New York aus dem Jahr 2000 und Aussagen von Zeugen, die Banksy während eines Besuch in der Ukraine gesehen haben wollen.
Vor zwei Jahrzehnten hatte eine britische Zeitung berichtet, dass es sich bei Banksy um den Briten Robin Gunningham handeln soll, der seinen Namen demnach später in David Jones änderte. (afp/red)