Die Stahlproduktion in Deutschland ist im ersten Quartal gestiegen.

In den ersten drei Monaten des Jahres wurden 9,3 Millionen Tonnen Rohstahl produziert, neun Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie die Wirtschaftsvereinigung Stahl am Freitag, 24. April, mitteilte.

Das sei jedoch kein Grund zur Entwarnung: „Trotz der Zuwächse bei der Produktion bleibt die Lage in der Stahlindustrie weiter angespannt“, erklärte Verbandschefin Kerstin Maria Rippel.

Auf das Jahr 2026 hochgerechnet komme die Industrie auf eine Produktion von 37 Millionen Tonnen, führte Rippel aus. Damit lägen die Unternehmen weiterhin „unter der Schwelle von 40 Millionen Tonnen – dem Minimum für eine gesunde Kapazitätsauslastung in unserer Branche“.

Im vergangenen Jahr war die Rohstahlproduktion demnach mit 34,1 Millionen Tonnen „historisch niedrig“ ausgefallen.

Der Branchenverband führt die schwache Entwicklung auf eine „seit Jahren anhaltende strukturelle Nachfrageschwäche“ zurück.

Seit 2017 sei die Nachfrage in Deutschland um 30 Prozent zurückgegangen. Dazu trügen wichtige Branchen wie die Autoindustrie oder der Maschinenbau bei.

Hinzu komme der hohe Importdruck wegen billiger Konkurrenz vor allem aus Fernost. (afp/red)



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