Ein aktuelles Gutachten der Euro-Mediterranean Human Rights Monitor erhebt schwerwiegende Vorwürfe gegen Israel: Demnach gebe es Hinweise auf systematische sexuelle Gewalt gegen palästinensische Gefangene, die laut Bericht nicht auf Einzelfälle zurückzuführen seien, sondern Teil einer organisierten staatlichen Praxis sein könnten.

Wie unter anderem Middle East Eye berichtet, stützt sich die Untersuchung auf zahlreiche Zeugenaussagen ehemaliger Häftlinge. Diese schildern demnach Misshandlungen, Erniedrigungen und sexualisierte Gewalt während ihrer Haft.

Einige der im Bericht enthaltenen Aussagen beschreiben äußerst schwere Übergriffe in Haftanstalten, darunter auch im bekannten Militärlager Sde Teiman. Die Vorwürfe umfassen Berichte über körperliche und sexuelle Gewalt durch Sicherheitskräfte sowie über entwürdigende Behandlung von Gefangenen.

Menschenrechtsorganisationen fordern angesichts der Vorwürfe eine unabhängige internationale Untersuchung. Die israelische Regierung hat solche Anschuldigungen in der Vergangenheit zurückgewiesen oder betont, dass mögliche Verstöße individuell untersucht würden.

Der Bericht fügt sich in eine breitere Debatte über die Einhaltung des Völkerrechts im Kontext des anhaltenden Nahostkonflikts ein, in der beide Seiten regelmäßig schwere Vorwürfe erheben.

Francesca Albanese, die UN-Sonderberichterstatterin, erklärt, dass ihre Erkenntnisse zur Behandlung palästinensischer Gefangener auf systematische, institutionalisierte Folter in israelischen Gefängnissen hindeuten, und fordert Sanktionen sowie internationale Strafverfolgung.





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