In Kürze:

  • Die Zahl der Ladendiebstahlsdelikte in Deutschland ist 2025 um knapp 6 Prozent gesunken.
  • Händler klagen über zu viel Bürokratie und zu wenig Sanktionen.
  • Kameraüberwachung ist nur unter Beachtung eines strengen Regelwerks erlaubt.

 

„Erst vor ein paar Tagen hat so ein Typ unserem Security-Mann den Finger gebrochen.“ Die Leiterin einer großen Parfümerie in unmittelbarer Nähe zum Saarbrücker Bahnhofsviertel betont im Gespräch mit Epoch Times, dass sie nach Vorgaben ihrer Zentrale eigentlich nichts zum Thema Ladendiebstahl sagen dürfe. Ihr Name solle daher unbedingt ungenannt bleiben. Sobald das geklärt ist, sprudeln die Worte nur so aus ihr heraus.

„Wir haben hier schon alles erlebt: verbale Gewalt, körperliche Gewalt. Es wird geschlagen oder gespuckt, manchmal schon, wenn man bloß Augenkontakt zu einem mutmaßlichen Dieb aufnimmt“, erzählt die Filialleiterin. Auf frischer Tat ertappt, habe sich ein Mann kürzlich mit Reizgas zur Wehr gesetzt, ein anderer habe sogar ein Messer gezückt.

Und die Polizei? „Die macht einen guten Job“, versichert sie mehrfach. „Aber das Problem ist kaum noch in den Griff zu bekommen.“ In neun von zehn Fällen stelle die Staatsanwaltschaft die Verfahren ein, weil der Täter nicht zu ermitteln sei, auf „Geringfügigkeit“ entschieden werde oder die Beweislage zu gering sei. Einstellungen erfolgen dabei häufig aus rechtlichen Gründen wie fehlendem Tatnachweis oder geringer Schuld. „Eher in 9,9 von zehn Fällen“, ergänzt ihre Assistentin.

2024: Gesamtschaden von knapp 5 Milliarden Euro zuzüglich 1,6 Milliarden Euro Sicherheitskosten

Neben der ständigen psychischen Belastung durch Ladendiebe sei auch der finanzielle Schaden „extrem hoch“, erklärt die Chefin. Ihre Zentrale habe in den vergangenen Jahren mit einem noch höheren Sicherheitsbudget auf die Diebstähle reagiert. Über Zahlen dürfe sie aber keinesfalls sprechen.

Eine Studie der EHI Retail Institute GmbH zu den Inventurdifferenzen im deutschen Einzelhandel hat ergeben, dass 2024 allein durch Kundendiebstähle ein Schaden von 2,95 Milliarden Euro für die Händler entstanden ist. Eigene Mitarbeiter hätten damals Waren im Wert von etwa 890 Millionen Euro entwendet, Lieferanten und Servicekräfte Artikel im Wert von circa 370 Millionen Euro. Bewerte man die Inventurdifferenzen nach ihren Verkaufspreisen, habe das einen Gesamtschaden von 4,95 Milliarden Euro erzeugt. Bei einem Branchenumsatz von 495 Milliarden Euro habe der Einzelhandel zudem 1,6 Milliarden Euro für Präventiv- und Sicherungsmaßnahmen ausgegeben.

7 Prozent mehr Tatverdächtige im Saarland

Die Landespolizeidirektion des Saarlandes teilte auf Anfrage von Epoch Times mit, dass es 2025 insgesamt 4.927 Anzeigen wegen Ladendiebstahls gegeben habe, darunter 4.578 einfache und 349 schwere Fälle. Die Aufklärungsquote habe bei 89,0 beziehungsweise 90,3 Prozent gelegen.

Der Eindruck der Parfümerieleiterin von zunehmend schwierigeren Verhältnissen scheint sich anhand der Zahl der ermittelten Tatverdächtigen zu bestätigen. 3.761 Fälle bedeuten ein Plus von 7,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Während die Zahl der deutschen Tatverdächtigen lediglich um 0,7 Prozent zunahm, stieg sie bei nicht deutschen von 1.596 im Jahr 2024 um 14,6 Prozent auf 1.829 im Jahr 2025. Ausländer ohne deutschen Pass machten damit 2025 einen Anteil von 48,6 Prozent der Tatverdächtigen aus. Bei den 273 Fällen schweren Ladendiebstahls lag der Anteil sogar bei fast zwei Dritteln (63,4 Prozent).

Die Tabelle zeigt die Veränderungen bei den Tatverdächtigen im Saarland im Deliktsbereich Ladendiebstahl in den Jahren 2024 und 2025. Foto: Landespolizeidirektion

Foto: Landespolizeidirektion

Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Statistik Tatverdächtige erfasst und keine Aussagen über Verurteilungen oder die Ursachen der Taten zulässt.

2025: Bundesweit gut 383.000 erfasste Fälle – Rückgang um 5,7 Prozent

In der brandaktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) des Bundeskriminalamts für das Jahr 2025 wurde wie schon im Vorjahr allerdings kein Anstieg der Fallzahlen festgestellt. Die Statistik bildet dabei ausschließlich angezeigte Fälle ab. 383.096 Ladendiebstahlsfälle insgesamt wurden erfasst, darunter 357.651 einfache und 25.445 schwere Straftaten. Bei schwerem Ladendiebstahl spielen für gewöhnlich eine Waffe oder Bandenkriminalität eine Rolle.
Nach Informationen des Handelsverbands Deutschland (HDE) hatte es 2024 insgesamt noch 404.907 Fälle gegeben: 379.311 einfache und 25.596 schwere. Die Zahl schwerer Ladendiebstähle sank nach den PKS-Daten 2025 damit um nur 0,6 Prozent. Bei den einfachen Ladendiebstählen war der Rückgang mit 5,7 Prozent deutlicher. 2023 wurde mit gut 426.000 Fällen der höchste Stand seit 17 Jahren gemessen.
Die Grafik zeigt die Fallstatistik zum Delikt „einfacher Ladendiebstahl“ in den Jahren 2013 bis 2024. Foto: Bildschirmfoto/„Einzelhandel.de“

Die Grafik zeigt die Fallstatistik zum Delikt „einfacher Ladendiebstahl“ in den Jahren 2013 bis 2024. Nach den Corona-Jahren 2020 und 2021 ist wieder ein Anstieg zu beobachten.

Laut PKS 2025 sank parallel die absolute Zahl der aufgeklärten Fälle von 361.568 im Jahr 2024 auf 342.400 (minus 5,3 Prozent). Die Aufklärungsquote blieb dabei jedoch nahezu konstant. Einfache Fälle wurden in 89,4 Prozent der Fälle aufgeklärt, schwere Fälle zu 88,6 Prozent.

Die hohe Quote wurde laut HDE bereits im Vorjahr auf die „Selbsthilfe der Einzelhändler“ zurückgeführt. Der Verband geht zudem seit Jahren von einer geschätzten Dunkelziffer von rund 90 Prozent aus. Damit könnte die tatsächliche Gesamtzahl der Ladendiebstähle 2025 erneut bei etwa 4 Millionen gelegen haben.

Die Grafik zeigt die Fallstatistik zum Delikt „schwerer Ladendiebstahl“ in den Jahren 2013 bis 2024. Foto: Bildschirmfoto/„Einzelhandel.de“

Die Grafik zeigt die Fallstatistik zum Delikt „schwerer Ladendiebstahl“ in den Jahren 2013 bis 2024.

Foto: Bildschirmfoto/Einzelhandel.de

Nicht deutsche Tatverdächtige überrepräsentiert

Bei einfachen Ladendiebstählen wurden im vergangenen Jahr laut PKS 230.495 Tatverdächtige ermittelt, darunter 110.956 (48,1 Prozent) Nichtdeutsche. Noch höher war die Quote bei den schweren Delikten: 13.122 von insgesamt 18.601 Tatverdächtigen, also 70,5 Prozent, besaßen keinen deutschen Pass. Der Anteil nicht deutscher Tatverdächtiger ist damit auch bundesweit überdurchschnittlich hoch.

Den Tätern drohen beim einfachen Ladendiebstahl eine Geldstrafe oder bis zu fünf Jahren Haft. Wer einen schweren Diebstahl begeht, muss mit mindestens drei Monaten, maximal sogar zehn Jahren Gefängnis rechnen. Der Gesetzgeber schließt in diesen Fällen eine Geldstrafe aus.

Täterspektrum „bunt gemischt“

Die Saarbrücker Parfümerieleiterin bestätigte, dass das Spektrum der Täter „bunt gemischt“ sei. Sehr viele Jugendliche seien dabei, auch viele Frauen, manche sogar aus der Stammkundschaft. Das Erscheinungsbild lasse erfahrungsgemäß oft auf „Beschaffungskriminalität“ schließen. Ihrer Vermutung nach stählen Drogensüchtige gern teure Duftflakons, um sie „für den nächsten Schuss zu verticken“.

Wenn ein Dieb es vor die Tür schaffe, bevor man ihn nach dem Jedermann-Festnahmerecht aufhalten könne, lasse man ihn stets ziehen: „Wir riskieren lieber einen Diebstahl, als dass ein Mitarbeiter verletzt wird.“ Manche Fälle zeige ihr Haus gar nicht erst an, weil der Bürokratieaufwand zu hoch und die Erfolgsaussichten zu gering seien.

Vorsicht, Kamera!

Die Datenschutzgesetze schrieben beispielsweise vor, dass der USB-Stick, der die Aufzeichnungen der Überwachungskameras enthalte, nur von einem ganz bestimmten Mitarbeiter entnommen und ausschließlich an die Polizei ausgehändigt werden dürfe.

„Es gibt aber spezialisierte Banden, die mit drei, vier Leuten durch die Region ziehen und die Parfümerien abklappern“, gibt die Geschäftsleiterin zu bedenken. „Gerne würde ich die Aufnahmen solcher Leute an andere Filialen schicken, damit die Kollegen gewarnt sind.“ Das aber sei „datenschutzrechtlich verboten“.

In der Tat knüpft der Gesetzgeber per Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hohe Hürden an den Kameraeinsatz in einem Geschäft – wegen der Persönlichkeitsrechte der gefilmten Kunden.

Erst im April hatte die Forschungsgesellschaft ibi research an der Universität Regensburg GmbH im Auftrag der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) eine „Handreichung“ erarbeitet, die Einzelhändler für die Chancen und Grenzen der Ladendiebstahlprävention mithilfe von Kameras sensibilisieren soll. „Viele Regeln sind unklar, missverständlich oder nicht eindeutig – das hemmt den Einsatz moderner Schutzmaßnahmen und verunsichert Betriebe“, kritisierte die DIHK.
So dürften Videoaufnahmen gemäß Artikel 5 (1) der DSGVO normalerweise nur 48 bis 72 Stunden lang gespeichert werden, so das ibi-Papier. Lediglich „wenn ein konkreter Vorfall dokumentiert wurde und die Aufnahmen zur Beweissicherung benötigt werden“, sei eine längere Speicherdauer zulässig. Die Ladeninhaber unterlägen zudem umfangreichen Dokumentations- und Prüfpflichten. Sie müssten begründen können, warum sie eine bestimmte Anzahl von Kameras wo platziert hätten, wenn sie keinen Ärger mit der Aufsichtsbehörde ihres Bundeslands riskieren wollten.
Wer seine Kundschaft mit Kameras im Auge behalten will, muss sie vor Betreten des Ladens darüber per Aushang informieren. Foto: Epoch Times/P. Reitler

Wer seine Kundschaft mit Kameras im Auge behalten will, muss sie vor Betreten des Ladens per Aushang darüber informieren.

Foto: Epoch Times/P. Reitler

Für Geschäftsleute, die dem ausweichen wollten, gebe es ja immer noch alternative Maßnahmen wie etwa Warensicherungssonden oder mehr Personal, empfehlen die ibi-Autoren. Besonders „sensible Waren“ könne man auch „in Sichtnähe des Personals“ platzieren.

KI-gestützte Gesichtserkennung, ein biometrischer Abgleich oder die Nachverfolgung einzelner Personen über mehrere Kameras oder Geschäftszonen seien dagegen im Regelfall tabu, weil dadurch „individuelle Bewegungs- oder Verhaltensprofile“ angelegt werden könnten.

Hauptverband des Deutschen Einzelhandels will mehr Freiraum und weniger Bürokratie

Aktuell sei in der Praxis häufig aber nicht einmal eine einfache Kameraüberwachung möglich, kritisierte Dr. Peter Schröder, der Bereichsleiter Recht und Verbraucherpolitik beim HDE, auf Nachfrage von Epoch Times. Zudem scheuten viele Händler die Rechtsunsicherheit und den hohen Bürokratieaufwand, den sie „im Zusammenhang mit der Rechtfertigung gegenüber den Aufsichtsbehörden“ wahrnähmen. Es bedürfe jedenfalls „dringend eines besseren rechtlichen Rahmens“ für das gesamte Spektrum der Kameraüberwachungstechniken:

„Hierzu sollte in der Datenschutzgrundverordnung klargestellt werden, dass KI-unterstützte Videoüberwachung von Verkaufsräumen bei der Abwägung mit den schutzwürdigen Interessen der Betroffenen als besonders wichtiges Interesse zu berücksichtigen ist, soweit sie der Aufdeckung und Aufklärung von Straftaten sowie der Durchsetzung des Hausrechts dient. Ladendiebe dürfen sich nicht unter dem Schutzmantel des Datenschutzes verstecken, das muss ein Ende haben.“

Schröder zeigte sich ähnlich wie die Saarbrücker Parfümeriechefin unzufrieden mit der Strafverfolgungspraxis. Es herrsche viel Frust unter den Einzelhändlern, weil auch Anzeigen zu viel Bürokratie, aber selten zu einer Sanktionierung der Täter führten. Die hohe Dunkelziffer sei auch deshalb so groß, weil viele Händler diesem Aufwand aus dem Wege gingen.

Die Abteilung Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes bietet im Netz zumindest einen Informations- und Ratgeberleitfaden für Ladeninhaber an: „Den besten Schutz vor Ladendieben bietet qualifiziertes Verkaufspersonal“, heißt es da gleich zu Beginn. Ein umfangreiches „Schutzkonzept für Ihren Laden“ gibt es auch auf der Website der GmbH „Mad about Marketing“.

Kunden, die einen Ladendiebstahl beobachten, empfiehlt die Landespolizeidirektion Saar, „Ruhe zu bewahren und diskret Kontakt zum Personal beziehungsweise zum Sicherheitsdienst des jeweiligen Geschäfts aufzunehmen“. Die eigene Sicherheit gehe dabei vor. Falls ein Tatverdächtiger flüchte, solle umgehend die Polizei über die Notrufnummer 110 informiert werden.

Goldschmuck im Visier

Von der Politik ziemlich alleingelassen fühlt sich auch eine Saarbrücker Goldschmiedin, die ihren Handel unweit des zentralen St. Johanner Markts betreibt und ebenfalls lieber anonym bleiben will. Gut 30 Jahre lang habe sie keinerlei Probleme mit Dieben gehabt, auch nicht auf Marktständen, betont sie gegenüber Epoch Times. Seit etwa sechs Jahren aber schließe sie ihre Ladentür schon ab, sobald es dunkel werde. Die Laufkundschaft habe sich verändert. Mit Diebstahlversuchen habe sie beinahe jeden Tag zu tun.

Schweren Herzens habe sie sich deshalb entschlossen, „keine ersichtlich osteuropäischen Paare mehr“ in ihren Laden zu lassen, erzählt die Goldschmiedin. Diese Praxis ist rechtlich und gesellschaftlich umstritten. Ihrer Erfahrung nach seien diese „praktisch immer auf Diebesgut aus“. Sie habe schon viel zu oft erlebt, wie gewerbsmäßige Diebespaare hereinkämen, ungeniert Schmuck einsteckten und wieder verschwänden. Vor etwa fünf Jahren sei ihr sogar das Schaufenster eingeschlagen worden. Rund ein Jahr später habe die Frau eines offensichtlich drogenabhängigen Paares einfach durch den Spalt der Eingangstür gefasst und in Sekundenschnelle die ganze Schaufensterware abgeräumt. „Dann war sie weg“, so die Goldschmiedin.

Danach habe sie einen Plexiglasschutz zwischen Tür und Schaufenster anbringen lassen. Eine Sicherheitsausstattung wie im Juweliergeschäft könne sie sich nicht leisten. Es genüge gerade für eine Wandkamera, Glas über den Vitrinen und eine aus ihrer Sicht etwas zu komplizierte Alarmanlage. Eine Ladendiebstahlversicherung sei für sie zu teuer und ohnehin keine Option: „Da können Sie die Auflagen gar nicht erfüllen.“

Von allen Diebstählen der vergangenen Jahre sei kein einziger aufgeklärt worden. Etwa 70.000 Euro ihrer Ersparnisse habe sie schon durch Ladendiebe eingebüßt. Deshalb müsse sie im Alter wohl mit ganz wenig Geld auskommen.

„Ich habe gegen niemanden etwas, aber wenn der Staat massenhaft Menschen einlädt, dann muss er sich auch um sie kümmern“, meint die Handwerksmeisterin. Ihrem Eindruck nach wollten weder die Politiker noch die Bürger „sehen, dass das, was in Deutschland passiert, aus dem Ruder läuft“. Sie denke schon über das Auswandern nach: „In diesem Staat bekommen Sie nur Steine in den Weg gelegt.“

Manche Läden weniger betroffen

Auf nur 6.000 Euro schätzt dagegen Aizha Benachera, Filialleiterin der Modekette Olymp & Hades im Einkaufszentrum Europagalerie vis-à-vis vom Hauptbahnhof, ihre Diebstahlsverluste im vergangenen Jahr. Es sei „definitiv mehr“ geworden, bestätigte sie gegenüber Epoch Times. Die Täter hätten es primär auf Markenkleidung abgesehen.

Spezielle Überwachungstechnik halte sie aber nicht für nötig: „Wir sind selbst die Kameras.“ Alle Mitarbeiter seien entsprechend geschult. So sei es vor einigen Monaten gemeinsam gelungen, einen jungen Osteuropäer noch in der Europagalerie festnehmen zu lassen, der in ihrem Laden ein Messer gezogen habe. Es sei zwar zur Anklage gekommen, den Ausgang des Verfahrens kenne sie aber nicht.

In einem Schreibwarengeschäft und in einem X-Comics-Shop im Stadtzentrum, der sich auf Manga- und Merchandise-Artikel spezialisiert hat, gibt sich das Verkaufspersonal eher entspannt. Die Abschreckung durch Kameras und aufmerksame Mitarbeiter funktioniere. Die Inventurdifferenzen seien so gering, dass sich Mehraufwand nicht lohne, erklärten die Verkäufer gegenüber Epoch Times.

„Unter 100 unserer Kunden ist vielleicht ein schwarzes Schaf“, schätzt der Saarbrücker X-Comics-Händler. Die wenigen Kameras an der Decke habe man sich erst angeschafft, nachdem es „drei Jungs“ vor Jahren gelungen sei, mit unbezahlten Baseballschlägern und Regenschirmen auf Nimmerwiedersehen durch die Hintertür zu flitzen. Außerdem sei die Comic-Kette versichert.

Besonders im Visier: Leicht entwendbare teure Artikel

HDE-Bereichsleiter Schröder erklärte auf Anfrage von Epoch Times, dass „vor allem teure Ware, die leicht gestohlen werden kann“, Begehrlichkeiten auslöse. Es sei dabei unerheblich, ob es sich um ein Einzelhandelsgeschäft oder einen Baumarkt handele. Die beliebtesten Diebesgüter seien alkoholische Getränke wie Spirituosen, Wein oder Sekt, außerdem Accessoires wie Sonnenbrillen, Gürtel oder Schals. Auch akkubetriebene Maschinen und Speichermedien würden gerne gestohlen.

Schröder bestätigte, dass „der wachsende Anteil des durch Banden organisierten Ladendiebstahls“ dem Verband große Sorgen mache. Solche Gruppen seien bereits für ein Drittel der Schäden verantwortlich, die dem Ladendiebstahl durch Kunden zuzurechnen seien. Allein die Bandenkriminalität koste den Handel also rund 1 Milliarde Euro pro Jahr.



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