Die russische Liste mit europäischen Unternehmen, die mit dem ukrainischen Militär kooperieren, hat Folgen: Das Auswärtige Amt bestellte heute den Botschafter der Russischen Föderation ein. Man lasse sich von Russland nicht drohen, hieß es in einer Stellungnahme.

Das Auswärtige Amt hat heute den Botschafter der Russischen Föderation, Sergei Netschajew, einbestellt. Dies teilt das Auswärtige Amt auf der Plattform X mit.
Als Grund für die Einbestellung gab das Außenamt „direkte Drohungen Russlands Ziele in Deutschland“ an, mit dem Ziel, die deutsche Unterstützung für die Ukraine zu schwächen. Russland plane mit seinen Drohungen, die deutsche Geschlossenheit zu testen.

Das Auswärtige Amt sprach von inakzeptablen Drohungen und nannte in diesem Zusammenhang auch angebliche russische Spionageaktivitäten in Deutschland.
Meist dient die Einbestellung eines Botschafters dazu, den Unmut des Gastlandes über Handlungen der aussendenden Regierung zu verdeutlichen.
Die Einbestellung des russischen Botschafters erfolgte, nachdem vor einigen Tagen das russische Ministerium die europäischen Staaten vor einer weiteren Verwicklung in den Ukraine-Krieg gewarnt und eine Liste von Firmen veröffentlicht hatte, die mit dem amerikanischen Militär kooperieren (RT DE berichtete).
Der russische Ex-Ministerpräsident Dmitri Medwedew konkretisierte auf X die Warnung und sprach von einer Liste potenzieller Ziele für die russischen Streitkräfte. Die hessische Stadt Hanau, die eines der gelisteten Unternehmen überwacht, schaltete daraufhin die deutschen Sicherheitsbehörden ein.
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