Hier kommentiert Marcus Klöckner die Forderung nach Wiedereinführung der Wehrpflicht zum Januar 2027 durch den Chef der Jungen Union, Johannes Winkel, gegenüber der Berliner Morgenpost. Die Wiedereinführung der Wehrpflicht zu befürworten, wo gerade die politische Losung „Kriegstüchtigkeit“ heiße, sei verantwortungslos. Wer das Land politisch vertreten wolle, müsse über den Tellerrand hinausblicken. Eine Junge Union, die der CDU die Politur für die Feindbildpflege reiche, brauche das Land nicht. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir haben dazu interessante Zuschriften bekommen und bedanken uns dafür. Es folgt nun eine Auswahl der Leserbriefe, die Christian Reimann für Sie zusammengestellt hat.
1. Leserbrief
Liebe NDS-Redaktion,
vielleicht leistet Herr Winkel erst einmal selbst “Dienst bei der Truppe”, bevor er von anderen etwas fordert, was er selbst nicht geleistet hat?
Viele Grüße
Michael Wrazidlo
2. Leserbrief
Sehr geehrtes NDS-Team,
mir persönlich gefällt ja der
§ 12 Zurückstellung vom Wehrdienst
(3) Hat ein Wehrpflichtiger seiner Aufstellung für die Wahl zum Deutschen Bundestag, zu einem Landtag oder zum Europäischen Parlament zugestimmt, so ist er bis zur Wahl zurückzustellen. Hat er die Wahl angenommen, so kann er für die Dauer des Mandats nur auf seinen Antrag einberufen werden.
Noch besser, als der zur Reise(un)freiheit.
gesetze-im-internet.de/wehrpflg/__12.html
Ich bin mir sicher, Herr Winkel wird diesen Antrag stellen, sobald die Wehrpflicht wieder eingeführt ist.
Mit freundlichen Grüßen
S. Nitze
3. Leserbrief
Guten Tag,
für wahr, solche Leute und Organisationen braucht das Land nicht.
Immer, immer wieder das gleiche Muster und die gleichen Floskeln dieser smart auftretenden Berufspolitiker.
Geprägt von Geschichtsvergessenheit, mangeldem oder schlechten Sachkenntnisstand, unberechtigten Vorurteilen, Kriegstreiberei , Angst schüren und bewußt unbewiesene Behauptungen öffentlichkeitswirksam verbreiten. Wie schon gewohnt, wird wieder herabwürdigend ,, Putin ” genannt und das Feindbild Russland zementiert.
Das Geschwätz soll dafür herhalten, dass Freiheitsrecht junger Bürger, durch die Einführung der Wehrpflicht einzuschränken und diese militärisch unter die Knute zu nehmen.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Stöbe
4. Leserbrief
Werter Herr Klöckner,
Glaubwürdigkeit könnte dieser „Superkatholik“ (Wiki) beweisen, indem er seinen Posten räumt und sich gleich anfangs zur neuen „Verteidigungsarmee“ einreiht. Seine Gleichgesinnten darf er gerne mitnehmen, dann ist das Kontingent schneller erreicht und friedliebende Jungbürger, zumal Wertschöpfende, müssen nicht ihr Leben riskieren für eine fragwürdige Politik und was manche darunter zu verstehen scheinen, inkl. EU. Vielleicht stapft Strack-Zimmermann mit und kann als Gallionsfigur fungieren, um anzufeuern und das Feeling direkt zu spüren, für das sie so schwärmt. Als NRWler könnten sie eine Fahrgemeinschaft bilden, klimafreundlich und sportlich zugleich, eventuell mit Tandem-Lastenfahrrad, der ÖRR würde eine Sondersendung bringen, hundert pro. Das Prinzip der Rente hat er wohl auch nicht kapiert (Wiki), was angesichts seiner überdotierten und gesicherten Alimentation durch wertschöpfende Bürger nicht wundert. Na ja, wir sind auf dem richtigen Weg…
Mit freundlichen Grüßen
E. Bauer
5. Leserbrief
Ich mache es kurz und vermeide es, in die Tiefe zu gehen!
Marcus Klöckner hat mir da einen ordentlichen Magenhaken verpasst, denn ich musste mich stante pede an ein scheußliches Erlebnis erinnern:
2023 war in Stuttgart das Dreikönigstreffen der Freien Demokraten in meiner Heimatstadt Stuttgart. Auf meinem Schlossplatz musste ich einen Haufen JUN GE LIBERALE sehen, wie sie ein Gebilde in die Luft hielten, worauf zu lesen war: Krieg beenden, Panzer senden! Sie waren allerbester Laune. Panzer heben die Stimmung. Es sind drei Jahre vergangen und es tut meinem inneren Sosein so gut, wenn ich sehe, wo die Pünktchenpartei gelandet ist.
Auch meine SPD ist schon gewaltig gerupft worden. Zum Glück bin ich schon vor geraumer Zeit ausgetreten. Und doch ist sie immer noch am Mitregieren mit ihrem traurigen Überlebenspersonal. Der Regierungschef ist ein überzwercher Steigbügelhalter der Blackrock-Thinktanker. Nicht nur einmal ist er beim Aufstiegsrennen von eher unterzwerchen (meine Wortschöpfung) Damen weggebissen worden. Jetzt aber ist er oben und baut am Vasallentum von “Unseredemokratie” maßgeblich mit. So wie die Geschichte gerade geschrieben wird, setzen ALLE auf die falschen Optionen. Israel ist Staatsraison und darf mit unserer Hilfe und jener des Hegemonen 170 iranische Mädchen in die Ewigkeit bomben. Die könnten ja in naher Zukunft zukünftige Soldaten gebären.
Noch sind “unsere” Stiefel weder gegen Iran noch die bösen Russen on the ground! Aber dieser Sprachstolperer, dieser Jungschwarze da oben im Bild, ist emsig dabei sich in die vordere Reihe zu drängeln. Blackrock wartet! Mein Vorschlag: Schickt den Winkel an die Front – in der Ukraine ist auch für 60er Platz.
Dieter Münch
6. Leserbrief
Sehr geehrter Herr Klöckner,
ich habe mir mal den Kurzlebenslauf von dem Johannes Winkel auf der Bundestagsseite angeschaut.
Er hat doch eine ziemlich gute Karriere in seinem bisherigen Leben vorzuweisen. Nach seinen Studienabschlüssen zu urteilen, dürfte er eigentlich nicht dumm sein. Aber auch bei Herrn Winkel scheint zu wirken, dass mit dem Eintritt in die große Politik, der Geist und das Denken verschwindet. Herr Winkel ist doch eigentlich im besten Alter, um sich selbst noch bei der Bundeswehr für einen Platz im Schützengraben zu bewerben. Wäre mal was anderes, als so ein steriles Abgeordnetenbüro. Dazu sind aber solche Kriegshetzer letztlich nicht in der Lage. Sterben sollen halt die jungen Männer mit Hauptschulabschluss. Vielleicht informiert er sich ja auch nur in solchen Medien, wie sie Albrecht Müller in seinem Beitrag vom 13.04.2026 beschrieben hat. Ihre Aussage ist ja richtig, wenn Sie schreiben:
“Der Chef der Jungen Union meldet sich zu Wort und was ihm einfällt, ist so einfallslos und sinnentleert wie die Politik, die die CDU der Öffentlichkeit präsentiert. Wenn das, was Winkel gegenüber der Berliner Morgenpost sagt, tatsächlich für die Grundhaltung der Jungen Union steht, dann wäre es besser, wenn die Jungunionisten der Politik den Rücken kehrten.” Aber diese Leute sind gegenüber jeglicher Vernunft resistent.
Ulrich Kleinecke
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