Im Nahen Osten ist ein Franzose bei einer UN-Mission ums Leben gekommen. Er geriet mit seinen Kameraden unter Beschuss, als er eine Straße von Kampfmitteln räumte. UNIFIL und der französische Präsident Macron beschuldigen die Hisbollah.
Wie die UN-Beobachtermission im Libanon in einer Pressemitteilung bekannt gab, beschossen bisher nicht ermittelte Akteure am Samstagmorgen eine Gruppe von Blauhelmen, als diese eine Straße von Kampfmitteln befreite. Dabei wurden mehrere UN-Soldaten eines französischen Bataillons verletzt, einer der aus Frankreich entsandten UN-Beobachter erlag seinen Verletzungen.
Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des südlibanesischen Dorfes Ghanduriyah. Die Säuberung der Straße war notwendig geworden, um die Verbindung zwischen isolierten UNIFIL-Stellungen wiederherzustellen.
Die verletzten Blauhelmsoldaten – darunter zwei Schwerverletzte – befinden sich mittlerweile in einem Krankenhaus. UNIFIL geht von einem vorsätzlichen Angriff aus und kündigte eine Untersuchung an. Als mutmaßlichen Verdächtigen für diese Attacke nannte die Leitung der UNIFIL-Mission die militante schiitische Organisation Hisbollah.

Auch der französische Präsident Emmanuel Macron beschuldigte die Hisbollah des Angriffs. In einer Beileidsbekundung auf der Plattform X veröffentlichte er den Namen des französischen Opfers. Demnach handelt es sich bei dem im Einsatz ums Leben Gekommenen um Hauptfeldwebel Florian Montorio vom 17. Fallschirmjäger-Pionierregiment aus Montauban. Alles deute darauf hin, so Macron, dass die Verantwortung für den Angriff bei der Hisbollah liege. Er forderte die libanesischen Behörden auf, die Täter unverzüglich festzunehmen.
Zugleich würdigte Macron das Andenken Montorios. Er schrieb: „Die Nation verneigt sich in Ehrerbietung und spricht den Familien unserer Soldaten sowie allen unseren im Libanon für den Frieden eingesetzten Soldaten ihre Unterstützung aus.“

Auch der libanesische Premierminister Nawaf Salam verurteilte auf X den Angriff. Er habe strenge Anweisungen für eine sofortige Untersuchung erteilt, um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Die Tat habe erheblichen Schaden für den Libanon und seine internationalen Beziehungen angerichtet. Libanon pflegt bis heute enge Beziehungen mit seiner früheren Mandatsmacht Frankreich.
Der libanesische Präsident Joseph Aoun sprach seinem französischen Amtskollegen in einem Telefonat sein Beileid aus und dankte Frankreich für sein Engagement. Weder Salam noch Aoun noch die libanesische Armee ließen sich jedoch dazu hinreißen, die Hisbollah des Beschusses zu beschuldigen.
Derzeit herrscht im Libanon eine zehntägige Waffenruhe, gegen die jedoch immer wieder verstoßen wird. UNIFIL ist eine der ältesten UN-Missionen und seit 1978 im Libanon tätig. Die dort eingesetzten Blauhelmsoldaten geraten jedoch immer mehr zwischen die Fronten. Im vergangenen August hat der UN-Sicherheitsrat das Mandat für die UN-Friedenstruppe im Libanon auslaufen lassen. Die letzten Blauhelmsoldaten sollen bis Ende 2026 abziehen.
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