Die US-Streitkräfte haben ihre Militärbasen in Syrien verlassen und an die Regierung in Damaskus übergeben. Die militärische Zusammenarbeit mit Damaskus soll aber fortgesetzt werden. Unter dem Vorwand des Kampfes gegen den IS hatte das US-Militär vor zehn Jahren völkerrechtswidrig Stützpunkte in Syrien errichtet.
Die USA haben die Übergabe all ihrer wichtigen Militärstützpunkte in Syrien abgeschlossen und beenden damit ihre über zehnjährige Präsenz im Land, die einst offiziell mit dem Kampf gegen die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) begründet wurde.
Wie das syrische Außenministerium in einer Erklärung mitteilte, hätten die US-Streitkräfte alle Militärstützpunkte übergeben, auf denen US-Soldaten stationiert waren. Dies spiegele die „Übernahme der vollen Verantwortung für die Terrorismusbekämpfung und die Bewältigung regionaler Bedrohungen auf seinem Territorium“ wider, heißt es in der Eklärung.

Das US-Zentralkommando bestätigte und erklärte, es habe „die Übergabe aller unserer wichtigen Stützpunkte in Syrien abgeschlossen.“ Ein US-Militärvertreter sagte laut der New York Times, die amerikanischen Streitkräfte träten nun in eine neue Phase der militärischen Zusammenarbeit in Syrien ein, ohne permanente Stützpunkte. Diese werde voraussichtlich Ausbildung, Beratung, Aufklärung und möglicherweise logistische Unterstützung für die syrischen Sicherheitskräfte umfassen, insbesondere bei Operationen gegen den IS.
„Die US-Streitkräfte unterstützen weiterhin die von Partnern geführten Bemühungen zur Terrorismusbekämpfung, die unerlässlich sind, um den IS endgültig zu besiegen und die regionale Sicherheit zu stärken“, heißt es in der Erklärung des US-Zentralkommandos.
Der schrittweise Abzug der US-Truppen aus Syrien begann vor einem Jahr, als das Militär drei seiner acht kleinen Stützpunkte im Nordosten des Landes schloss. Zuvor hatte Präsident Trump erhebliche Zweifel an der Stationierung von Truppen im Land geäußert. Monatelang war jedoch unklar, ob die US-Streitkräfte Syrien vollständig verlassen würden.
Für den syrischen Präsidenten Ahmed al-Scharaa ist der Abzug ein politischer Erfolg in dem Bemühen seiner Regierung, die volle Kontrolle über das Land zu festigen. Nach dem Sturz von Präsident Baschar al-Assad Ende 2024 hatte Al-Scharaa, der unter dem Kampfnamen „Al-Julani“ den sysischen Al-Qaida-Ableger („Nusra-Front“) geführt hatte und von den USA per Steckbrief gesucht wurde, als „Übergangspräsident“ die Macht in Damaskus übernommen.

Im November 2025 wurde Al-Schaara von Trump im Weißen Haus empfangen. Dort unterzeichnete er Syriens Beitritt zur US-geführten Koalition zur Bekämpfung des IS. Im Februar bezeichnete der IS ihn als „Wachhund“ der USA und kündigte eine neue Phase der Operationen in Syrien an.
Wie der ehemalige Anti-Terror-Chef der Trump-Regierung, Joe Kent, vergangenen Monat einräumte, hat Washington syrische Terrorgruppen bewaffnet, um einen Regimewechsel herbeizuführen. Dabei hätten die USA direkt mit Al-Qaida und dem IS kooperiert, um den Sturz von Assad voranzutreiben, so Kent, der kürzlich aus Protest gegen den Iran-Krieg von seinem Posten als Leiter des US-amerikanischen National Counterterrorism Center zurückgetreten war.
Der IS sei schließlich „außer Kontrolle“ geraten, sodass die USA „zurückkehren und den von uns gelegten Flächenbrand erneut löschen mussten“, sagte Kent mit Blick auf die US-Besetzung von Teilen Syriens unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung.
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