Was haben sich die alten Alchemisten abgemüht, um aus Stroh Gold zu machen. Und … ist es gelungen?
Jenseits von Rumpelstilzchen sind keine Erfolgsmeldungen bekannt und die Veröffentlichung der Rumpelstilzchen-Erfolgsmeldung im zwar peer-reviewed, aber dennoch im Hinblick auf seine Akkuratheit zweifelhaften Journal der Gebrüder Grimm lässt mehr Fragen offen als beantwortet werden.
Vermutlich sind die meisten, wenn nicht alle, die Stroh in Gold verwandeln wollten, schon deshalb gescheitert, weil sie das falsche Ausgangsmaterial verwendet haben.
Sie hätten Blei verwenden sollen. Wir haben das aus wissenschaftlicher Quelle:
Schmatische Darstellung eines Experiments im Large Hadron Collider (LHC); By Shamoon Wahed – Own work, CC BY-SA 4.0, Link
Acharya et al. (2025) berichten von einem Experiment im Large Hadron Collider (LHC) – CERN, Bern, bei dem Bleiatome mit 99.999993% der Lichtgeschwindigkeit auf die Reise und – so die Hoffnung – Kollision geschickt wurden. In Fällen, in denen die Kollisison ein „near miss“ war, die beiden Nuklei sich verfehlt haben, konnten die Forscher feststellen, dass aus dem Nukleus der beiden fast-Kollideure 3 Protonen und (mindestens ein Neuron) entfernt wurden. Blei hat 82 Protonen und rangiert in der Periodentabelle 3 Protonen vor Gold das 79 Protonen in seinem Atomkern trägt. Blei – 3 Protonen ergibt Gold, genau das Isotop 203Au.
Indes, das Ganze ist nicht sonderlich ergibig: 29 Picogramm Gold sind die Ausbeute aus 3 Experimenten: 0,000000000029 Gramm. Dürtig, trotz hoher Goldpreise und zudem flüchtig, denn das hochenergetische 203Au ist darauf aus, zu kollidieren und schon nach wenigen Mikrosekunden erfolgreich, d.h. Gold futsch.
Abgesehen davon, bleibt es zuweilen bei Thallium (Blei – 1 Proton) oder Quecksilber (Blei – 2 Protonen). Erfolg ist also nicht gesichert…
Es bleibt der Versuch, Goeld mit dem Bericht über das Gold zu verdienen …
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