Wieder eine dieser Studien, die diejenigen überfordert, die sich eine einfache Welt wünschen, etwa eine Welt, in der man mit Modellen die Realität simulieren und durch Manipulation einer Variable ein gewünschtes Ergebnis erzielen kann, die Welt der Klima-Hysteriker und Impfstoff-Fanatiker – Schlumpfhausen in der Kita um die Ecke.

Die reale Welt ist anders.
Komplex.
Unvorhergesehen.
Modellresistent.
Unerwartet.
Spannend.

So:

Was Sie hier sehen, ist das Sterberisiko (y-Achse) in Relation zum Anteil der Energieaufnahme aus Kohlenhydraten (x-Achse) für Personen, deren Energieaufnahme zwischen 500/600 und 4.200 kkcal beträgt, die zum Zeitpunkt, als die Studie begonnen hat, zwischen 45 und 64 Jahren alt waren.

Begonnen hat die Studie im Jahre 1990. Unter der Bezeichnung Athereosclerosic Risk in Communities (ARIC) ist sie bis heute aktiv. Und Daten, die den Zeitraum von 25 Jahren umfassen, das Leben der Befragten 25 Jahre lang verfolgbar machen, bilden die Grundlage für die oben dargestellten Ergebnisse, die von ihren Autoren im folgenden Beitrag veröffentlicht wurden:

Seidelmann, Sara B., Brian Claggett, Susan Cheng, Mir Henglin, Amil Shah, Lyn M. Steffen, Aaron R. Folsom, Eric B. Rimm, Walter C. Willett, and Scott D. Solomon (2018). Dietary carbohydrate intake and mortality: a prospective cohort study and meta-analysis. The Lancet Public Health 3(9): e419-e428.

Das bringt uns zurück zur Abbildung, die zeigt, dass eine zu geringe Energieaufnahme aus Kohlenhydraten ebenso wie eine zu hohe Energieaufnahme die Sterbewahrscheinlichkeit erhöht. Es gibt also einen Zusammenhang, zwischen entsprechenden Ernährungsgewohnheiten und dem Tod des jeweiligen Probanden. 15.428 Personen mit den oben beschriebene Merkmalen bilden die Ausgangspopulation der Autoren, 6.283 sind im Verlauf der 25 Jahre, die der Beobachtungszeitraum umfasst, verstorben.

Eine zu geringe Energieaufnahme aus Kohlenhydraten findet sich unterhalb der Grenze von 40% (Energieaufnahme aus Kohlenhydraten), eine zu hohe Energieaufnahme jenseits der Grenze von 70%, beide erhöhen die Sterbewahrscheinlichkeit. Die Frage, wie der Anteil der Energie, die aus Kohlenhydraten gewonnen wird, berechnet wurde, mag den einen oder anderen interessieren. Die Probanden der Autoren haben regelmäßig einen Fragebogen, auf dem sie nach 66 Nahrungsmittel(gruppen) und ihrem entsprechenden Konsum gefragt wurden, beantwortet. Die Autoren haben die Nahrunsgsgewohnheiten in Energie umgerechnet.

Es ist, wie immer, ein Näherungswert, und wie immer geht es bei solchen Studien nicht darum: DIE RICHTIGE ERNÄHERUNG zu identifizieren, das muss jeder für sich selbst tun, es geht darum, Risiken und Nebenwirkungen aufzuzeigen, die sich mit einer bestimmten Ernährungsweise verbinden. Und wie so oft findet sich das Ergebnis, dass eine – wie heißt es doch: ausgewogene Ernährung der beste Garant für Gesundheit ist, wobei eine ausgewogene Ernährung auch darin besteht, bekannte Risiko-Nahrung zu vermeiden.

Das führt zu einem weiteren Ergebnis von Seidelmann et al.: Die Autoren können zeigen, dass die Substitution von Kohlenhydraten durch Fett und Eiweiß aus tierischer Produktion eine lebensverkürzende Wirkung hat, während eine Substitution mit pflanzlichen Proteinen (Linsen, Erbsen usw.) in „Longevity“ mündet …

Kein überraschendes Ergebnis, eher eines, das sich in den Reigen all der Studien einreiht, die das Risiko von tierischer proteinreicher Nahrung belegen. Einmal mehr etwas, das man zur Kenntnis nehmen sollte, wenn man sein Leben nicht verkürzen will, aber nicht zur Kenntnis nehmen muss…

Eine Erklärung für den U-förmigen Verlauf des Zusammenhangs zwischen dem Anteil der aufgenommenen Energie aus Kohlenhydraten und der Sterblichkeit könnte auf der einen Seite darin bestehen, dass eine geringe Aufnahme von Kohlenhydraten, wie sie z.B. in Keto-Diäten der Fall ist, einen Ersatz von Kohlenhydraten durch tierische Fette und Proteine vorsieht, der Entzündungen, biologische Alterung und oxidativen Stress befördert und auf diese Weise das Ableben in Relation MIT DER Zeit wahrscheinlicher werden lässt. Eine zu hohe Aufnahme von Kohlenhydraten, wie sie vor allem in asiatischen Ländern gegeben ist, basiert zumeist auf ausgemahlenem Mehl und weißem Reis und komm somit mit einer hohen glykämischen Last, die Stoffwechselerkrankungen mehr oder minder zur Normalität werden lässt.


 

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