In Deutschland feiert man aktuell einen Anstieg der Baugenehmigungen: Rund 238.500 Wohnungen seien 2025 genehmigt worden, was einem Plus von 10,8 Prozent gegenüber 2024 entspreche. Allerdings fehlen deutschlandweit einer Studie zufolge 1,4 Millionen Wohnungen – und angesichts explodierender Baukosten liegen bereits etliche genehmigte Bauprojekte brach. Verantwortlich für die horrenden Kosten ist vor allem der Staat.

Deutschland sollte Platz haben, so das Narrativ der “Refugees welcome”-Fraktion. Deren Anhänger sind es mutmaßlich, die heute Architektur studieren und Berliner Wohnungen so umbauen wollen, dass Massen von Menschen darin in WGs zusammengepfercht werden können – so dargelegt in einem aktuellen rbb-Beitrag. Senioren und junge Menschen unter einem Dach, das funktioniert bestimmt ganz konfliktfrei – zumal alle in Stockbetten schlafen sollen (ja, wirklich!).

Die bundesweite Wohnungsnot ist bekannt. Ebenso, dass viel zu wenige Wohnungen gebaut werden. Umso putziger muten Nachrichten an, in denen man sich über gestiegene Baugenehmigungen 2025 freut. Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen sei im vergangenen Jahr zum ersten Mal seit 2021 wieder gestiegen! Dumm nur, dass Baugenehmigungen keineswegs bedeuten, dass das Objekt auch zeitnah fertiggestellt wird und bezogen werden kann.

„Wenn die Baubranche positive Effekte für den Wohnungsbau frühestens 2027 oder 2028 erwartet, dann bedeutet das für Hunderttausende Familien die nächsten Jahre weiter stark steigende Mieten angesichts der Wohnungskatastrophe und die Vertröstung auf irgendwann oder noch später”, prangert der baupolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Marc Bernhard, an. Das vermeldete Plus von Baugenehmigungen betrachtet er als Augenwischerei, denn: “Wohnungen genehmigen heißt nicht Wohnungen bauen.”

Der Neubau von Wohnungen sei schlichtweg zu teuer geworden. “Da hilft auch keine Bauturbo-Propaganda der Bundesregierung. Nicht die Geschwindigkeit ist das große Problem, sondern dass das Bauen viel zu teuer ist, sodass man am Ende für 20-25 Euro pro Quadratmeter vermieten muss. Das kann sich kein Mieter leisten. Deshalb wird nicht gebaut, weil die Wohnungen zu solchen Preisen einfach nicht vermietbar sind”, so Bernhard.

Der Baukostenpreisindex in Deutschland sei seit 2002 um fast 77 Prozent gestiegen. Doch woher das Kostenplus? Bernhard spricht Klartext: “Von den Baukosten sind rund 40 Prozent staatlich verursacht – und zwar durch Steuern und energetische Vorschriften. Hier muss die Bundesregierung endlich ansetzen und die Kosten massiv senken. Alle anderen Maßnahmen ändern nichts an der Notlage am Wohnungsmarkt und sind nur Wählertäuschung.”

Die AfD will hier auf Kostenreduktion durch Steuersenkungen, Bürokratieabbau und die Abwicklung “des großen ideologischen Kostentreibers, des energetischen Vorschriftenwahns” setzen. Das Ziel: eine Halbierung der Baukosten, um den Wohnraummangel effektiv zu bekämpfen.



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