Tag 2 der Eskalation im Nahen Osten: Die USA und Israel flogen gestern Luftangriffe auf den Iran, viele ranghohe Führer wurden getötet, darunter Ayatollah Ali Chamenei.

Foto: Illustration: Epoch Times/Gemeinfrei
Alle Entwicklungen vom 1. März hier im Liveticker:
Hauptquartier der Revolutionsgarden zerstört
Die US-Armee hat nach eigenen Angaben das Hauptquartier der iranischen Revolutionsgarden bei einem Angriff zerstört.
In den vergangenen 47 Jahren hätten die Revolutionsgarden mehr als 1.000 US-Bürger getötet, erklärte das zuständige US-Militärkommando Centcom. „Gestern hat ein US-Schlag den Kopf der Schlange abgeschlagen.“
Die israelische Armee meldete einen „schweren Schlag“ gegen „dutzende“ militärische Kommando- und Kontrollzentren des Iran. Die heutigen Angriffe hätten sich gegen die Revolutionsgarden, den Geheimdienst, die Kommandozentralen der Luftwaffe und den Inlandsgeheimdienst gerichtet.
Zudem habe es mehr als 30 israelische Angriffe auf iranische Luftverteidigungs- und Raketenstellungen gegeben.
Paris, Berlin und London kündigen „Defensivmaßnahmen“ an
Die Staats- und Regierungschefs von Frankreich, Deutschland und dem Vereinigten Königreich verurteilen die Raketenangriffe des Iran auf Länder in der Region als „wahllos und unverhältnismäßig“.
Diese Angriffe richteten sich auch gegen Staaten, die nicht an den ursprünglichen militärischen Operationen der USA und Israels beteiligt waren. Die E3-Staaten forderten in einer gemeinsamen Erklärung den Iran auf, die Angriffe sofort einzustellen.
Sie kündigten an, Maßnahmen zu ergreifen, um ihre „Interessen“ und die ihrer Verbündeten zu „verteidigen“.
Dazu könnten auch „notwendige“ und „verhältnismäßige“ militärische „Defensivmaßnahmen“ gehören, um die Fähigkeit des Iran, Raketen und Drohnen abzufeuern, zu zerstören.
Die E3-Staaten einigten sich darauf, in dieser Angelegenheit mit den USA und weiteren Verbündeten in der Region zusammenzuarbeiten.
Schah-Sohn ruft Iraner zu nächtlichen Protesten auf
Der Sohn des letzten iranischen Schahs hat die Menschen im Iran zu nächtlichen Protesten für ein schnelles Ende der Islamischen Republik aufgerufen. Unter Wahrung ihrer Sicherheit sollten sie „durch nächtliche Sprechchöre ihre Unterstützung für die Zerschlagung der Islamischen Republik demonstrieren“, erklärte der 65-jährige Reza Pahlavi im Onlinedienst X.
Der im US-Exil lebende Oppositionelle hält sich bereit, einen Übergang in seiner Heimat anzuführen.
„Meine Stärke kommt aus eurer Stärke und Unterstützung“, fügte der Schah-Sohn hinzu. Er forderte die iranischen Sicherheitskräfte auf, die Macht im Land ohne Blutvergießen abzugeben.
Auch Exil-Iran Iraner müssten nun aktiv werden. „Zwingt die Welt, die Unterstützung des iranischen Volkes für diese humanitäre Intervention zu hören, und fordert einen vollständigen Sturz des Regimes“, erklärte Pahlavi.

Jubel gab es für Reza Pahlavi, den Sohn des früheren iranischen Schahs Mohammad Reza Pahlavi, als er zusammen mit seiner Frau auf der Theresienwiese in München während der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2026 auftrat.
Foto: Felix Hörhager/dpa
VAE schließen zwei Aktienmärkte am Montag und Dienstag
Die Capital Markets Authority der Vereinigten Arabischen Emirate sagt, dass die Börsen Abu Dhabi Securities Exchange und Dubai Financial Market am 2. März und am 3. März geschlossen bleiben. Beide gehören zu den fünf größten Aktienmärkten im Nahen Osten und beherbergen einige der wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Region.
Emirate schließen Botschaft in Teheran
Die Emirate kündigten die Schließung ihrer Botschaft in Teheran und die Rückkehr des Botschafters in Abu Dhabi an. Als Grund gelten die iranischen Angriffe auf sein Territorium.
Keine Evakuierung möglich
Zahlreiche Deutsche sitzen im Nahen Osten und in den Vereinigten Arabischen Emiraten fest. Eine militärische Evakuierung schließt Außenminister Johann Wadephul (CDU) in der „BILD“ aus. „Das werden wir nicht machen können, denn die Lufträume sind insgesamt geschlossen“, sagte Wadephul.
Stattdessen setze die Bundesregierung auf konsularische Unterstützung. „Alle Botschaften, alle Auslandsvertretungen sind geöffnet. Wir arbeiten intensiv daran, mit Informationen da zu sein“, erklärte Wadephul weiter. Wann eine Ausreise für die Betroffenen wieder möglich sein wird, sei derzeit nicht absehbar.
Die NATO verfolgt die Entwicklungen im Iran und im Nahen Osten. Der Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte in Europa, US-General Alexus Grynkewich, „steht weiterhin in aktivem und regelmäßigem Kontakt mit Militärführern auf beiden Seiten des Atlantiks sowie mit dem NATO-Generalsekretär“.
Das sagte Oberst Martin O’Donnell, Sprecher des Obersten Hauptquartiers der Alliierten Streitkräfte in Europa.
Der Oberbefehlshaber habe „die sehr starke Streitmacht der NATO angepasst und wird dies auch weiterhin tun, um die Sicherheit ihrer 32 Mitgliedstaaten zu gewährleisten und das Bündnis vor potenziellen Bedrohungen wie ballistischen Raketen oder unbemannten Luftfahrzeugen aus dieser oder anderen Regionen zu schützen“.

Am 1. März 2026: Ein U.S.-Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse feuert im Rahmen eines gemeinsamen Einsatzes mit Israel eine Tomahawk-Rakete ab.
Foto: U.S. Navy via Getty Images
Bundeswehr-Feldlager angegriffen
Der Iran hat auch Militärbasen im Irak und Jordanien ins Visier genommen, in denen die Bundeswehr stationiert ist.
Dem „Spiegel“ zufolge wurden seit Samstagmorgen mehrere iranische Raketen und Drohnen auf eine multinationale Basis in der Nähe des Flughafens in Erbil im Nordirak sowie auf ein Feldlager der Bundeswehr in al-Azraq im Osten von Jordanien abgefeuert.
Alle Geschosse und Drohnen seien durch die Flugabwehr neutralisiert worden und ein US-Soldat durch herabstürzende Trümmer leicht verletzt.
Ein Sprecher des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr betätigte dem Sender „Welt TV“ die Angriffe auf Stützpunkte der Bundeswehr im Nahen Osten.
Die Bundeswehr hatte sich schon auf Vergeltungsangriffe des Irans eingestellt. Vor allem im Nordirak, wo die Bundeswehr die Ausbildung der lokalen Sicherheitskräfte unterstützt, wurde das deutsche Personal auf ein absolutes Minimum verkleinert. Sobald es eine sichere Möglichkeit gibt, soll auch die Zahl der Soldaten in Jordanien reduziert werden.
Centcom: Iran greift nicht nur US-Stützpunkte an
Die Vereinigten Staaten veröffentlichten eine Liste der Orte, die der Iran angegriffen habe. Zuvor sprach Teheran davon, nur US-Vermögenswerte und -stützpunkte ins Visier genommen zu haben. Zu den angegriffenen Orten gehören laut dem US-Kommando für den Nahen Osten (Centcom):
- der Dubai International Airport,
- der Kuwait International Airport,
- der Zayed International Airport in Dubai,
- der Erbil International Airport im Irak,
- das Fairmont Palm Hotel in Dubai,
- das Burj Al Arab Hotel in Dubai,
- das Crowne Plaza Hotel in Bahrain,
- der Hafen von Dubai,
- die Haifa Oil Refinery und
- Wohngebiete in Israel, Bahrain und Katar.
Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat eine Verstärkung der Luftangriffe auf die iranische Hauptstadt Teheran angekündigt.
Oman drängt auf Waffenruhe
Der Golfstaat Oman, der bei den Gesprächen zwischen Teheran und Washington vermittelt hat, drängt auf eine Waffenruhe im Konflikt um den Iran. Der Außenminister des Oman, Badr Albusaidi, forderte in einem Telefonat mit seinem iranischen Kollegen Abbas Araghtschi auch zu einer Rückkehr zum Dialog auf, wie das Außenministerium des Oman mitteilte.
Den Angaben zufolge sprach sich Araghtschi für „Frieden“ aus und betonte die iranische Bereitschaft zu „allen ernsthaften Versuchen“, die dazu beitragen, die Eskalation zu beenden und zu Stabilität zurückzukehren.
Trump: 9 Schiffe zerstört
US-Präsident Donald Trump schreibt auf Truth Social, dass er gerade darüber informiert worden sei, dass „wir neun Schiffe der iranischen Marine zerstört und versenkt haben, von denen einige relativ groß und wichtig sind“.
Weitere Schiffe würden die USA weiter verfolgen. Zudem sei weitgehend das iranische Hauptquartier der Marine zerstört worden.
Trump will mit neuer iranischer Führung sprechen
US-Präsident Donald Trump erklärt seine Bereitschaft zu Gesprächen mit Vertretern der iranischen Führung. „Sie wollen reden und ich habe zugestimmt, zu reden, also werde ich mit ihnen reden“, wurde Trump von der Zeitschrift „The Atlantic“ zitiert.
Auf die Frage, wann die Gespräche stattfinden könnten, sagte Trump: „Das kann ich ihnen nicht sagen.“ Er äußerte sich auch nicht dazu, mit wem er sprechen will.
In Bezug auf die iranische Führung, die in den vergangenen Jahren immer wieder Gespräche mit den USA und anderen westlichen Regierungen geführt hat, sagte Trump: „Die meisten dieser Leute sind nicht mehr da.“ Und: „Sie hätten einen Deal machen können. Sie hätten das früher tun sollen.“
In einem weiteren Interview sagte Trump, dass 48 ranghohe Vertreter der iranischen Führung seit Beginn der US-israelischen Angriffe getötet worden seien.

Schiitische Muslime versammeln sich am 1. März 2026 in Skardu, Pakistan, zu einer Anti-USA- und Anti-Israel-Demonstration.
Foto: Manzoor Balti/AFP via Getty Images
Saudi-Arabien: Armee darf auf iranische Angriffe reagieren
Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman gab der saudischen Armee die Erlaubnis, auf iranische Angriffe zu reagieren. Das berichtet CNN.
Zuvor meldete Saudi-Arabien offiziell, dass Gebiete in Riad und der östlichen Provinz des Königreichs infolge direkter iranischer Angriffe beschädigt wurden.
In der Erklärung heißt es, dass Saudi-Arabien „sich das Recht auf eine legitime und entschlossene Reaktion vorbehält“, um sein Territorium, seine Souveränität und die Sicherheit seines Volkes zu schützen.
Israel zerstört Hauptquartiere des iranischen Generalstabs
Die israelische Armee hat Hauptquartiere des iranischen Regimes angegriffen und teilweise zerstört. Dutzende Kampfflugzeuge flogen eine weitere Angriffswelle auf Hauptquartiere und Kommandozentralen des Regimes in Tehean.
Getroffen wurde unter anderem das Hauptquartier der internen Sicherheit. Es verbindet die iranische Kommandoebene mit den Streitkräften vor Ort – und leitete die Unterdrückung des iranischen Volkes.
Zudem sei das Hauptquartier „Tharallah“ zerstört, das als Kommandozentrale für die Verteidigung Teherans gegen militärische Bedrohungen diente.
Angegriffen wurden auch das Hauptquartier der Revolutionsgarden, des Geheimdienstes sowie das der Luftwaffe.
Drei Schiffe in Straße von Hormus von unbekannten Geschossen getroffen
In der Straße von Hormus sind am Sonntag zwei Schiffe angegriffen worden. Eines der Schiffe sei vor der Küste des Oman „oberhalb der Wasserlinie von einem unbekannten Geschoss getroffen worden“, erklärte die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO). Im Maschinenraum sei ein Feuer ausgebrochen, das mittlerweile unter Kontrolle sei.
Darüber hinaus sei ein weiteres Schiff von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden. Auch hier sei ein Feuer ausgebrochen, das gelöscht werden konnte. Das Schiff beabsichtige, „seine Reise fortzusetzen“. Laut dem privaten Seesicherheitsunternehmen Vanguard Tech handelte es sich um einen Tanker etwa 17 Seemeilen nordwestlich von Mina Sakr in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Die UKMTO meldete später, dass ein weiteres Geschoss 35 Seemeilen westlich der emiratischen Stadt Scharjah „in unmittelbarer Nähe eines Schiffes explodiert“ sei. Alle Besatzungsmitglieder seien „unversehrt und wohlauf“.
Das iranische Staatsfernsehen hatte gemeldet, ein Öltanker sei „am Sinken“, nachdem er während der „illegalen“ Passage durch die Straße von Hormus getroffen worden sei.
Merz will USA und Israel nicht „belehren“
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich hinter Israel und die USA gestellt. Die innere Dynamik im Iran sei nur schwer zu durchschauen. Die Bundesregierung ziehe aus der Aktion nüchterne Schlussfolgerungen für das eigene Handeln. Er verurteilte die „wahllosen“ Vergeltungsangriffe Teherans auf Nachbarstaaten.
„Völkerrechtliche Einordnungen werden dabei relativ wenig bewirken“, fügte er hinzu. „Das gilt umso mehr, wenn sie weitgehend folgenlos bleiben.“ Appelle aus Europa, auch aus Deutschland, die Verurteilung iranischer Rechtsbrüche und selbst umfangreiche Sanktionspakete hätten über Jahre und Jahrzehnte wenig ausgerichtet.
„Das hat auch daran gelegen, dass wir nicht bereit waren, grundlegende Interessen notfalls mit militärischer Gewalt durchzusetzen. Deshalb ist jetzt nicht der Moment, unsere Partner und Verbündeten zu belehren“, sagte der Kanzler.

Bundeskanzler Friedrich Merz am 01.03.2026.
Foto: via dts Nachrichtenagentur
Wichtig sei, eine „Agenda mit Iran für diesen Tag danach“ zu entwickeln, sagte Merz. Dazu gehöre eine Friedensordnung in Nahost, bei der alle Nachbarn „ohne Wenn und Aber Israels Recht auf Existenz und Sicherheit anerkennen“ sowie eine vertragliche Regelung zur Beendigung des Atom- und Raketenprogramms des Iran.
Pentagon: Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ wurde nicht getroffen
Das US-Verteidigungsministerium hat Angaben der iranischen Revolutionsgarden dementiert, wonach der US-Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ bei einem Angriff getroffen worden sein soll.
„Die abgeschossenen Raketen sind ihr nicht einmal nahe gekommen“, teilte das US-Kommando für den Nahen Osten (Centcom) mit. Die Revolutionsgarden hatten zuvor mitgeteilt, den US-Flugzeugträger im Persischen Golf attackiert und getroffen zu haben.
Die US-Armee gab unterdessen an, ein iranisches Kriegsschiff im Persischen Golf versenkt zu haben.
Petagon: Drei US-Soldaten getötet, fünf schwer verletzt
Drei US-Soldaten wurden bei den gemeinsamen Angriffen der USA und Israels auf den Iran getötet, weitere fünf wurden schwer verletzt, teilte das US-Militär am 1. März mit.
Darüber hinaus erlitten mehrere andere Soldaten „leichte Splitter- und Gehirnerschütterungsverletzungen“, konnten jedoch bereits auf dem Weg zurück in den Dienst sein, erklärte das US-Zentralkommando (Central Command) auf X. „Die schweren Kampfhandlungen halten an“, hieß es weiter.
Staatsmedien: Irans Ex-Präsident Ahmadinedschad bei Luftangriff getötet
Die staatliche Nachrichtenagentur „Ilna“ berichtete, dass der ehemalige iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad gestern zusammen mit seinen Leibwächtern bei einem israelisch-amerikanischen Angriff getötet wurde.
Sorge um Anschlagsgefahr in Europa durch „iranische Schläferzellen“
In Deutschland wächst die Sorge, dass sich der Krieg im Nahen Osten auch auf die Sicherheitslage in Europa auswirkt. „Das iranische Regime hat in der Vergangenheit wiederholt gezeigt, dass es seinen Terror auch außerhalb der eigenen Grenzen austrägt“, sagte Marc Henrichmann, Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums der Geheimdienste, der „Süddeutschen Zeitung“.
Es befinde sich „aktuell im absoluten Überlebenskampf“, sagte der CDU-Politiker weiter. „Vergeltungsmaßnahmen, auch durch iranische Schläferzellen in Europa, sind nicht auszuschließen.“ Vor allem israelische, jüdische und auch amerikanische Einrichtungen stünden seit Jahren im besonderen Fokus solcher Bedrohungen.
Reisewarnungen für Urlauber
Das Auswärtige Amt verschärfte seine Reise- und Sicherheitshinweise für die ganze Region. Wie es nach einer Sitzung des Krisenstabs der Bundesregierung hieß, gelten jetzt Reisewarnungen für Israel, Bahrain, Irak, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Für den Iran besteht schon seit 2022 eine Reisewarnung.
Nonstop-Angriff über Teheran
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz sagt, dass israelische Flugzeuge über Teheran „in Bereitschaft“ seien, um „einen massiven Angriff auf Ziele des Regimes und der Unterdrückung“ durchzuführen.
„Von nun an wird ein Nonstop-Luftzug für einen massiven Angriff auf Tornado-Ziele in Teheran eingesetzt“, schrieb er in den sozialen Medien.
Weltweite Warnung für US-Amerikaner
US-Botschaften und Konsulate im gesamten Nahen Osten weisen Mitarbeiter und amerikanische Bürger an, sich an Ort und Stelle in Sicherheit zu bringen.
Amerikanische Staatsbürger, die in Bahrain, Israel, Irak, Jordanien, Oman und Pakistan leben oder sich dort aufhalten, wurden von ihren Botschaften aufgefordert, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen.
„Bitte bleiben Sie wachsam, da die iranische Regierung und ihre Stellvertreter versuchen könnten, Amerikaner als Vergeltung für die US-Angriffe gegen den Iran ins Visier zu nehmen. Der Luftraum über Katar ist gesperrt. Alle nicht unbedingt erforderlichen Mitarbeiter sollten militärische Einrichtungen meiden“, erklärte die US-Botschaft in Katar am Sonntag in einer Sicherheitswarnung.
Das US-Außenministerium warnte Amerikaner im Ausland in einer „weltweiten Warnung“ vor ähnlichen Maßnahmen.
Lufthansa pausiert Flüge bis zum 8. März
Die Lufthansa setzt ihre Flüge nach Tel Aviv, Beirut, Amman, Erbil, Dammam und Teheran bis einschließlich 8. März aus. Die bereits bestehenden Annullierungen wurden damit verlängert.
In der Stadt Skardu im Norden Pakistans stürmten Demonstranten ein Büro der Vereinten Nationen und setzten es in Brand. Schwarzer Rauch stieg einem AFP-Reporter zufolge aus dem Gebäude auf. Mindestens drei Fahrzeuge in der Nähe brannten vollständig aus.
Auch im ostpakistanischen Lahore gingen Tausende Menschen auf die Straße. Zuvor stürmten bereits etwa 500 schiitische Muslime ein US-Konsulat in Pakistan. Dabei kamen neun Menschen ums Leben.
Erneut Explosionen in Tel Aviv
In der israelischen Stadt Tel Aviv waren erneut Sirenenalarm und Explosionen zu hören. Eine AFP-Journalistin hörte ein Dutzend Explosionen von Luftabwehrsystemen, die Raketen abfingen. Zuvor waren bereits über Jerusalem Explosionen zu hören gewesen.
In verschiedenen Teilen Israels ertönte nach Militärangaben Sirenenalarm. Es seien aus dem Iran in Richtung Israel abgefeuerte Raketen identifiziert worden, erklärte das israelische Militär. Die Luftwaffe sei im Einsatz, um diese abzufangen und Bedrohungen abzuwehren.
Israels Staatsflugzeug parkt nun in Berlin
Israels Staatsflugzeug ist zum Berliner Flughafen BER gebracht worden, es parkt dort auf dem Rollfeld, beobachtete ein dpa-Reporter.
Nach Daten des Luftverkehr-Portals „Flightradar“ war die Maschine am frühen Samstagnachmittag Ortszeit (kurz nach 13:00 Uhr MEZ) in Israel gestartet und kreiste dann stundenlang über dem Mittelmeer, bevor sie nach Deutschland flog und am Abend am BER landete.
Der Flughafen BER äußerte sich auf Anfrage nicht zum Aufenthalt des Fliegers, auch die israelische Botschaft reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage. Bereits bei früheren Konflikten war die Maschine nach israelischen Medienberichten zum Schutz vor Raketenangriffen außer Landes gebracht worden.
Israels Staatsflugzeug „Flügel Zions“ ist eine Boeing 767, die speziell für offizielle Regierungsreisen und diplomatische Missionen ausgestattet wurde. Es dient sowohl dem Präsidenten als auch dem Ministerpräsidenten Israels und ist mit modernster Kommunikationstechnik gesichert.

Israels Staatsflugzeug „Flügel Zions“ steht am Flughafen BER.
Foto: Christophe Gateau/dpa
USA: Bürger sollen Hotels in der Hauptstadt von Bahrain meiden
Zuvor wurden US-Regierungsmitarbeiter aus Hotels evakuiert. Die Botschaft bestätigte Berichte, wonach das Crowne Plaza Hotel in Manama am 1. März 2026 angegriffen wurde, wobei es zu Verletzten kam.
Hisbollah will Iran unterstützen
Die Hisbollah-Miliz im Libanon will sich der „Aggression“ entgegenstellen. „Wir werden unsere Pflicht wahrnehmen, uns der Aggression entgegenzustellen“, erklärte der Anführer der pro-iranischen Schiiten-Miliz, Naim Kassem, am Sonntag. „Was auch immer die Opfer sind, wir werden (…) das Feld der Ehre und des Widerstands nicht verlassen.“
Bisher hat die von Teheran unterstützte Miliz nicht eingegriffen. Für Sonntagnachmittag ist im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut eine Unterstützungskundgebung geplant. Die Hisbollah will auch Trauerbekundungen für Chamenei organisieren.
Die Regierung in Beirut sagte, der Libanon wolle nicht in den Konflikt hineingezogen werden.
Putin schreibt an den iranischen Präsidenten
Der russische Präsident Wladimir Putin verurteilt die Tötung des geistlichen Oberhaupts des Iran, Ayatollah Ali Chamenei. Diese sei „in zynischer Missachtung aller Normen der menschlichen Moral und des Völkerrechts“ erfolgt, schrieb Putin in einem vom Kreml heute veröffentlichten Brief an den iranischen Präsidenten. Er brachte sein „tiefes Beileid für den Mord“ an Chamenei zum Ausdruck.
Chamenei werde als „außergewöhnlicher Staatsmann“ erinnert werden, „der zur Entwicklung der freundschaftlichen russisch-iranischen Beziehungen persönlich enorm viel beigetragen hat“, schrieb Putin. Russland kritisierte die Angriffe auf den Iran am 28. Februar als „gefährliches Abenteuer“, welche die Region in eine „Katastrophe“ stürzen könnten.
Teheran war bisher einer der wichtigsten Verbündeten Moskaus in seiner Offensive gegen die Ukraine. Beide Länder vereinbarten im vergangenen Jahr die Ausweitung ihrer Beziehungen, unter anderem im Militärbereich.
Neues Führungstrio des Iran steht
Ayatollah Aliresa Arafi ist im Iran in die Übergangsführung berufen worden. Der iranische Schlichtungsrat wählte das Mitglied des Wächterrats und des Expertenrats in das Gremium, wie Schlichtungsrat-Sprecher Mohsen Dehnawi im Kurzbotschaftendienst X bekanntgab.
Damit steht das Trio, das den Iran nach dem Tod des geistlichen Oberhaupts Chamenei bis zur Wahl eines Nachfolgers vorübergehend führen soll: Ihm gehören neben Arafi der iranische Präsident Massud Peseschkian und Justizchef Gholamhossein Mohseni Edschei an.
Der US-Auslandsgeheimdienst CIA war laut einem Bericht der „New York Times“ über die Teilnahme von Ali Chamenei an einem ranghohen Treffen am Samstagmorgen in Teheran informiert und hätte so einen gezielten Angriff auf das geistliche Oberhaupt des Iran ermöglicht.
Die CIA habe erfahren, „dass am Samstagmorgen ein ranghohes Treffen in einem Gebäudekomplex der iranischen Behörden im Zentrum von Teheran stattfinden sollte. Noch wichtiger, die CIA hat erfahren, dass der Oberste Führer vor Ort sein sollte“, so die Zeitung.
Die USA hätten daraufhin die Information an Israel weitergeleitet, beide hätten dann beschlossen, den Zeitplan für ihren Angriff teilweise zu justieren, um sich diese Information zunutze zu machen, welche die Tötung des Ayatollahs erlaubt habe.
Der ursprüngliche Plan habe vorgesehen, mit den Angriffen nachts im Schutz der Dunkelheit zu beginnen. Dem Bericht zufolge erfolgte der Angriff um 9:40 Uhr Ortszeit (7:10 Uhr MEZ) durch weitreichende Luft-Boden-Raketen.

Eine Rauchwolke steigt aus dem Hafen von Jebel Ali auf, nachdem am 1. März 2026 ein iranischer Angriff in Dubai gemeldet wurde. Die USA haben ihren jüngsten Militärangriff gegen den Iran „Operation Epic Fury“ genannt.
Foto: Fadel Senna/AFP via Getty Images
Israelische Armee: 40 Schlüsselkommandeure des Irans sind auf einmal umgekommen
Israel gab am Sonntag bekannt, dass es Dutzende iranischer Führungskräfte eliminiert habe. „Die [israelischen Streitkräfte] haben sieben Mitglieder der obersten iranischen Sicherheitsführung in Teheran und 40 hochrangige Kommandeure angegriffen und eliminiert“, teilten die israelischen Streitkräfte am 1. März in einem Beitrag auf X mit.
In einem anderen Beitrag der israelischen Luftwaffe hieß es, dass 40 Kommandeure „in einer Minute eliminiert“ worden seien, und es wurde eine offenbar die Angriffe illustrierende Abbildung beigefügt. Die Luftwaffe veröffentlichte auch Videomaterial, das sie als „Dokumentation“ der Zerstörung des Hauptquartiers des Regimes in Teheran bezeichnete.
Zudem hätte die Armee Dutzende von Verteidigungssystemen im westlichen und zentralen Iran zerstört und die Luftüberlegenheit errungen.
Laut dem israelischen Verteidigungsminister Israel Katz sind die Streitkräfte seines Landes bei den Angriffen auf Teheran in eine neue Phase eingetreten. Es würde erstmals Munition direkt über den Zielen abgeworfen.
Bei den gestrigen israelischen Angriffen auf Teheran wurden sogenannte „Stand-off“-Waffen eingesetzt, die aus der Ferne abgefeuert werden und in der Regel kleinere Sprengköpfe haben.
Großbritannien schickt Kampfflugzeuge nach Zypern und Katar
Der britische Verteidigungsminister John Healey sagt „Sky News“, dass zwei Raketen in Richtung Zypern abgefeuert wurden. Auf Zypern sind britische Soldaten stationiert. Zudem wurde eine iranische Drohne von britischen Streitkräften über dem Irak abgeschossen.
Laut Healey werden nur wenige Menschen um Ayatollah Ali Chamenei trauern. „Der Iran und das Regime, das er so lange geführt hat, sind eine Quelle des Bösen, das seine eigenen Bürger ermordet und Terrorismus unterstützt und exportiert, auch in Länder wie Großbritannien“, sagte Healey „Sky News“. Die Sorge sei nun, „dass das Regime (…) immer wahlloser“ um sich schlage.
„Großbritannien war an den Angriffen auf den Iran nicht beteiligt“, fügte Healey an. „Wir teilen jedoch das vorrangige Ziel aller Verbündeten in der Region und der USA, dass der Iran niemals über Atomwaffen verfügen sollte.“
Irans Präsident nennt Chameneis Tod eine „Kriegserklärung an Muslime“
Irans Präsident Massud Peseschkian hat die Tötung von Ayatollah Ali Chamenei als eine „Kriegserklärung an die Muslime“ bezeichnet. Die „Ermordung“ Chameneis werde als „offene Kriegserklärung an die Muslime und insbesondere an die Schiiten überall auf der Welt wahrgenommen“, sagte Peseschkian in einer Fernsehansprache.
Der Chef des Nationalen Sicherheitsrats des Iran, Ali Laridschani, drohte mit beispiellosen Angriffen gegen die USA und Israel.
Der Irak hat eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen. Auch der einflussreiche irakische Schiitenführer Moktada Sadr rief eine dreitägige Trauerzeit aus.
Die radikalislamische Hamas verurteilt den Tod von Chamenei als ein „abscheuliches Verbrechen“. Der Islamische Dschihad bezeichnete die Tötung Chameneis als „Kriegsverbrechen“. Der Iran unterstützte unter Chamenei israelfeindliche Milizen wie die Hamas.
Israel mobilisiert 20.000 Reservisten
Das israelische Heimatfront-Kommando hat rund 20.000 Reservisten zur Unterstützung der Zivilbevölkerung mobilisiert. Sie hätten sich in den vergangenen 24 Stunden dem Kommando angeschlossen, erklärte das Heimatfront-Kommando. Dieses ist für den Zivilschutz zuständig.
Iran greift erneut an – auch ein Öltanker betroffen
Die iranische Armee flog neue Angriffe auf US-Militärstützpunkte in der Golfregion. Bombardiert wurden nach eigenen Aussagen Länder am Persischen Golf und in der Region Kurdistan im Irak.
In Israel ertönte in verschiedenen Landesteilen Sirenenalarm, berichtet das israelische Militär. Die Luftwaffe sei im Einsatz, um Geschosse abzufangen. Über Jerusalem waren Explosionen zu hören.
Über der katarischen Hauptstadt Doha stieg dichter schwarzer Rauch auf, auch in Dubai (VAE) und in Bahrains Hauptstadt Manama waren Detonationen zu hören.
Das Nationale Kommunikationszentrum Bahrains sagt, dass eine neue Welle von „feindlichen iranischen ballistischen Raketen und Drohnen“ über dem Golfstaat abgefangen wurde.

Am 1. März 2026: das durch einen iranischen Militärschlag beschädigte Crown Plaza Hotel in Manama, der Hauptstadt von Bahrain.
Foto: Fadhel Madan/AFP via Getty Images
Staatsmedien im Oman berichteten von zwei Drohnen, die den Hafen von A-Dakm ins Visier genommen hätten. Dieser gilt aufgrund seiner Lage außerhalb der Straße von Hormus und Baba al-Mandab als wichtiger Hafen.
Zudem sei ein unter der Flagge von Palau fahrender Öltanker, die „Skylight“, etwa 9 Kilometer vor der Küste des Oman angegriffen worden. Laut Omans Marine-Sicherheitszentrum wurden vier Menschen verwundet, die 20-köpfige Crew evakuiert.
Israel greift „im Herzen Teherans“ an
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben am Sonntag mit neuen Angriffen auf die iranische Hauptstadt Teheran begonnen.
„Die IDF greift Ziele des iranischen Terrorregimes im Herzen Teherans an“, erklärte das Militär mit Blick auf die israelischen Streitkräfte. „Im Laufe des vergangenen Tages führte die israelische Luftwaffe groß angelegte Angriffe aus, um die Lufthoheit zu erlangen und den Weg nach Teheran zu ebnen.“
Laut iranischen Medien umfassten die jüngsten Angriffe unter anderem das Hauptquartier des Gerichtshofs der Islamischen Revolution, die iranische Staatsfernsehstruktur sowie Gebäude in der Nähe des „Azadi-Turms“ auf dem Hauptplatz Teherans. Auch der Flughafen Teherans sei betroffen.

Rauchwolken steigen nach Explosionen in Teheran am 1. März 2026 auf.
Foto: Atta Kenare/AFP via Getty Images
IAEA setzt Sondersitzung an
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) setzt auf Antrag Russlands für Montag eine Sondersitzung an. Russland ist ein wichtiger Verbündeter Teherans. Der Iran forderte am Samstag in einem Brief an IAEA-Chef Rafael Grossi ebenfalls eine Sondersitzung zu den Angriffen.
Mit Blick auf die Militärangriffe erklärte die IAEA, sie verfolge die Entwicklungen im Nahen Osten „genau“ und rufe zur Zurückhaltung auf, „um jegliches atomares Sicherheitsrisiko für Menschen in der Region zu vermeiden“.
In einem vertraulichen Bericht, den AFP einsehen konnte, hatte die IAEA am 27. Februar die „äußerste Dringlichkeit“ ihrer Forderung betont, sämtliches nukleares Material im Iran zu überprüfen.
Chaos im Luftraum – Touristen sitzen fest
Teilweise und temporär sind geschlossen: VAE, Katar und Bahrain. Weiterhin sind betroffen Kuwait, Libanon, Oman und Syrien.
Die Airlines Qatar Airways, Kuwait Airways, Emirates und flydubai haben ihre Flüge vorübergehend eingestellt. Etihad setzte alle Abflüge von Abu Dhabi bis 11 Uhr MEZ aus.
Komplett geschlossen sind derzeit die Flughäfen Dubai (International und Al Maktoum, VAE), Abu Dhabi (Etihad, VAE) und Doha (Qatar Airways, Katar).
Es fielen mindestens 1.800 Flüge aus, 145 Flugzeuge wurden umgeleitet.

Dieses von der kuwaitischen Nachrichtenagentur KUNA am frühen Morgen des 1. März 2026 zur Verfügung gestellte Bild zeigt den kuwaitischen Premierminister Scheich Ahmad al-Abdullah al-Sabah (m) bei einem Besuch des internationalen Flughafens. Dieser wurde von einem iranischen Angriff in Kuwait-Stadt getroffen.
Foto: AFP PHOTO / HANDOUT / KUNA
Iran blockiert erneut das Internet
Iran hat erneut das Internet nahezu völlig blockiert. Die Sperre begann vor mehr 24 Stunden. Die nationale Konnektivität liegt laut einem Post im Onlinenetzwerk X bei 1 Prozent des normalen Niveaus.
US-Konsulat in Pakistan gestürmt
Nach dem Tod von Chamenei stürmten etwa 500 schiitische Muslime ein US-Konsulat in Pakistan. Viele gingen in der irakischen Hauptstadt Bagdad auf die Straße. Die Behörden versuchten, die Menschenmengen an beiden Orten zu zerstreuen.
Bei dem Angriff auf das US-Konsulat hat es mehrere Tote gegeben, ein Sprecher des Rettungsdienstes sprach von mindestens neun Menschen. 20 weitere seien verletzt, die meisten Betroffenen hätten Schusswunden.
Zuvor kletterte eine Gruppe junger Menschen über das Haupttor, verschaffte sich Zugang zur Zufahrt zum Konsulatsgebäude und schlug einige Fenster ein. Die Polizei setzte Tränengas gegen die Demonstranten ein, um sie zu vertreiben.
In einem Video, das in Onlinenetzwerken verbreitet wurde, war ein Demonstrant zu hören: „Wir setzen das amerikanische Konsulat in Karachi in Brand. So Gott will, rächen wir den Mord an unserem Anführer.“
Viele Menschen feierten Chameneis Tod. Etwa 200 Menschen schwenkten Fahnen, skandierten Parolen und tanzten vor der iranischen Botschaft in Australien, dessen Regierung Chameneis Regime kritisiert hatte.

Schiitische Muslime versammeln sich am 1. März 2026 während einer Anti-US- und Anti-Israel-Demonstration in Skardu in der pakistanischen Region Gilgit-Baltistan. Tausende Menschen gingen auch in der östlichen Stadt Lahore und im nördlichen Skardu auf die Straße. Für den Nachmittag wurde eine Demonstration in der Nähe der diplomatischen Enklave erwartet, in der sich die US-Botschaft in der Hauptstadt Islamabad befindet.
Foto: Manzoor Balti/AFP via Getty Images
Hisbollah erklärt ihre Solidarität mit dem Iran
Irans Verteidigungsminister bei Luftangriff getötet
Getötet wurden laut iranischen Staatsmedien neben dem Obersten Führer Ayatollah Ali Chamenei „während einer Sitzung des Verteidigungsrates“:
– der iranische Verteidigungsminister General Aziz Nasirzadeh
– Generalstabschef Abdolrahim Rahim Mussawi
– der Anführer der iranischen Revolutionsgarden (IRGC), Mohammed Pakpur
– Verteidigungsminister Asis Nassirsadeh
– der Vorsitzende des nationalen Verteidigungsrates, Ali Schamchani.
Wie das iranische Staatsfernsehen weiter berichtete, würden weitere Namen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.
Dazu zählt laut der iranischen Nachrichtenagentur „Tsanim“ der Chef der iranischen Organisation für innere Sicherheit, Ghulam Riza Radian.

Autofahrer am 1. März 2026 vor einer Rauchwolke, die nach einem iranischen Angriff im Industriegebiet von Doha aufsteigt.
Foto: Mahmud Hams/AFP via Getty Images
Trump droht Iran bei Vergeltungsschlägen mit „noch nie dagewesener Härte“
US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit einer „noch nie dagewesenen Härte“, sollte das Land Vergeltungsangriffe gegen die USA und Israel verüben.
„Der Iran hat gerade erklärt, dass er heute sehr hart zuschlagen wird, härter als je zuvor“, schrieb Trump auf dem Onlinedienst Truth Social.
„Das sollten sie aber lieber nicht tun. Denn wenn sie das tun, werden wir mit einer noch nie zuvor dagewesenen Härte zuschlagen“, fügte Trump hinzu.
Das US-Konsulat in Karachi, Pakistan, wurde durch Pro-Chamenei-Demonstranten attackiert. Es wird von Zerstörungen und Bränden berichtet.
Maritime Warnzone eingerichtet
Die USA haben eine maritime Warnzone im Persischen Golf, im Golf von Oman, im Nordarabischen Meer und in der Straße von Hormus eingerichtet.

Eine Yacht vor einer Rauchwolke, die nach einem iranischen Angriff in Dubai am 1. März 2026 aus dem Hafen von Jebel Ali aufsteigt. Am Sonntagmorgen waren in den Golfstädten Dubai, Doha und Manama neue Explosionen zu hören.
Israels Verteidigungsminister: Akt der Gerechtigkeit
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat die Tötung des geistlichen Oberhaupts des Iran, Ali Chamenei, als Akt der „Gerechtigkeit“ begrüßt. Chamenei sei „zusammen mit hochrangigen Mitgliedern der iranischen Terrorfestung“ eliminiert worden, so Katz am Sonntag in Onlinediensten.
„Gerechtigkeit ist geschehen, und die Achse des Bösen hat einen schweren Schlag erlitten“, sagte der Verteidigungsminister.
Aktuelle Angriffe: Bandar Abbas, Kuwait, Bahrain, Katar, VAE, Irak
Am Sonntagmorgen wurden erneut mehrere Städte in der Golfregion von Explosionen erschüttert.
Gleichzeitig wurden iranische Angriffe auf Bahrain, Dubai und die VAE gemeldet. Über den Gewässern Kuwaits wurde eine Drohne abgeschossen. Der Nachrichtensender „Al-Jazeera“ meldete mindestens elf Explosionen in der katarischen Hauptstadt Doha, es stieg dichter schwarzer Rauch auf.
In Dubai kam es zu einer weiteren Explosionswelle. Unter anderem wurde der bekannte Wolkenkratzer Burj Al Arab offenbar von einer iranischen Drohne getroffen. Auf im Netz verbreiteten Videos war zu sehen, wie die Fassade des Hotels über mehrere Stockwerke brannte.
Im Irak versuchten Personen, auf das Gelände der Grünen Zone zu gelangen – hier befindet sich die amerikanische Botschaft.
In Bandar Abbas, wo sich der wichtigste iranische Seehafen befindet, sind starke Explosionen zu hören. Zudem gibt es Berichte über Explosionen aus der Stadt Kemum.

Karte des Nahen Ostens.
Foto: PeterHermesFurian/iStock
Iran kündigt neue Angriffsserie an
Der Iran hat eine neue Welle von Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Militärstützpunkte in der Region und auf Israel gestartet. Das meldet das iranische Staatsfernsehen.
Zu den Zielen zählten 27 US-Stützpunkte sowie das israelische Militärhauptquartier und Gebäude der Rüstungsindustrie in Tel Aviv.
Dubai Airport und Luxushotel Burdsch Al Arab durch iranische Raketen beschädigt
Der internationale Flughafen von Dubai und das Luxushotel Burdsch Al Arab wurden in der Nacht durch iranische Raketenangriffe beschädigt.
Laut dem Medienbüro in Dubai wurden vier Menschen verletzt. Ein Terminal meldete Schäden. Die meisten Terminals des Flughafens wurden geräumt, der Flugverkehr ist ausgesetzt.
Eine Drohne wurde abgefangen, was zu herabfallenden Trümmern führte, die ein kleines Feuer im Hotel Burj Al Arab verursachten. Die Situation wurde unter Kontrolle gebracht, und es wurden keine Verletzten gemeldet.

Explosionen durch das Abfangen eines iranischen Geschosses am 1. März 2026 am Himmel über Dubai. Am Sonntagmorgen waren in den Golfstädten Dubai, Doha und Manama neue Explosionen zu hören.
Foto: Giuseppe Cacade/AFP via Getty Images
CENTCOM veröffentlicht Videomaterial
Das Zentralkommando (CENTCOM) der USA veröffentlichte eine Videomontage von Raketenangriffen gegen iranische Ziele. „Das iranische Regime wurde gewarnt“, schrieb CENTCOM auf X.
Das Video zeigt Raketen, die auf dem Landweg abgefeuert werden und mehrere Ziele treffen.
Nach dem Tod von Ali Chamenei versammelten sich am Sonntag Menschen zu seinen Ehren in Teheran.
Die größtenteils schwarz gekleideten Teilnehmer der Kundgebung auf dem zentralen Enghelab-Platz skandierten „Tod den Vereinigten Staaten“ und „Tod Israel“, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten.
In der Nacht war aus vielen Häusern in Teheran Jubel zu hören, als sich die Nachricht von Chameneis Tod verbreitete:

Am 1. März 2026 versammeln sich Menschen auf einem Platz in Teheran, um den Tod des iranischen Obersten Führers Ayatollah Ali Chamenei zu betrauern.
Foto: Atta Kenare/AFP via Getty Images
Chamenei tot – Trio soll Iran führen
Ayatollah Ali Chamenei, der mehr als 30 Jahre lang die Geschicke des Iran bestimmte, wurde bei den Luftangriffen getötet. Das iranische Staatsfernsehen verkündete die Nachricht vom Tod am Sonntag um 5:00 Uhr Ortszeit (2:30 Uhr MEZ). Es wurde eine 40-tägige Staatstrauer angeordnet. Die Schulen wurden für eine Woche geschlossen.
US-Präsident Donald Trump erklärte, die Bevölkerung des Iran habe nun die „Chance“, sich ihr Land „zurückzuholen“.
Präsident Peseschkian soll zusammen mit Justizchef Gholamhossein Mohseni Edschei und einem Juristen des Wächterrats die Führung des Landes übernehmen. Das Trio soll das Land leiten, bis der sogenannte Expertenrat, ein Gremium aus 88 einflussreichen Geistlichen, einen Nachfolger benennt.
Revolutionsgarden kündigen Vergeltung an
Die Revolutionsgarden, deren Anführer Mohammed Pakpur bei den Angriffen auf Teheran getötet wurde, kündigten Vergeltung an. „Die heftigste Offensive in der Geschichte der Streitkräfte der Islamischen Republik Iran wird jeden Moment beginnen“, teilten sie mit.
Trump bezeichnete Chamenei als einen „der bösesten Menschen in der Geschichte“. In Teheran waren nach Bekanntwerden der Berichte über den Tod des 86-Jährigen am späten Samstagabend Freudenschreie und Hupkonzerte zu hören, wie Zeugen berichteten. Menschen standen an den Fenstern ihrer Wohnungen und applaudierten.
Auch der Vorsitzende des nationalen Verteidigungsrats, Ali Schamchani, ums Leben.

Militärflugzeuge der US-Luftwaffe am 25. Februar 2026 auf dem Rollfeld des Flughafens Ben Gurion in der Nähe von Tel Aviv.
Foto: Jack Guez/AFP via Getty Images
Rubio sagt Israel-Reise ab
Außenminister Marco Rubio wird am 2. März nicht mehr nach Israel reisen, während die Angriffe zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran andauern.
Rubio plante einen zweitägigen Besuch, um eine Reihe von Fragen mit israelischen Beamten zu diskutieren. Es waren Gespräche zum Iran, dem Libanon, und den Bemühungen zur Umsetzung des 20-Punkte-Friedenplans für Gaza vorgesehen, so die Website des Außenministeriums.
Die Außenminister der EU‑Mitgliedstaaten kommen am Sonntag zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas soll dabei über „über den Iran und die sich rasch entwickelnden Ereignisse im Nahen Osten“ beraten werden.
Teheran: Bewohner sollen die Stadt verlassen
Die iranische Hauptstadt Teheran ist am frühen Sonntagmorgen erneut von lauten Explosionen erschüttert worden. Mindestens drei Detonationen seien zu hören gewesen, berichtete ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP. Zugleich waren dröhnende Geräusche zu hören, die denen von Flugzeugen ähnelten.
Die iranischen Behörden riefen die Bewohner Teherans auf, die Stadt zu verlassen.
Mit Material der Nachrichtenagenturen