Tag 3 der Eskalation im Nahen Osten: Israel und die USA hatten am Samstagmorgen massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. US-Präsident Trump sprach von 48 getöteten Mitgliedern der iranischen Führungsspitze – auch Irans oberster Führer Ayatollah Ali Chamenei kam ums Leben.
Er geht von einem rund vierwöchigen Militäreinsatz gegen den Iran aus.

Teheran greift seither mit Raketen und Drohnen auch zivile Ziele in Bahrain, VAE, Dubai, Katar, Kuwait, Jordanien, Industrieanlagen sowie Schiffe und Öltanker an. Die Golfstaaten haben die Angriffe des Irans bislang nur abgewehrt, nicht zurückgeschlagen. Was bisher geschah: TICKER 28. Februar und TICKER 1. März.

Alle Entwicklungen vom 2. März hier im Liveticker:

 

Berlin stellt klar: Keine deutsche Beteiligung am Iran-Krieg

Eine gemeinsame Erklärung von Deutschland, Frankreich und Großbritannien zum Iran-Krieg hat Spekulationen über eine mögliche deutsche Beteiligung genährt. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) und Regierungssprecher Stefan Kornelius stellten am Montag aber klar, dass sich ein militärisches Engagement Deutschlands auf die Selbstverteidigung von Bundeswehrsoldaten in der Nahost-Region beschränken werde. Stützpunkte im Irak und in Jordanien mit deutschen Soldaten waren am Wochenende unter iranischen Beschuss gekommen.

Für den Krieg Israels und der USA gegen den Iran gelte: „Wir beteiligen uns daran nicht“, sagte Wadephul im Deutschlandfunk. Er räumte ein, dass London und Paris hierbei zu anderen Entscheidungen kommen könnten.

Am Sonntagabend hatten Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht. „Wir werden die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um unsere Interessen und die unserer Verbündeten in der Region zu verteidigen“, heißt es darin.

Dies könne „potentiell auch, falls notwendig, das Ermöglichen von verhältnismäßigen militärischen Defensivmaßnahmen einschließen, um die Fähigkeit des Iran, Raketen und Drohnen abzufeuern, an der Quelle zu zerstören“, heißt es in der Erklärung weiter.

Diese Formulierung hatte in der deutschen Politik die Frage aufgeworfen, ab damit auch Angriffe im Iran selbst gemeint sein könnten – etwa auf Raketenabschussrampen. So sagte Linken-Fraktionschef Sören Pellmann der Nachrichtenagentur AFP, die Erklärung sei „sicherheitspolitisch eine Katastrophe“. Sie skizziere „Maßnahmen, die Deutschland zum Akteur in diesem Konflikt machen könnten“.

Wadephul widersprach einer solchen Lesart. „Für uns bedeutet es nichts weiter, als dass unsere Bundeswehrsoldaten, wenn sie angegriffen werden würden, sich defensiv verteidigen würden.“ Weitere „Maßnahmen darüber hinaus“ seien nicht geplant.

Die Verbündeten Frankreich und Großbritannien könnten dabei zu anderen Schlüssen kommen, sagte der Bundesaußenminister. So habe Großbritannien entschieden, den USA Militärstützpunkte etwa auf Zypern zur Verfügung zu stellen. „Wir haben gar keine dort“, sagte Wadephul.

Regierungssprecher Kornelius sagte zu dem gemeinsamen sogenannten E3-Statement: „Diese Formulierung wird von jedem der E3-Unterzeichner nach eigenen Maßgaben interpretiert.“ Für Deutschland gelte: „Wir reden über den Selbstschutz der Bundeswehr, den Selbstschutz der dort stationierten Soldaten.“ Die Formulierung bringe aus deutscher Sicht „zum Ausdruck, dass wir uns das Recht vorbehalten, unsere Soldaten in der Region zu schützen, falls sie angegriffen werden“.

Kornelius hob zudem hervor, dass in der Erklärung vom „Ermöglichen“ militärischer Maßnahmen die Rede ist. Ermöglichen „bedeutet, dass man anderen Nationen das ermöglicht“, stellte er ohne weitere Erläuterungen klar.

Nach Drohneneinschlag auf britischem Stützpunkt auf Zypern – Evakuierungen angeordnet

Nach dem Einschlag einer „kleinen“ Drohne in einem britischen Luftwaffenstützpunkt auf Zypern, der in der Nacht zum Montag stattfand, ordnete die dortige Regierung Evakuierungen an. Für die Gemeinde Akrotiri in der Umgebung der gleichnamigen Militärbasis und für den Flughafen Paphos seien Evakuierungsanweisungen ausgegeben worden, erklärte am Montag das zyprische Innenministerium.

Griechenland kündigte die Entsendung von zwei Kriegsschiffen und zwei Kampfjets nach Zypern an, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sicherte dem Mitgliedstaat Solidarität zu.

Ein iranische Drohne vom Typ Schahed habe in der Nacht zum Montag den britischen Stützpunkt Akrotiri im Süden der Insel getroffen, erklärte der zyprische Präsident Nikos Christodoulides. Die britische Außenministerin Yvette Cooper erläuterte, auf dem nahe der bei Touristen beliebten Großstadt Limassol gelegenen Stützpunkt sei eine Landebahn getroffen worden.

Eine Sprecherin der zyprischen EU-Ratspräsidentschaft teilte mit, die „genaue Herkunft“ der Drohne werde noch überprüft. Es sei aber bestätigt worden, dass Zypern „nicht das Ziel eines Angriffs war“.

Bei den Militärstützpunkten Akrotiri im Süden und Dekelia im Südosten Zyperns handelt es sich um britische Überseegebiete.

Zwei weitere Drohnen, die sich „in Richtung des britischen Stützpunktes in Akrotiri bewegten“, seien „rechtzeitig“ abgefangen worden, teilte ein zyprischer Regierungssprecher im Onlinedienst X mit. Der britische Staatssekretär für den Nahen Osten, Hamish Falconer, betonte, Großbritannien befinde sich „nicht im Krieg“.

Wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete, wurde auch der Stützpunkt Akrotiri evakuiert. Rund 70 Autos mit zumeist zivilen Nummernschildern verließen demnach am Vormittag die Basis. Auf dem Stützpunkt leben rund 3.500 Menschen, darunter neben Militärs auch deren Familien sowie zivile Mitarbeiter.

US-Generalstabschef: Luftraum über Iran unter Kontrolle

Die USA haben nach Angaben von Generalstabschef Dan Caine den iranischen Luftraum unter ihre Kontrolle gebracht. „Diese Luftherrschaft wird nicht nur den Schutz unserer Kräfte verbessern, sondern es ihnen auch ermöglichen, die Operationen über dem Iran fortzusetzen“, sagte Caine am Montag in einer Pressekonferenz mit Pentagonchef Pete Hegseth. Ein Einsatz von Bodentruppen sei nicht geplant, sagte Hegseth.

Bundesregierung schickt Charterflugzeuge zur Evakuierung

Die Bundesregierung will Charterflugzeuge nach Saudi-Arabien und in den Oman schicken, um von dort in Nahost gestrandete deutsche Reisende auszufliegen. Zuerst sollen dabei „besonders vulnerable Gruppen Maschinen“ evakuiert werden, wie Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) am Montag in Berlin sagte. Er nannte die Hauptstädte der beiden Länder, Riad und Maskat, „also Orte, von denen noch geflogen werden kann“.

Die Regierung prüft auch Optionen, wie gestrandeten deutschen Urlaubern bei der Ausreise geholfen werden kann.

„Die Sicherheit unserer Staatsangehörigen hat für uns erste Priorität“, so Wadephul. Das bedeute auch, dass angesichts teils ständigem Beschuss und entsprechender Schließung der Lufträume in den meisten Staaten der Region kein Lufttransport möglich sei. „Wir tun alles, was in der jetzigen Situation möglich ist, und wir eruieren weitere Optionen.“

Der deutsche Außenminister Johann Wadephul spricht am 2. März 2026 nach einer Krisensitzung im Auswärtigen Amt in Berlin vor der Presse.

Foto: Axel Schmidt / POOL / AFP via Getty Images

Wadephul kündigte eine enge Koordination mit der Reiseindustrie an: „Wir wollen Deutschen helfen, nach Hause zu kommen. Deswegen bin ich im Gespräch unter anderem mit der Lufthansa, Tui und dem deutschen Reiseverband.“ Zudem wolle man noch mehr Spezialisten vor Ort schicken, damit sie unterstützen können. „Deswegen habe ich entschieden, Krisenunterstützungsteams des Auswärtigen Amts nach Maskat, Doha und Dubai zu entsenden“, so der Minister.

Weitere Teams erkundeten die Lage an den Grenzübergängen. Es gehe dabei ganz konkret um die Grenzübergangsmöglichkeiten zwischen den betroffenen Ländern in Richtung der Länder wie Oman und Saudi-Arabien, die ja beide noch über einen geöffneten Luftraum verfügen, so Wadephul.

Israels Armee meldet Tötung von Geheimdienstchef der Hisbollah

Die israelische Armee hat den Geheimdienstchef der Hisbollah im Libanon getötet. Hussein Mukalled sei bei einem gezielten Angriff auf die libanesische Hauptstadt Beirut am Sonntagabend „eliminiert“ worden. Das teilte die Armee mit. Mukalled habe das Hauptquartier des Geheimdienstes der pro-iranischen Miliz geleitet.

Israels Verteidigungsminister Israel Katz drohte dem Chef der Hisbollah, Naim Kassem. „Wir werden die Hisbollah hart treffen“, sagte Katz bei einem Besuch der Einsatzzentrale der israelischen Luftwaffe. Kassem werde „feststellen, dass, wer dem Weg Chameneis folgt, auch wie Chamenei enden wird: auf dem Grund der Hölle“.

Türkei stellt Flüge ein

Die Türkei hat ⁠alle Flüge zwischen Iran, Irak, Jordanien, Syrien und dem Libanon bis Freitag gestrichen. Alle ⁠Flüge nach Katar, Kuwait, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate sind bis Dienstag abgesagt.

Flüge zu den Flughäfen Riad, Dschidda und ⁠Medina in Saudi-Arabien sowie nach Oman sollen wieder zeitnah aufgenommen werden.

Qatar Energy stellt LNG-Produktion ein

Katar meldet, iranische Kamikazedrohnen hätten ein Kraftwerk und eine weitere Energieanlage angegriffen. Es habe keine Opfer gegeben. Demnach wurden ein Wasserbecken eines Kraftwerks südlich von Doha und eine Anlage in Ras Laffan an der Nordküste getroffen.

Ras Laffan ist eine Industriestadt mit starker Erdgas- und Petrochemie. Hier wird auch Flüssigerdgas (LNG) hergestellt.

Später gab Qatar Energy, einer der weltweit führenden Erdgasproduzenten, bekannt, dass es die Produktion von LNG und damit verbundenen Produkten einstellt.

Irans Revolutionsgarden melden Angriff auf Netanjahus Amtssitz

Die iranischen Revolutionsgarden haben den Amtssitz des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und das Hauptquartier des israelischen Luftwaffenkommandanten mit Raketen angegriffen.

Beide Gebäude seien ins Visier genommen worden, erklärten die Revolutionsgarden in einer von der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur „Fars“ zitierten Mitteilung.

Wie AFP-Journalisten berichteten, waren eine Reihe neuer Explosionen über Jerusalem zu hören. Die israelische Armee meldete neue Raketenangriffe aus dem Iran. „Abwehrsysteme sind im Betrieb, um die Bedrohung abzufangen“, erklärte die Armee.

US-Kampfjets versehentlich abgeschossen

Die drei über Kuwait abgestürzten US-Kampfjets sind nach Angaben der US-Armee versehentlich von der kuwaitischen Luftabwehr abgeschossen worden.

Der Abschuss der Mehrzweckkampfflugzeuge vom Typ F-15E Strike Eagle sei „während aktiver Kampfhandlungen – darunter Angriffe durch iranische Flugzeuge, ballistische Raketen und Drohnen –  versehentlich von der kuwaitischen Luftabwehr abgeschossen worden“, erklärte das zuständige US-Militärkommando Centcom.

Alle sechs Insassen der Maschinen hätten sich per Schleudersitz retten können und befänden sich in Sicherheit. Sie seien in „stabilem Zustand“. Die kuwaitische Seite räumte den Vorfall ein. „Wir sind für die Anstrengungen der kuwaitischen Armee und für ihre Unterstützung im laufenden Einsatz dankbar“, sagte das US-Militärkommando.

In Kuwait-Stadt war am Morgen Luftalarm zu hören, wenig später stieg von der US-Botschaft Rauch auf. Der Iran sagte, er habe den Stützpunkt Ali Al Salem der US-Luftwaffe in Kuwait sowie Schiffe im Indischen Ozean ins Visier genommen. Demnach wurden „15 Marschflugkörper“ eingesetzt.

Saudi-Arabien: Feuer in Raffinerie ohne Folgen für Versorgung „lokaler Märkte“

Der Drohnenangriff auf eine Raffinerie der staatlichen saudi-arabischen Ölgesellschaft Aramco habe keine Auswirkungen auf die Versorgung lokaler Märkte mit Erdölprodukten. Das teilte das saudi-arabische Energieministerium mit. Einige Betriebseinheiten der Raffinerie Ras Tanura seien „als Vorsichtsmaßnahme“ abgeschaltet worden.

Der Drohnenangriff habe einen Brand in Ras Tanura ausgelöst, dieser sei gelöscht. Laut dem Verteidigungsministerium seien zwei Drohnen abgefangen worden. Der Standort ist auch ein wichtiger Ölhafen, einer der größten weltweit.

Sicherheitspersonal am 2. März 2026 auf dem RAF-Stützpunkt Akrotiri in Akrotiri, Zypern. Eine im Iran hergestellte Drohne stürzte am frühen Montagmorgen auf den Stützpunkt und verursachte minimale Schäden. Es gab keine Verletzten.

Foto: Alexis Mitas/Getty Images

Von der Leyen warnt vor Eskalation des Konflikts

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ruft zur Deeskalation auf. „Wir müssen hart daran arbeiten, den Konflikt zu deeskalieren und seine Ausbreitung zu stoppen“, sagte sie in Brüssel. Die Entwicklungen im Nahen Osten seien „zutiefst besorgniserregend“, die Lage bleibe „weiterhin instabil“.

Von der Leyen verurteilte „aufs Schärfste“ die „rücksichtslosen und wahllosen Angriffe des Iran und seiner Stellvertreter gegen souveräne Gebiete in der gesamten Region“. Gleichzeitig sprach sie vor dem Hintergrund der Tötung mehrerer hochrangiger Führungspersönlichkeiten im Iran von einer „neuen Hoffnung für das unterdrückte iranische Volk“.

Es wurde eine Sondersitzung der Kommission angesetzt, um über die Entwicklungen im Iran zu beraten. Von der Leyen sicherte Zypern die Solidarität der EU zu.

Die britische Außenministerin Yvette Cooper sagt, im nahe der bei Touristen beliebten Großstadt Limassol gelegenen Akrotiri sei eine Landebahn des Flughafens getroffen worden. Es sei derzeit nicht möglich, „weitere und detailliertere Angaben zu machen“.

Der britische Staatssekretär für den Nahen Osten, Hamish Falconer, erklärt, Großbritannien befinde sich „nicht im Krieg“.

Libanon: Militärische Aktivitäten der Hisbollah sind illegal

Die libanesische Regierung hat die militärischen Aktivitäten der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz für illegal erklärt. Das kündigte Ministerpräsident Nauaf Salam in einer Fernsehansprache an.

Damit verändert sich der Status der Gruppe von einer teilweise geduldeten Widerstandsbewegung zu einer verbotenen Organisation.

„Wir verkünden ein Verbot der militärischen Aktivitäten der Hisbollah und beschränken ihre Rolle auf den politischen Bereich“, sagte Salam. Zudem erklärte er die Ablehnung jeglicher militärischer oder sicherheitspolitischer Operationen, die von libanesischem Territorium aus außerhalb des Rahmens legitimer Institutionen durchgeführt würden.

Während einer Trauerfeier in Bagdad am 2. März 2026 für acht getötete Mitglieder der pro-iranischen paramilitärischen Gruppe Hisbollah-Brigaden (Kataeb Hisbollah), die bei einem US-amerikanisch-israelischen Luftangriff auf ihr Hauptquartier in al-Qaim nahe der Grenze zu Syrien ums Leben kamen.

Foto: Ahmad Al-Rubaye/AFP via Getty Images

Röwekamp: Deutschland könnte USA und Israel mit Waffen unterstützen

Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp (CDU), schließt ein militärisches Eingreifen Deutschlands oder Europas im Iran-Krieg aus. Denkbar sei allenfalls „militärische Unterstützung in Form von Lieferung von Waffen, Waffensystemen und Munition“, sagte Röwekamp dem Sender „Phönix“.

Röwekamp sagte: „Wir sind nicht Teil dieses Konflikts, und wir werden auch militärisch mit unserer Bundeswehr oder auch mit anderen europäischen Armeen sicherlich nicht in diesen Konflikt eingreifen.“

Der CDU-Politiker wertete die Angriffe Israels und der USA auf den Iran als „Teil des Selbstverteidigungsrechts Israels“. Er fügte an: „Wir werden uneingeschränkt an der Seite Israels stehen, wenn es darum geht, diese Selbstverteidigung auch gegebenenfalls militärisch zu unterstützen.“

Frankreich ist bereit zur Verteidigung der Golfstaaten und Jordaniens

Frankreich ist bereit zur Verteidigung der Golfstaaten und Jordaniens. Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot sicherte „den befreundeten Ländern, die von den Raketen und Drohnen der iranischen Revolutionsgarden bewusst ins Visier genommen werden“, Unterstützung zu.

Frankreich sei „bereit, sich an ihrer Verteidigung zu beteiligen“, sagte Barrot am Montag in Paris.

Er verwies dabei auf bestehende Abkommen mit den Partnern und das Prinzip der kollektiven Selbstverteidigung. Barrot erwähnte namentlich Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Irak, Bahrain, Kuwait, Oman und Jordanien.

Das vorgesehene zweitägige Treffen der Europaminister in Nikosia, der Hauptstadt Zyperns, wurde wegen des Drohnenvorfalls verschoben.

Nach einem iranischen Angriff ist am Flughafen von Dubai eine Rauchwolke zu sehen.

Nach einem iranischen Angriff ist am Flughafen von Dubai eine Rauchwolke zu sehen.

Bundespolizei in erhöhter Alarmbereitschaft

Die Bundespolizei ist an den deutschen Bahnhöfen und Flughäfen angesichts des sich ausweitenden Iran-Kriegs in erhöhter Alarmbereitschaft.

Andreas Roßkopf, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei für den Bereich Bundespolizei, sagte: „Wir sprechen hier von kritischer Infrastruktur.“

Durch die Situation im Nahen Osten und insbesondere im Iran „sind wir auch hier in Deutschland mit erhöhter Aufmerksamkeit im täglichen Dienst“. Roßkopf ergänzte: „Niemand kann im Moment exakt bewerten, ob eventuell sogenannte Schläfer aktiv werden. Wir als Sicherheitsbehörden sind darauf gut vorbereitet und sehr sensibel.“

Grossi: Lage der Atomanlagen unklar

Es gebe bislang „keine Hinweise“ dafür, dass bei den  Angriffen iranische Nukleareinrichtungen getroffen oder beschädigt worden seien, sagte IAEA-Chef Rafael Grossi bei der Eröffnung einer Sondersitzung des Gouverneursrats der Organisation. Die Bemühungen, die iranischen Atomaufsichtsbehörden zu kontaktieren, würden weitergehen – bisher ohne Erfolg, fügte Grossi hinzu.

Grossi bezeichnete die Lage als „sehr besorgniserregend“ und rief alle Parteien zur Zurückhaltung auf. „Ich wiederhole meinen Aufruf an alle Parteien, äußerste Zurückhaltung zu üben, um eine weitere Eskalation zu vermeiden.“

Die Sondersitzung des Gouverneursrats war wegen der massiven Angriffe der USA und Israels auf Antrag Russlands, eines wichtigen Verbündeten des Iran, angesetzt worden. Zuvor hatte bereits der Iran eine Sondersitzung gefordert.

Amazon-Dienste in Bahrain und VAE gestört

Amazon – speziell der Cloud-Dienst AWS – teilt mit, dass zwei seiner Rechenzentren in Bahrain und den VAE inmitten der iranischen Angriffe Probleme mit Strom und Konnektivität haben.

„Wir können bestätigen, dass ein lokales Stromproblem eine weitere Verfügbarkeitszone in der Region der Vereinigten Arabischen Emirate beeinträchtigt hat“, erklärte AWS.

In der VAE hätten „Objekte“ das Rechenzentrum getroffen und Funken und Feuer erzeugt, woraufhin der Strom ⁠abgeschaltet wurde. Die Reparatur werde voraussichtlich „mehrere Stunden“ dauern.

Israel hat eine Offensive gegen die Hisbollah begonnen – nachdem diese mit Raketen und Drohnen das Feuer auf Israel eröffnet hatte. Hochrangige politische Quellen in Jerusalem teilten mit, dass es von US-Präsident Donald Trump grünes Licht für eine großangelegte Operation gegen die Hisbollah gebe.

Laut Sicherheitsdiensten erhielt die Hisbollah im Jahr 2025 rund eine Milliarde US-Dollar aus dem Iran, um ihre militärischen Fähigkeiten wiederherzustellen – und stehe nun unter starkem Druck, dem Iran beizustehen.

Kommentatoren im Libanon sprechen davon, dass die Hisbollah nicht an einem langwierigen Krieg mit Israel interessiert sei und die Raketenangriffe vor allem dazu dienten, „Solidarität mit Iran nach der Tötung Chameneis auszudrücken“.

Die libanesische Regierung kritisiert die „unverantwortliche Haltung“ der Hisbollah. Es wurde eine dringende Kabinettssitzung einberufen. Auch die libanesische Öffentlichkeit lehnt eine Beteiligung der Hisbollah an den Kämpfen ab.

Mehrere US-Militärflugzeuge in Kuwait abgestürzt

In Kuwait sind mehrere US-Kampfflugzeuge abgestürzt. Alle Besatzungsmitglieder hätten überlebt, erklärte ein Sprecher des kuwaitischen Verteidigungsministeriums – sie seien zur medizinischen Behandlung in Krankenhäuser gebracht worden.

Sie befänden sich in „stabilem“ Zustand. Die Ursache des Absturzes werde derzeit untersucht.

Die iranische Armee erklärte, sie habe den Stützpunkt Ali Al Salem der US-Luftwaffe in Kuwait ins Visier genommen.

Größte Öl-Raffinerie im Nahen Osten angegriffen

Die Raffinerie Ras Tanora in Saudi-Arabien wurde von Drohnen angegriffen. Zwei Drohnen wurden abgefangen und zerstört, sagt das saudi-arabische Verteidigungsministerium. Ein „kleines“ Feuer sei als Folge der Trümmer ausgebrochen, die während der Abfangoperation fielen, hieß es. Das Ministerium fügte hinzu, dass es keine zivilen Opfer gebe.

Danach wurde die Anlage, die dem saudischen Energieriesen Aramco gehört, vorsorglich geschlossen. Die Situation sei unter Kontrolle.

Die Raffinerie Ras Othora ist die größte im Nahen Osten mit einer Kapazität von etwa 550.000 Barrel pro Tag. Der Ölmarkt reagierte mit einem sofortigen Sprung.

Iran gibt erneute Angriffswelle auf Israel bekannt

Der Iran hat am Montag eine erneute Angriffswelle auf Israel gestartet. Ins Visier genommen worden seien die Mittelmeermetropole Tel Aviv, die Hafenstadt Haifa und Ost-Jerusalem, erklärten die iranischen Revolutionsgarden in einer vom Staatsfernsehen verbreiteten Mitteilung.

Aus Jerusalem und Tel Aviv berichteten AFP-Journalisten von mehreren Explosionen, in Jerusalem wurde binnen 40 Minuten zweimal Luftalarm ausgelöst.

FlyDubai-Flugzeuge auf dem Rollfeld des Dubai International Airport: Der Luftverkehr im Nahen Osten ist wegen der iranischen Angriffe weitgehend geschlossen.

Foto: Giuseppe Cacace/AFP

Explosionen nahe dem Flughafen Erbil

Im Irak hat es in der Nähe des auch von US-geführten Truppen genutzten Flughafens von Erbil laute Explosionen gegeben. Zuvor hatte ein AFP-Fotograf berichtet, dass die Luftabwehr in der Nähe des Flughafens von Erbil Drohnen abfing.

Die im Irak aktive Miliz Kataib Hisbollah meldete Angriffe auf den irakischen Militärstützpunkt Dschurf al-Nasr, auf dem Streitkräfte der pro-iranischen Gruppe stationiert sind.

Mehrere vom Iran unterstützte bewaffnete Gruppen im Irak wie Kataib Hisbollah haben jedoch erklärt, sie würden nicht „neutral“ bleiben und den Iran verteidigen. Die Gruppe Saraja Awlijaa al-Dam bekannte sich auf Telegram zu Drohnenangriffen auf den Flughafen von Bagdad.

Die Regierung in Bagdad erklärte, das Land wolle nicht in den aktuellen Konflikt hineingezogen werden.

Wadephul schließt deutsche Beteiligung an Angriffen auf Iran aus

Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat eine militärische Beteiligung Deutschlands an Angriffen der USA und Israels auf den Iran erneut ausgeschlossen. „Wir beteiligen uns daran nicht“.

In einer gemeinsamen Erklärung der sogenannten E3-Staaten hatte Berlin gemeinsam mit Paris und London bei Bedarf „Defensivmaßnahmen“ als Reaktion auf iranische Angriffe angekündigt.

„Für uns bedeutet es nichts weiter, als dass unsere Bundeswehrsoldaten, wenn sie angegriffen werden würden, sich defensiv verteidigen würden.“ Weitere „Maßnahmen darüber hinaus“ seien nicht geplant, sagte Wadephul. Er ergänzte, dass der Konflikt länger andauern werde.

Golfstaaten behalten sich Antwort auf Iran vor

Die Außenminister der sechs Staaten des Golf-Kooperationsrats sprachen bei einer Konferenz am Sonntag von „ausgedehnten Schäden als Folge der verräterischen iranischen Angriffe. Sie zeigten sich entschlossen, „alle notwendigen Maßnahmen“ zu ihrem Schutz zu ergreifen, „einschließlich der Option, auf die Aggression zu antworten“. Zu dem Rat gehören die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Saudi-Arabien, Oman, Katar und Kuwait.

Sie forderten ein sofortiges Ende der iranischen Angriffe. Bislang wurden bei den Angriffen in den Golfstaaten mindestens vier Menschen getötet und dutzende weitere verletzt.

„Jetzt stehen die Länder in der Region vor dem, was Analysten als unmögliche Wahl bezeichnen: zurückschlagen und riskieren, als Kämpfer an der Seite Israels angesehen zu werden, oder passiv zu bleiben, während ihre Städte brennen“, schreibt „Aljazeera“.

Die Emirate schlossen ihre Botschaft in Teheran und zogen ihren Botschafter sowie ihr gesamtes diplomatisches Personal ab.

EU verstärkt Marinemission

Zwei französische Kriegsschiffe sollten in den kommenden Tagen zur Unterstützung der EU-Marinemission Eunvafor Aspides entsandt werden. Das sagte ein EU-Diplomat am Sonntagabend.

Die defensive Marinemission dient der Sicherung der zivilen Schifffahrt gegen Angriffe der Huthi-Miliz aus dem Jemen. Einsatzgebiet sind die internationalen Gewässer im Roten Meer, dem Golf von Aden, dem Arabischen Meer, dem Golf von Oman und dem persischen Golf – einschließlich der Straße von Hormus und der Bab al-Mandab-Straße.

Bislang waren bereits drei Kriegsschiffe aus EU-Staaten im Einsatz. Rund 30 Bundeswehrsoldaten sind beteiligt.

Westen des Iran unter Beschuss

Der Westen des Iran ist aus der Luft angegriffen worden. Die staatliche Nachrichtenagentur „Irna“ berichtete unter Verweis auf den dortigen Gouverneur Gharib Sadschadi von Attacken auf Wohngebäude in der westiranischen Stadt Sanandadsch. Kurz darauf meldete ein Regierungsvertreter Angriffe auf die zentraliranische Provinz Jasd.

US-Botschaft in Kuwait angegriffen

Nach erneuten iranischen Luftangriffen steigt im Golfstaat Kuwait Rauch aus der Botschaft der USA auf, beobachtete ein AFP-Korrespondent. Zuvor waren über Kuwait-Stadt Warnsirenen erklungen.

Die Mitarbeiter der Vertretung hätten sich „an Ort und Stelle in Sicherheit gebracht“. „Es besteht eine anhaltende Gefahr von Raketen- und Drohnenangriffen über Kuwait“, hieß es in einer Erklärung der Botschaft. „Kommen Sie nicht zur Botschaft. Suchen Sie Schutz in Ihrer Wohnung auf der untersten Etage und halten Sie sich von Fenstern fern. Gehen Sie nicht nach draußen.“

Das kuwaitische Innenministerium sprach von einem Drohnenangriff in den frühen Morgenstunden. Ein Teil der Drohnen sei abgefangen worden.

Autofahrer sehen am 2. März 2026 Rauch in der Gegend aufsteigen, in der sich die US-Botschaft in Kuwait-Stadt befindet. Zuvor kam es zu einer weiteren Reihe iranischer Angriffe.

Foto: AFP via Getty Images

US-Senator enttäuscht über Positionierung der Europäer

Die Positionierung der Europäer steht in den USA in der Kritik. Dass er enttäuscht sei über die gemeinsame Iran-Erklärung Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens – der sogenannten E3-Gruppe – sei „eine Untertreibung“, schrieb der republikanische US-Senator Lindsey Graham am Samstag im Onlinedienst X. Statt dem iranischen Volk zu helfen, forderten die Europäer, „wir sollten weiter mit religiösen Nazis verhandeln. Das ist erbärmlich.“

Die E3 hatten zuvor Irans Vergeltungsangriffe auf Staaten in der Region verurteilt. Gleichzeitig forderten sie eine „Wiederaufnahme der Verhandlungen“ über das iranische Atomprogramm.

Merz verteidigte gestern das militärische Vorgehen Israels und der USA. Die Bundesregierung teile „die Erleichterung vieler Iranerinnen und Iraner, dass dieses Mullah-Regime jetzt an sein Ende kommt“, sagte er in Berlin. Angesichts jahrzehntelanger erfolgloser Versuche, Teheran bei seinem Atom- und Raketenprogramm zum Einlenken zu bewegen, sei nun nicht der Zeitpunkt, „unsere Partner und Verbündeten zu belehren“.

Explosionen am Morgen in den Golfstaaten

AFP-Reporter berichteten am Morgen von lauten Detonationen in Katars Hauptstadt Doha, in Dubai (VAE), in Bahrains Hauptstadt Manama sowie in Jerusalem (Israel). Auch aus der Region Tel Aviv wird von Explosionen berichtet.

Das bahrainische Innenministerium erklärte, bei iranischen Angriffen sei ein Mensch getötet worden. Es handle sich um einen asiatischen Arbeiter, zwei weitere Menschen seien verletzt worden.

Augenzeugenberichten zufolge waren in der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi Explosionen zu hören. Die kuwaitische Armee fing eine unbekannte Anzahl „feindlicher“ Drohnen ab, die auf das Golfemirat abgefeuert worden seien. Demnach gab es keine Verletzten.

Irans Sicherheitsratschef lehnt Verhandlungen ab

Irans einflussreicher Sicherheitsratschef Ali Laridschani lehnt jegliche Verhandlungen mit der US-Regierung ab. „Wir werden nicht mit den USA verhandeln“, erklärte Laridschani im Onlinedienst X. Er wies Medienberichte zurück, wonach iranische Vertreter versucht hätten, Gespräche mit Washington aufzunehmen.

Drohne auf Zypern eingeschlagen

In der Nacht schlug eine unbemannte iranische Drohne auf einer britischen Militärbasis in Akrotiri auf Zypern ein. Zuvor hatten Großbritannien, Deutschland und Frankreich erklärt, „militärische Defensivmaßnahmen“ gegen den Iran nicht auszuschließen.

Nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums gab es bei dem Angriff, der sich gegen Mitternacht Ortszeit ereignete, keine Opfer. Ein Sprecher der Republik Zypern sagte, der Angriff habe „begrenzten Schaden verursacht”.

Die Basis RAF Akrotiri ist der wichtigste Luftwaffenstützpunkt Großbritanniens für Operationen im Nahen Osten und gehört zum britischen Hoheitsgebiet.

Der britische Premierminister Keir Starmer hatte wenige Stunden zuvor bekannt gegeben, dass seine Regierung einem Antrag der USA zugestimmt habe, britische Stützpunkte in der Golfregion für Angriffe auf iranische Raketenwerfer zu nutzen.

Die libanesische Hisbollah-Miliz feuerte in der Nacht mehrere Raketen auf Israel ab und greift damit an der Seite Teherans ein. Israels Armee fing nach eigenen Angaben ein Geschoss ab, andere seien in offenem Gelände niedergegangen. Die Hisbollah trage „die volle Verantwortung für jede Eskalation“, erklärte der israelische Generalstabschef Ejal Zamir in der Nacht.

Israel reagierte mit Bombardements in südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut und anderen Teilen des nördlichen Nachbarlandes. Die Angriffe im Libanon würden fortgesetzt, „ihre Intensität wird zunehmen“, kündigte der zuständige israelische Kommandeur Rafi Milo heute nach der ersten Angriffswelle an. Ziel seien unter anderem Waffenlager der Hisbollah.

Einwohner in mindestens 50 Ortschaften im Libanon wurden zur Flucht aufgerufen. Sie sollten sich mindestens einen Kilometer entfernen, teilte das israelische Militär mit.

Der libanesische Regierungschef Nawaf Salam hatte am 27. Februar nach Beginn der Angriffe erklärt, sein Kabinett werde „nicht akzeptieren, dass jemand das Land in Abenteuer hineinzieht, welche seine Sicherheit und Einheit gefährden“.

Am 1. März 2026 bei einer Gedenkveranstaltung für den ehemaligen Obersten Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, auf dem Ashoura-Platz im Süden von Beirut, Libanon. Die Hisbollah rief zu dieser Demonstration auf.

Foto: Daniel Carde/Getty Images

Trump spricht von vier Wochen Kriegsdauer

US-Präsident Donald Trump geht von einem rund vierwöchigen Militäreinsatz gegen den Iran aus. Der Iran sei ein „großes Land“, daher werde der Einsatz „vier Wochen dauern – oder weniger“, sagte Trump am Sonntag der britischen Zeitung „Daily Mail“.

In einer Videobotschaft ruft Trump die iranischen Streitkräfte und die Polizei erneut auf, die Waffen niederzulegen und sich zu ergeben. Anderenfalls drohe ihnen „der sichere Tod“. Nach dem Tod von drei US-Militärangehörigen sprach Trump zudem von „Rache“ und warnte, es werde „wahrscheinlich“ weitere Todesopfer in den Reihen der US-Armee geben.

„Die Kampfhandlungen werden derzeit mit voller Kraft fortgesetzt und werden so lange andauern, bis alle unsere Ziele erfüllt sind“, sagte Trump.

Der Iran sieht seine Fähigkeiten, Krieg zu führen, durch die amerikanisch-israelischen Bombardierungen nicht eingeschränkt. Dezentralisierte Verteidigungsstrukturen ermöglichten seinem Land, den Krieg nach Belieben in die Länge zu ziehen, schrieb Irans Außenminister Abbas Araghtschi auf X.

Pentagon kündigt Pressekonferenz an

Das Pentagon hat eine Pressekonferenz von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth angekündigt. Hegseth werde am Montag um 8:00 Uhr (Ortszeit, 14:00 Uhr MEZ) vor die Presse treten, teilte das Pentagon. US-Generalstabschef Dan Caine werde ebenfalls an der Pressekonferenz teilnehmen.

Am 3. März wird Hegseth außerdem gemeinsam mit US-Außenminister Marco Rubio die US-Kongressabgeordneten über den Fortschritt des Armeeeinsatzes informieren. Die Demokraten werfen der US-Regierung vor, vor dem Beginn des Einsatzes nicht konsultiert worden zu sein.

USA: Binnen 24 Stunden 1.000 Ziele im Iran angegriffen

Das US-Militär hat in den ersten 24 Stunden seiner Angriffe im Iran mehr als 1.000 Ziele angegriffen, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des Militärs (Centcom) mit.

Dazu gehörten unter anderem das Hauptquartier der Revolutionsgarden, Luftabwehrsysteme, Kriegsschiffe, U-Boote, militärische Kommunikationseinrichtungen, Kommandozentren sowie Stellungen mit ballistischen Raketen.

Es gehe bei den Angriffen darum, Irans Sicherheitsapparat unbrauchbar zu machen. Höchste Priorität werde Zielen eingeräumt, die eine unmittelbare Bedrohung darstellten.

Bei den Einsätzen der ersten 24 Stunden kamen eine ganze Reihe Kampfflugzeuge zum Einsatz (darunter die Typen F-18, F-16, F-22, F-35, A-10) genauso wie Flugzeuge zur Luftraumüberwachung, Tankflugzeuge, Tarnkappenbomber, Drohnen, Flugzeugträger, Zerstörer und U-Boote sowie Mehrfachraketenwerfer vom Typ Himars. Zudem seien Luftabwehrsysteme der Typen Patriot und THAAD im Einsatz gewesen. Letzteres dient vor allem zum Abfangen ballistischer Raketen.

London erlaubt USA Nutzung britischer Stützpunkte

Großbritannien erlaubt den USA die Nutzung britischer Stützpunkte für „defensive“ Angriffe zur Zerstörung iranischer Raketen und Raketen-Abschussrampen. An den am Samstag begonnenen Angriffen auf den Iran sei London nicht beteiligt gewesen, sagte der britische Premier Keir Starmer. Sein Land werde sich „auch jetzt nicht an offensiven Aktionen beteiligen“.

Da der Iran jedoch eine „Strategie der verbrannten Erde“ verfolge, unterstütze Großbritannien die „gemeinsame Selbstverteidigung unserer Verbündeten und unserer Leute in der Region“. Starmer zufolge befinden sich in der betroffenen Region mindestens 200.000 britische Bürger.

Der einzige Weg, die Bedrohung durch den Iran zu stoppen, sei es, „die Raketen an ihrem Ursprung zu zerstören, in ihren Lagerdepots oder den Starteinrichtungen, mit denen die Raketen abgefeuert werden“.

Eine mit dem Iran verbündete Miliz im Irak hat nach eigenen Angaben einen Stützpunkt der US-Truppen in der Hauptstadt Bagdad angegriffen.

Sie habe heute am frühen Morgen den US-Stützpunkt in der Nähe des Flughafens mit einer Drohne angegriffen, teilte Saraja Aulija al-Dam mit. Es handle sich dabei um eine „Vergeltung für den getöteten Anführer Ali Chamenei“ und eine „Unterstützung“ für den Iran. Eine Bestätigung von offizieller irakischer Seite oder vom US-Militär gab es zunächst nicht.

Saraja Aulija al-Dam ist eine kleinere Miliz, die seit einigen Jahren im Irak auf sich aufmerksam macht, vor allem mit Angriffen auf US-Truppen und -Konvois im Irak. Sie hat Verbindungen zu den sogenannten Volksmobilisierungseinheiten, einem einflussreichen Netzwerk aus schiitischen bewaffneten Gruppen, von denen viele vom Iran unterstützt werden und die im Irak großen Einfluss haben.

Keine militärischen Evakuierungen für Deutsche möglich

Zahlreiche Deutsche sitzen im Nahen Osten und in den Vereinigten Arabischen Emiraten fest. Eine militärische Evakuierung schließt Außenminister Johann Wadephul (CDU) in der „BILD“ aus. „Das werden wir nicht machen können, denn die Lufträume sind insgesamt geschlossen“, sagte Wadephul.

Stattdessen setze die Bundesregierung auf konsularische Unterstützung. „Alle Botschaften, alle Auslandsvertretungen sind geöffnet. Wir arbeiten intensiv daran, mit Informationen da zu sein“, erklärte Wadephul weiter. Wann eine Ausreise für die Betroffenen wieder möglich sein wird, sei derzeit nicht absehbar.

Am 1. März 2026: Auch in Indien, am Rajiv Gandhi International Airport in Hyderabad, stellten Fluggesellschaften wie IndiGo und Air India ihre Flüge zu allen Zielen im Nahen Osten ein.

Foto: Noah Seelam/AFP via Getty Images

Das Auswärtige Amt verschärfte seine Reise- und Sicherheitshinweise für die ganze Region: Reisewarnungen gelten für Israel, Bahrain, Irak, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Für den Iran besteht seit 2022 eine Reisewarnung.

Mit Material der Nachrichtenagenturen



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