Während die meisten (west)europäischen Politiker das Thema lieber ausblenden, schlägt Israel Alarm. Ein brandneuer Bericht des israelischen Ministeriums für Diaspora-Angelegenheiten und Bekämpfung des Antisemitismus legt offen, wie die Muslimbruderschaft systematisch Einfluss in Europa gewinnt und Wien eine Schlüsselrolle dabei spielt.

Der am 26. Februar 2026 veröffentlichte Report „The Muslim Brotherhood Across Europe“ zeichnet ein alarmierendes Bild. Die Forschungsabteilung des Ministeriums dokumentiert ein weitverzweigtes Netzwerk von Vereinen, Moscheeverbänden und Jugendorganisationen, die offiziell moderat auftreten, tatsächlich jedoch die Ideologie der Muslimbruderschaft verbreiten. Länder wie Deutschland, Schweden, Belgien, Italien und ausdrücklich auch Österreich werden als Hotspots genannt. Finanzströme aus Katar und der Türkei, indirekte Verbindungen zur Hamas und die systematische Förderung von Antisemitismus sowie der Delegitimierung Israels stehen im Mittelpunkt.

Die Ziele der Muslimbruderschaft sind auch abseits des Israel-Hasses alles andere als harmlos. Bereits der Gründer Hassan al-Banna predigte die schrittweise Islamisierung der Gesellschaft. Jeder Gesellschaft, weltweit. Sein geistiger Erbe Yusuf al-Qaradawi, lange Jahre spiritueller Führer der Bewegung, formulierte es unmissverständlich, wie auf Seiten wie MEMRI dokumentiert wird: „Der Islam wird nach Europa als Eroberer zurückkehren, nicht mit dem Schwert, sondern durch Predigt und Verbreitung der Ideologie.“ Ähnlich offen ist ein internes Strategiepapier der Bruderschaft aus den USA – das sogenannte Explanatory Memorandum –, das vom „grand Jihad“ spricht, dem großen Dschihad, der die westliche Zivilisation von innen heraus zerstören soll, indem man ihre eigenen Institutionen und Freiheiten gegen sie verwendet.

Genau diese Strategie des legalistischen Islamismus, die Einflussnahme durch Einsickern in Institutionen, Beweinen der ewigen Opferrolle und demografische Veränderungen, läuft in Wien auf Hochtouren. Die österreichische Hauptstadt dient seit Jahrzehnten als wichtiger Knotenpunkt für syrische und arabische Strukturen der Bruderschaft. Teile der Islamischen Glaubensgemeinschaft und mit ihr verbundene Vereine stehen in der Kritik, genau diese Netzwerke zu beherbergen oder zu tolerieren. Der israelische Bericht reiht Österreich in die Reihe der problematischen Länder ein und bestätigt damit: Wien ist auf dem besten Weg, zur internationalen Drehscheibe des politischen Islam in Mitteleuropa zu werden.

Wie gefährlich diese Entwicklung ist, zeigt ein Blick nach Großbritannien. Bei der jüngsten Nachwahl in Gorton and Denton siegten die Grünen, weil die muslimische Gemeinde geschlossen für sie stimmte. Die Grünen hatten mit Hamas-Unterstützung, Forderungen nach mehr (islamischer) Einwanderung und Sozialleistungen für muslimische Communitys geworben. Labour, die jahrzehntelang dort gewonnen hatten, wurde vernichtend geschlagen. Islamisches Blockvoting funktioniert nach religiösen und nicht nach klassischen sozialen Kriterien. Genau diese muslimische Blockwahl entlang religiöser Grenzen droht auch in Wien.

Die Wiener SPÖ scheint das jedoch nicht zu begreifen. Statt zur eigenen Wiener Geschichte zu stehen, blockiert sie seit Jahren ein Denkmal für Jan III. Sobieski, den polnischen König, der 1683 Wien vor den Osmanen rettete. SPÖ-Politikerinnen wie Aslıhan Bozatemur lehnen die Statue mit dem Argument ab, sie könnte „islamfeindlich“ wirken und Ressentiments schüren. Man wolle keine „Bühne für ausländerfeindliche Hetze“ bieten. Die Partei setzt offenbar auf die wachsende muslimische Wählerschaft, die bald die Mehrheit in Wien stellen wird.

Eine trügerische Rechnung. Die Erfahrung aus Gorton lehrt: Wer meint, durch Appeasement und Geschichtsverleugnung muslimische Stimmen zu gewinnen, wird bitter enttäuscht. Die Muslimbruderschaft und verwandte Netzwerke fördern keine Integration in die freiheitliche Demokratie. Sie sehen Europa als Terrain für die langfristige Transformation in ein Kalifat unter Herrschaft der Scharia. Die SPÖ opfert für ihren vermeintlichen Wahlsieg nicht nur das historische Selbstbewusstsein Wiens als Bollwerk gegen die osmanische Expansion, sie riskiert auch, dass aus Wien eines nicht allzu fernen Tages eine neue Operationsbasis des politischen Islam wird.

Der israelische Bericht sollte in allen europäischen Hauptstädten als Weckruf dienen. Solange man die Muslimbruderschaft und ihre Repräsentanten als harmlose Gesprächspartner behandelt, statt ihre Strukturen konsequent offenzulegen und zu verfolgen, wird sich die schleichende Unterwanderung fortsetzen. Wien steht exemplarisch für diese Fehlentwicklung. Wenn die Politik weiter vor dieser Gefahr die Augen verschließt, werden wir nicht nur unsere eigene Kultur, sondern langfristig auch unsere Freiheit verlieren, die Wien über Jahrhunderte verteidigt hat.





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