Die USA und Israel haben umfangreiche Luftangriffe auf den Iran gestartet und diese als Präventivschlag gegen das iranische Atom- und Raketenprogramm bezeichnet. Der Iran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf US-Stützpunkte in mehreren Staaten der Region, während zahlreiche Länder ihren Luftraum sperrten und Airlines Flüge strichen.
International wächst die Sorge vor einer Eskalation; europäische Staaten, Golfstaaten und die EU rufen zu Zurückhaltung und einer Rückkehr zu Verhandlungen auf.
Alle Entwicklungen im Liveticker:
Tausende begrüßen bei Demo in Berlin Angriff auf den Iran
In Berlin haben mehrere tausend Menschen bei einer Demonstration die Luftschläge Israels und der USA gegen den Iran begrüßt.
Die Personen versammelten sich am Samstag zu einer Großdemonstration im Berliner Regierungsviertel, um ihre Freude über das militärische Vorgehen auszudrücken. Dabei präsentierten die Demonstranten iranische, israelische sowie US-Flaggen, aber auch die Deutschlands.
Großbritannien lässt wegen Eskalation des Iran-Konflikts Militärflugzeuge aufsteigen
Als Reaktion auf die Eskalation des Iran-Konflikts hat Großbritannien Militärflugzeuge aufsteigen lassen. Der britische Premierminister Keir Starmer sagte am Samstag in einer kurzen Fernsehansprache, dies sei Teil von „koordinierten regionalen Verteidigungseinsätzen, um unsere Bevölkerung, unsere Interessen und unsere Verbündeten zu schützen“. Dies stehe in Einklang mit dem Völkerrecht.
Starmer hatte zuvor eine Krisensitzung mit wichtigen Ministern zur Lage im Nahen Osten abgehalten.

Der britische Premier Keir Starmer.
Foto: James Manning/PA Wire/dpa
Indien und China fordern Ende der Eskalation im Iran nach US-israelischen Angriffen
China, Indien und weitere asiatische Staaten haben zu einer Beendigung der Gewalt im Iran aufgerufen.
Pakistan verurteilte die „ungerechtfertigten Angriffe gegen den Iran“ derweil „auf das Schärfste“, wie Außenminister Mohammad Ishaq Dar erklärte.
Iranischer Außenminister: Chamenei lebt „soweit ich weiß“
Das iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei hat nach Worten des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi die israelisch-amerikanischen Luftangriffe überlebt. Chamenei sei „soweit ich weiß“ noch am Leben, sagte der Minister im Gespräch mit dem US-Sender NBC News.
Araghtschi zufolge waren bei den Angriffen zwei Kommandeure getötet worden. Hochrangige Funktionäre der Führung in Teheran hätten überlebt. Die Angaben Araghtschis lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Irans Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei.
Foto: Vahid Salemi/AP/dpa
Katar, Saudi-Arabien und Oman fordern Ende der Kämpfe
Katar, Saudi-Arabien und der Oman forderten alle Parteien auf die Kämpfe zu beenden.
Der Oman hatte bei den jüngsten indirekten Atomgesprächen zwischen den USA und dem Iran als Vermittler fungiert. Das Außenministerium in Maskat äußerte nun sein „tiefes Bedauern über die von Israel und den Vereinigten Staaten gegen die Islamische Republik Iran eingeleiteten Militäreinsätze“ und warnte vor „einer Eskalation des Konflikts mit schwerwiegenden Folgen für die Region“. Zudem forderte der Oman, eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats einzuberufen.

US-Präsident Donald Trump begrüßt den Kronprinzen und Premierminister des Königreichs Saudi-Arabien, Mohammed bin Salman, auf dem South Lawn des Weißen Hauses in Washington, DC am 18. November 2025.
Foto: SAUL LOEB / AFP via Getty Images
E3-Staats- und Regierungschefs fordern Iran zu Verhandlungen auf
Frankreich, Deutschland und Großbritannien haben den Iran erneut aufgefordert, sein Nuklearprogramm zu beenden und das ballistische Raketenprogramm einzuschränken.
Die Staats- und Regierungschefs der E3 verlangten am Samstag weiter, dass der Iran von „destabilisierenden Aktivitäten in der Region“ absehen und die Gewalt gegen die eigene Bevölkerung einstellen müsse.
Die E3-Staaten beteiligten sich laut eigener Aussage nicht an den jüngsten Militärschlägen, man stehe jedoch „in engem Kontakt“ mit internationalen Partnern wie den USA und Israel. Sie bekräftigten ihr Engagement für die „regionale Stabilität“ und den „Schutz von Zivilisten“.
In ihrer Erklärung verurteilen die E3-Staaten zudem „die iranischen Angriffe auf Länder in der Region“ scharf und fordern Teheran auf, „willkürliche Militärschläge“ zu unterlassen. Die E3-Staats- und Regierungschefs riefen zu einer Wiederaufnahme der Verhandlungen auf und sagten, dass das iranische Volk seine „eigene Zukunft“ gestalten müsse.

Von den iranischen Streitkräften produzierte Raketen werden nahe einer Reihe iranischer Flaggen während der Feierlichkeiten zum Jahrestag der Revolution von 1979 am 11. Februar 2026 in Teheran, Iran, ausgestellt.
Foto: Majid Saeedi/Getty Images
EU-Iran-Delegation wirft USA und Israel unklare Kriegsziele vor
Die Vorsitzende der Iran-Delegation im EU-Parlament hat Israel und die USA aufgerufen, ihre Kriegsziele im Iran klar zu benennen. „Israel spricht von einem Präventivschlag gegen das Nuklearprogramm, die USA jedoch von einem Regimewechsel“, sagte die Grünen-Abgeordnete Hannah Neumann dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.
Neumann beklagte, dass die Europäische Union und auch einzelne Mitgliedstaaten bei Planung und Umsetzung der ersten Militärschläge „vollkommen außen vor gelassen“ wurden, so Neumann.
Die Grüne warnte zudem vor unvorhersehbaren Folgen der Angriffe: „Wir können nur hoffen, dass die USA und Israel einen wirklich guten Plan haben und nicht auf eine große, lange andauernde Eskalation zusteuern“, sagte die Europaparlamentarierin dem RND. Die frühen und gezielten Gegenschläge auf US-Militärbasen in mehreren Ländern durch den Iran hätten gezeigt, dass das Regime in Teheran sehr gut vorbereitet gewesen sei.
„Schon während des Zwölf-Tage-Krieges hat sich die Hoffnung auf einen Regimewechsel im Iran nicht bewahrheitet“, erklärte die Iran-Expertin weiter. „Zu einem Regimewechsel in Teheran kann es nur kommen, wenn weite Teile des iranischen Sicherheitsapparates überlaufen.“ Dafür gebe es bisher keinerlei Anzeichen.

Hannah Neumann (Archiv)
Foto: via dts Nachrichtenagentur
Iran: Alle an US-israelischen Angriffen beteiligten Standorte sind „legitime Ziele“
Angesichts der US-israelischen Luftangriffe auf den Iran hat der iranische Außenminister Abbas Araghtschi alle beteiligten Stützpunkte zu „legitimen Zielen“ erklärt. „Die Standorte, von denen aus die zionistischen und US-Operationen erfolgten, sowie die Standorte aller Aktionen gegen die Verteidigungsoperationen des Iran gelten als legitime Ziele“ der iranischen Streitkräfte, sagte Araghtschi am Samstag im iranischen Staatsfernsehen.

Menschen fliehen in Tel Aviv.
Libanon: Wollen nicht in Konflikt hineingezogen werden
Nach den US-israelischen Angriffen auf den Iran will der Libanon nicht in den Konflikt hineingezogen werden. „Ich wiederhole, dass wir nicht akzeptieren werden, dass jemand das Land in Abenteuer hineinzieht, welche seine Sicherheit und Einheit gefährden“, erklärte Regierungschef Nawaf Salam am Samstag im Onlinedienst X.
Behörden befürchten, dass die von Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon sich in den Konflikt einschalten könnte. Unmittelbar vor Beginn der israelischen Angriffe auf den Iran hatte Israel nach eigenen Angaben Angriffe auf Einrichtungen der Hisbollah im Libanon ausgeführt.
Die staatliche Nachrichtenagentur des Landes berichtete, dass die israelischen Angriffe eine Bergregion trafen, in der die Hisbollah stark vertreten ist.

Nawaf Salam.
Foto: Rabih DAHER / AFP via Getty Images
Auch der libanesische Präsident Joseph Aoun betonte, es habe „absolute Priorität, den Libanon vor den Katastrophen und Schrecken externer Konflikte zu bewahren und seine Souveränität, Sicherheit und Stabilität zu erhalten“.
Hisbollah-Chef Naim Kassem sollte eigentlich am Samstag eine Rede halten. Aufgrund der „aktuellen Entwicklungen“ wurde sie jedoch verschoben.
Ein Hisbollah-Vertreter hatte der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch gesagt, dass die Gruppe im Falle „begrenzter“ US-Angriffe auf ihren Verbündeten Iran nicht militärisch eingreifen werde. Jeglichen Angriff auf das iranische geistliche Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei betrachte es allerdings als „rote Linie“.
Jordanien erklärte indes, seine Armee habe zwei ballistische Raketen abgeschossen, die auf das Gebiet des Königreichs gezielt hätten. Die Raketen seien „erfolgreich von jordanischen Luftabwehrsystemen abgefangen“ worden, erklärte ein Militärvertreter am Samstag. Es habe Sachschäden, aber keine Todesopfer gegeben.
Israelische Armee: Luftangriffe zielten auf Versammlungen hochrangiger Iraner
Die israelischen Streitkräfte haben bei ihren Luftangriffen auf den Iran eigenen Angaben zufolge auf Vertreter der iranischen Führungsriege gezielt. Die Armee habe am Samstagmorgen „gleichzeitig mehrere Orten in Teheran angegriffen, an denen sich hochrangige Vertreter der politischen und sicherheitspolitischen Führungsriege des Irans versammelt hatten“, erklärte die Armee im Onlinedienst X. Die Folgen der Angriffe würden derzeit ausgewertet.

In Irans Hauptstadt gab es mehrere Explosionen.
Foto: Vahid Salemi/AP/dpa
Reedereien fürchten Folgen für den Welthandel
Die internationale Handelsschifffahrt befürchtet, durch den aktuellen Militärkonflikt im Nahen Osten in Mitleidenschaft gezogen zu werden. „Die aktuelle Eskalation trifft das Herz globaler Seehandelsrouten – das spüren unsere Reedereien und ihre Besatzungen unmittelbar“ sagte Martin Kröger, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder (VDR) dem „Spiegel“.

Jürgen Hardt. (Archiv)
Foto: via dts Nachrichtenagentur
Israel: Bereits hunderte militärische Ziele im Iran angegriffen
Die israelischen Streitkräfte setzen nach eigenen Angaben ihre Angriffe auf militärische Ziele im Iran fort. Die Armee habe „hunderte iranische Militärziele, darunter Raketenabschussvorrichtungen im Westen Irans, angegriffen“, teilten die Streitkräfte am Samstag mit. Auch würden „Bedrohungen identifiziert und abgefangen, die vom Iran in Richtung Staat Israel abgefeuert werden“.
Die Angriffe auf den Iran würden „so lange wie nötig“ fortgesetzt, hieß es zudem aus einer israelischen Sicherheitsquelle. Es müsse sichergestellt werden, „dass das iranische Regime diese Fähigkeiten in der Region und in Hinblick auf die breitere internationale Stabilität nicht wiederherstellen kann“.
Macron warnt vor „gefährlicher“ Eskalation in Nahost und fordert Sitzung des UN-Sicherheitsrats
Nach den US-israelischen Luftangriffen gegen den Iran und den iranischen Gegenangriffen hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vor einer „gefährlichen“ Eskalation in der Region gewarnt. „Die derzeitige Eskalation ist für alle gefährlich“ und „muss aufhören“, erklärte Macron am Samstag im Onlinedienst X. Zudem forderte er im Namen Frankreichs eine Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen.
Macron warnte, dass der Ausbruch eines Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran „schwerwiegende Folgen“ für die internationale Sicherheit insgesamt habe. Er sprach sich zudam dafür aus, dass as iranische Volk „je früher desto besser“ die Entscheidungsmacht zurückerhalten sollte.
Russland verurteilt Luftangriffe gegen den Iran scharf
Russland hat die US-israelischen Luftangriffe gegen den Iran scharf verurteilt. Das russische Außenministerium in Moskau erklärte am Samstag, Washington und Tel Aviv hätten „wieder einmal ein gefährliches Abenteuer gestartet, das die Region schnell an den Rand einer humanitären, wirtschaftlichen und – das kann nicht ausgeschlossen werden – radiologischen Katastrophe bringt“.
Die „Absichten der Aggressoren“ seien eindeutig, erklärte das Ministerium: „Die verfassungsmäßige Ordnung und die Regierung eines Landes zu zerstören, das für sie unerwünscht ist und das sich weigert, sich ihrem Diktat der Gewalt und des Hegemonismus zu unterwerfen.“
Die russische Botschaft in Teheran verurteilte die „Aggression der USA und Israels“ und forderte die russischen Staatsbürger im Iran auf, das Land nach Möglichkeit zu verlassen. Alle sollten „wachsam“ bleiben und „Militär- und Regierungseinrichtungen“ meiden, erklärte die Botschaft.
Norwegens Außenminister verurteilt Israels Angriffe auf Iran als völkerrechtswidrig
Norwegen hat die israelischen Luftangriffe auf den Iran als völkerrechtswidrig verurteilt. Israel habe die Angriffe, die am Samstagmorgen gemeinsam mit den USA gestartet wurden, als Präventivschlag bezeichnet, was „jedoch nicht dem Völkerrecht entspricht“, erklärte Norwegens Außenminister Espen Barth Eide der Nachrichtenagentur AFP. „Ein Präventivschlag würde das Vorliegen einer unmittelbaren Bedrohung voraussetzen“, führte Eide aus.
„Wir rufen alle Parteien dazu auf, Zurückhaltung zu üben und die Möglichkeiten einer diplomatischen Lösung des Konflikts nicht aufzugeben“, fügte der norwegische Außenminister hinzu.
Von der Leyen ruft nach Angriffen auf Iran zu „maximaler Zurückhaltung“ auf
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat nach Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran zu „maximaler Zurückhaltung“ aufgerufen.
Die EU-Kommission werde in „enger Koordination“ mit den EU-Mitgliedsstaaten „alle notwendigen Schritte“ unternehmen, um EU-Bürger in der Region zu unterstützen, erklärte von der Leyen weiter.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erklärte, die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten seien „gefährlich“. EU-Bürger in der Region sollten bei der Ausreise unterstützt werden, alle nicht dringend vor Ort benötigten EU-Mitarbeiter in der Region würden abgezogen.

Ursula von der Leyen. (Archivbild)
Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
Medien: Chamenei und Peseschkian im Visier der Angriffe
Die gemeinsamen Angriffe der USA und Israels haben israelischen Medienberichten zufolge auch auf das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Chamenei sowie Irans Präsident Massud Peseschkian abgezielt. Ob die Ziele getroffen worden seien, sei nicht bekannt. Staatliche iranische Medien berichteten, Präsident Peseschkian sei „sicher und wohlauf“.
Sicherheitskräfte in Teheran riegelten am Samstagmorgen das Stadtviertel ab, in dem sich die Residenz Chameneis und der Präsidentenpalast befinden. Die Sicherheitskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz.
Über dem Pasteur-Viertel stieg Rauch auf. Augenzeugen berichteten AFP, sie hätten in der Gegend drei Explosionen gehört. Die iranische Nachrichtenagentur Isna hatte zuvor Angriffe auf das Viertel gemeldet, die Nachrichtenagentur Fars meldete insgesamt „sieben Raketeneinschläge“ in den Vierteln Pasteur und Keschwardust.
Das iranische Gesundheitsministerium erklärte, es seien Rettungswagen im Einsatz. Tote oder Verletzte meldete es zunächst nicht.

Ein Mann geht an einem Kiosk vorbei, an dem Zeitungen mit dem Bild des obersten Führers des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, ausgestellt sind, in Teheran am 18. Februar 2026.
Foto: ATTA KENARE / AFP via Getty Images
Explosionen an US-Konsulat im nordirakischen Erbil
Nach dem Angriff Israels und der USA auf den Iran ist auch die nordirakische Stadt Erbil von mehreren Explosionen erschüttert worden. Ein Anwohner sagte der Nachrichtenagentur AFP am Samstag, in der Gegend um das US-Konsulat in Erbil habe es mindestens drei große Explosionen gegeben.
Russischer Ex-Präsident: Gespräche mit dem Iran waren nur Deckmantel
Der russische Ex-Präsident Dmitri Medwedew hat die US-Angriffe auf den Iran scharf kritisiert. „Der Friedensstifter hat einmal mehr sein wahres Gesicht gezeigt“, schrieb der Vertraute von Kreml-Chef Wladimir Putin am Samstag im Onlinedienst Telegram. „All die Gespräche mit dem Iran waren nur ein Deckmantel. Daran hat nie jemand gezweifelt.“ Niemand sei daran interessiert gewesen, „irgendetwas Konkretes zu verhandeln“, behauptete Medwedew, der derzeit Vizevorsitzender des russischen Sicherheitsrats ist.

Ex-Präsident Dmitri Medwedew. (Archivbild)
Foto: Ekaterina Shtukina/Sputnik Pool/AP/dpa
Iran: Fünf Schülerinnen bei Raketenangriff getötet
Bei einem Raketenangriff im Süden Irans sind nach iranischen Angaben mindestens fünf Schülerinnen ums Leben gekommen. Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf den dortigen Vizegouverneur.
Mindestens zwei Tote bei Angriff auf Stützpunkt pro-iranischer Gruppen im Irak
Nach den Angriffen Israels und der USA auf den Iran ist auch im Irak ein Stützpunkt pro-iranischer Gruppen bombardiert worden. Dabei seien zwei Menschen getötet und drei weitere verletzt worden, verlautete aus Kreisen der pro-iranischen paramilitärischen Katajeb Hisbollah. Laut der Gruppe Hasched-al-Schaabi, die die Opferzahl bestätigte, war es unklar, ob es sich um einen Angriff der USA oder Israels handelte.
Hasched-al-Schaabi ist ein vom Iran unterstütztes Netzwerk ehemaliger Paramilitärs, die jetzt der regulären irakischen Armee angehören. Ihr gehören auch die Milizen Katajeb Hisbollah und Harakat al-Nudschaba an.

Menschen laufen, um Schutz zu suchen, nachdem am 28. Februar 2026 in Tel Aviv Sirenen ertönten, kurz nachdem angekündigt wurde, dass Israel einen „Präventivschlag“ gegen den Iran gestartet hatte.
Foto: Ilia YEFIMOVICH / AFP via Getty Images
Lufthansa und weitere Airlines annullieren Flüge in Region
Wegen des Militärangriffs auf den Iran streicht die Lufthansa etliche Flüge in der Region. Bis zum 7. März würden alle Flüge nach Tel Aviv in Israel, in Irans Hauptstadt Teheran, Libanons Hauptstadt Beirut, Jordaniens Hauptstadt Amman und Erbil im Irak annulliert, teilte die Airline am Samstag mit. Bis dahin würden die Lufträume dieser Länder nicht genutzt.
Zusätzlich würden alle Flüge von und nach und Abu Dhabi bis einschließlich Sonntag gestrichen, hieß es weiter. Die Lufthansa begründete ihr Vorgehen mit der „aktuellen Lage“ in der Region. Betroffene Passagiere könnten kostenlos umbuchen oder ihr Geld zurückbekommen.

Frankfurt ist das größte Drehkreuz der Lufthansa.
Raketenangriff auf US-Stützpunkt in Bahrain
Nach dem Angriff Israels und der USA auf den Iran ist ein US-Stützpunkt in Bahrain vermutlich bei einem iranischen Gegenangriff getroffen worden. Das Servicezentrum der Fünften US-Flotte sei durch einen „Raketenangriff“ getroffen worden, teilte das Kommunikationszentrum des Golfstaates am Samstagvormittag in einer Erklärung mit. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP hörten kurz darauf erneut mehrere Explosionen in Bahrains Hauptstadt Manama.
Explosionen in Reihe von Ländern der Region
Auch aus der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wurden von zwei Bewohnern Explosionen gemeldet. Auch Abu Dhabi beherbergt einen Stützpunkt mit US-Vertretern. Das Land hatte zuvor die „teilweise und vorübergehende“ Schließung seines Luftraums verkündet. Die Vereinigten Arabischen Emirate erklärten, sie hätten iranische Raketen abgefangen. Sie behielten sich das Recht auf einen Gegenangriff vor.
In Riad in Saudi-Arabien sowie im katarischen Doha hörten AFP-Journalisten ebenfalls Explosionen. AFP-Journalisten berichteten von einem lauten Knall und mehreren Explosionen in Riad. Das Verteidigungsministerium Katars teilte indes mit, „mehrere Angriffe“ auf sein Gebiet abgewehrt zu haben. Auch Kuwait aktivierte seine Luftabwehr gegen „anfliegende Raketen“, wie die Armee mitteilte. Der Luftraum über Kuwait wurde gesperrt.
Der Iran hatte zuvor Vergeltung für die US-israelischen Angriffe angekündigt. Israel und die USA hatten am Samstagmorgen gemeinsam Luftangriffe gegen den Iran gestartet. Das israelische Verteidigungsministerium sprach von einem „Präventivschlag“ gegen den Iran. In Teheran und anderen iranischen Städten waren Explosionen zu hören, wie AFP-Reporter und iranische Medien berichteten.

Eine Person sucht Schutz, als am 28. Februar 2026 in Jerusalem Sirenen ertönten, nachdem angekündigt wurde, dass Israel einen „Präventivschlag“ gegen den Iran gestartet hatte.
Foto: AHMAD GHARABLI / AFP via Getty Images
Bundesregierung vorab über Militärschlag gegen den Iran informiert
Die Bundesregierung ist laut eigenen Angaben vorab über die jüngsten Militärangriffe Israels auf den Iran informiert worden.
Vom Auswärtigen Amt hieß es derweil, man verfolge die Lage in Iran, Israel und der weiteren Region „genau“. Der Krisenstab der Bundesregierung werde am Samstag um 12 Uhr im Auswärtigen Amt zusammentreten.
Deutsche Staatsangehörige im Iran, in Israel und der Region werden aufgerufen, sich auf der ELEFAND-Liste zu registrieren und den Anweisungen der lokalen Behörden zu folgen. Die Reise- und Sicherheitshinweise würden kontinuierlich aktualisiert, so das Auswärtige Amt.
US-Stützpunkt in Bahrain bei „Raketenangriff“ getroffen
Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben als Reaktion auf die Angriffe Israels und der USA auch eine US-Militäreinrichtung attackiert. Ein Logistikzentrum der US-Marine sei im Golfstaat Bahrain mit Raketen angegriffen worden. Dies teilte die Regierung des Golfstaates am Samstagvormittag in einer Erklärung mit.
Trump ruft Iraner zum Sturz des Regimes auf
US-Präsident Donald Trump hat die Luftangriffe gegen den Iran mit „Bedrohungen“ durch die Islamische Republik begründet. „Unser Ziel ist es, die amerikanische Bevölkerung zu verteidigen, indem wir die unmittelbaren Bedrohungen durch das iranische Regime ausschalten“, sagte Trump in der Nacht auf Samstag (Ortszeit) in einer Ansprache.
Trump nannte dabei unter anderem das iranische Atomprogramm, das iranische Raketenprogramm und die iranische Marine. „Dieses terroristische Regime darf nie eine Atomwaffe besitzen“, sagte Trump. Nach den Angriffen Israels und der USA auf iranische Atomanlagen im Juni vergangenen Jahres habe Teheran aber versucht, sein Atomprogramm wieder aufzubauen, so der US-Präsident.
Trump kündigte auch an, das iranische Raketenprogramm zerstören zu wollen. Zugleich rief Trump alle iranischen Soldaten und Sicherheitskräfte auf, sich zu ergeben und ihre Waffen niederzulegen. Sie würden dann „absolute Immunität“ erhalten, andernfalls drohe ihnen der „sichere Tod“.
Der iranischen Bevölkerung stellte Trump „Freiheit“ in Aussicht – und rief die Menschen auf, die Regierung in Teheran zu stürzen. „Wenn wir fertig sind, übernehmt eure Regierung“, sagte der US-Präsident. „Ihr werdet sie übernehmen können. Das wird wahrscheinlich eure einzige Chance in Generationen sein.“
Er fügte hinzu: „Jetzt ist der Zeitpunkt, die Kontrolle über Ihr Schicksal zu übernehmen und eine wohlhabende und glorreiche Zukunft zu gestalten. Dies ist der Moment zum Handeln.“
Israel meldet iranische Raketenangriffe und löst Luftalarm aus
Explosionen in Isfahan und mehreren anderen Städten des Iran
Nach Explosionen in der Hauptstadt Teheran sind am Samstagmorgen auch aus mehreren anderen iranischen Städten Explosionen gemeldet worden.
Betroffen waren die Großstadt Isfahan und die heilige Stadt Ghom im Zentrum des Landes, Karadsch westlich von Teheran sowie Kermanschah im Westen, wie die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete.

Chaos im Straßenverkehr von Teheran nach Berichten über eine israelische „präventive“ Luftangriff.
Foto: Sohrab / Middle East Images / AFP via Getty Images
Trump bestätigt Beteiligung des US-Militärs
Israel nimmt bei seinem Angriff auf den Iran nach Angaben des staatlichen Rundfunks Einrichtungen der islamischen Führung und der Armee ins Visier.
Botschaften: US-Bürger in Katar und Bahrain sollen sich in Sicherheit bringen
Die US-Botschaften in Katar und Bahrain haben ihr Personal und alle US-Staatsangehörigen in den Golfstaaten aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Die Botschaften wiesen ihre Beschäftigten am Samstag an, vorerst nicht das Haus zu verlassen. „Wir empfehlen allen Amerikanern, bis auf weiteres dasselbe zu tun“, erklärten die Botschaften. Sie sollen sich demnach „einen sicheren Ort zu Hause oder in einem anderen sicheren Gebäude suchen“.
Israel und Iran sperren Luftraum
Die Luftfahrtbehörde des Iran teilte mit, dass der Luftraum des Landes „bis auf Weiteres“ gesperrt sei. Auch der Irak schloss seinen Luftraum, wie die irakische Nachrichtenagentur INA berichtete.
Iranische Staatsmedien berichten, dass am Samstag in Teheran Explosionen zu hören waren. Die israelischen Streitkräfte (IDF) gaben eine nationale Warnung heraus, in der alle Bürger aufgefordert wurden, sich in der Nähe von Schutzräumen aufzuhalten. Diese Maßnahme diente der Vorbereitung der Öffentlichkeit auf die Möglichkeit von Raketenangriffen auf Israel.
Der oberste Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, soll sich nicht in Teheran befunden haben, sondern an einen sicheren Ort gebracht worden sein, hieß es. Berichten zufolge zielten die Angriffe auf die Geheimdienstabteilung der Revolutionsgarden (IRGC) sowie auf zentrale Bereiche in Teheran.
Israel ruft landesweiten Notstand aus
Katz erklärte, dass Israel einen „Präventivschlag“ gegen den Iran durchgeführt habe, um Bedrohungen für den Staat Israel zu beseitigen. Katz rief einen sofortigen landesweiten Notstand aus. Sirenen ertönten in ganz Israel, und die IDF-Heimatfrontkommandantur warnte die Zivilbevölkerung, sich in der Nähe von Schutzräumen aufzuhalten und nicht unbedingt notwendige Reisen zu vermeiden. Bisher gab es keine Berichte über Raketen, die auf Israel abgefeuert wurden.
Mit Material der Nachrichtenagenturen