Angesichts von Zöllen und politischen Unsicherheiten haben die deutschen Maschinenbauer 2025 erneut weniger exportiert.

Die Ausfuhren der Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau sanken im Vergleich zu 2024 um 1,8 Prozent, wie der Verband der Maschinen- und Anlagenbauer in Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes mitteilte.

Insgesamt führten die Exporteure Maschinen und Anlagen im Wert von 198,5 Milliarden Euro aus Deutschland aus.

US-Zölle und allgemeine Unsicherheiten behindern

„Die US-Zölle, der zunehmende Protektionismus sowie die damit einhergehende Unsicherheit auf den Weltmärkten treffen den exportorientierten Maschinen- und Anlagenbau ins Mark – und stellen die Unternehmen vor große Herausforderungen“, erklärte Verbands-Chefvolkswirt Johannes Gernandt.

Die Exporte in die USA schrumpften den Angaben nach 2025 um 8,0 Prozent. Nach China lieferten die deutschen Maschinenbaufirmen 8,2 Prozent weniger.

Dem Verband zufolge kam es zu Rückgängen der Exporte in alle große Regionen.

Italien, Spanien, Afrika, Mercosur

Maschinenbauer sehen auch „vereinzelte Lichtblicke“: Die Exporte nach Italien legten um 9,5 Prozent zu, die nach Spanien um 8,4 Prozent. Auch in afrikanische Länder lieferten die Unternehmen 9,2 Prozent mehr, in die südamerikanischen Mercosur-Staaten nahmen die Ausfuhren mit einem Plus vom 5,3 Prozent zu, die Exporte in den Nahen und Mittleren Osten stiegen um 7,1 Prozent.

Für das nächste Jahr sieht der Verband weitere Belastungen durch die „handels- und geopolitischen Unsicherheiten“. Hoffnung mache aber der europäische Binnenmarkt.

„Insgesamt wird das weltwirtschaftliche Klima rauer“, erklärte Gernandt. Die Politik müsse daher „schnellstmöglich“ die Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten, Indien und Indonesien ratifizieren, „um Wohlstand und Arbeitsplätze in Deutschland und Europa zu sichern“. (afp/ks)



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