Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden ist in Österreich ungebrochen.
Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander
Das zeigt das aktuelle „Immo Investment Barometer“ von BDO Austria, basierend auf einer repräsentativen Befragung von 1.704 Personen ab 18 Jahren im zweiten Halbjahr 2025.
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Laut Studie würden sich 79 Prozent der Befragten – bei freier Wahl – für eine Immobilie im Eigentum entscheiden. Ein Haus stellt für 58 Prozent die attraktivste Wohnform dar, tatsächlich leben aber nur rund 45 Prozent der Menschen in Österreich im Eigentum.
Immobilien kaum noch finanzierbar
Dabei bleibt der Wunsch nach Wohn-Eigentum bemerkenswert stabil und unabhängig von kurzfristigen Marktschwankungen.
Doch die Studie zeigt, wie stark sich die Leistbarkeit verschlechtert hat: 78 Prozent der Befragten empfinden Immobilien als „kaum noch finanzierbar“. 60 Prozent rechnen (eher) nicht damit, in nächster Zeit eine Immobilie erwerben zu können.
Schlechte Politik
Hauptgründe sind das hohe Preisniveau, restriktive Finanzierungsvoraussetzungen und wirtschaftliche Unsicherheiten. Dazu kommen Gebühren und Nebenkosten, die den Erwerb zusätzlich belasten.
Mehr als die Hälfte der Befragten beschreibt die Verfügbarkeit geeigneter Immobilien als schwierig oder ist zumindest unsicher.
Strukturelles Problem
„Die Diskrepanz zwischen Eigentumswunsch und tatsächlicher Umsetzbarkeit nimmt zu. Aus ökonomischer Sicht deutet vieles auf ein strukturelles Problem hin, das sich nicht allein über Zinsentwicklungen oder Konjunkturzyklen lösen lässt“, warnen die Studienautoren.
In Österreich wird es immer schwieriger, Vermögen aufzubauen. Immer mehr leben von der Hand in den Mund. Das resultiert aus der Politik, die die Weichen stellt: Eine immer höhere Staatsquote führt zu enormen Abgaben, wobei gleichzeitig die Staatsaufgaben immer schlechter funktionieren, und die Finanzierung von Fremden ohne Gegenleistung, etwa der Ukraine oder von Gender-Projekten, frisst das Steuergeld auf. Zurück bleiben Österreicher, die sich immer weniger leisten können.
Kompromisse beim Objekt, nicht bei Lebensqualität
Angesichts der angespannten Situation reagieren potenzielle Käufer pragmatisch. Viele sind bereit, beim Baujahr, bei der Größe oder beim Zustand der Immobilie Abstriche zu machen. Weniger verhandelbar bleiben allerdings Aspekte wie vorhandene Frei- oder Gartenflächen sowie gute Lichtverhältnisse.
Erwartung: Preise und Mieten steigen weiter
Der Blick nach vorne fällt ernüchternd aus. Rund 80 Prozent rechnen damit, dass die Preise für Wohneigentum in den kommenden fünf Jahren weiter steigen. Bei Mietwohnungen ist der Pessimismus noch größer: Mehr als 85 Prozent erwarten steigende Mieten.