Ungewöhnliche Kälte hat im sonst sonnenverwöhnten US-Bundesstaat Florida massenhaft Leguane von den Bäumen purzeln lassen. Bei Temperaturen unter 10 Grad Celsius verlangsamen die wechselwarmen Echsen ihre Körperfunktion – bis hin zu einer Kältestarre, die sie den Halt verlieren lässt.
Die drachenähnlichen Tiere stürzen dann, meist unverletzt, regungslos zu Boden. Wenn es wärmer wird, erholen sie sich wieder.
Neu ist, dass die Wildschutzbehörde sie beseitigt
Das Phänomen ist in Florida bekannt. Neu ist aber, dass die Wildschutzbehörde dieses Mal die Gelegenheit genutzt hat, um die bis zu zwei Meter langen Reptilien in größerem Stil beseitigen zu lassen.

Andrew Baron, Mitarbeiter von Redline Iguana Removal, sammelt unterkühlte und tote grüne Leguane aus dem Laderaum während einer Kältewelle am 2. Februar 2026 in Hollywood, Florida, ein.
Foto: Joe Raedle/Getty Images
Der Grüne Leguan sei eine invasive Art, die den örtlichen Ökosystemen und der Wirtschaft schade, hieß es in einer Mitteilung.
Bewohner erhielten daher für zwei Tage die Erlaubnis, die erstarrten Echsen zur Wildschutzbehörde zu bringen und dort von Fachleuten „auf humane Weise“ töten zu lassen oder an lizenzierte Tierhändler außerhalb des Bundesstaates weiterzugeben.
Insgesamt seien an den Standorten 5.195 der Echsen abgegeben worden, teilte die Behörde am Mittwoch (Ortszeit) mit.
Die Population des Grünen Leguans (Iguana iguana) in Südflorida sei seit der ersten Sichtung in den 1960er Jahren Schätzungen zufolge auf eine Million Tiere angewachsen und habe sich zu einer Plage entwickelt, hieß es in Medienberichten.
Die von Argentinien bis Mexiko verbreiteten Echsen bedrohen demnach nicht nur einheimische Pflanzenarten, sondern graben auch Löcher, die Häuser und Gehwege beschädigen. (dpa/ks)