Henkel mit Konsumgütermarken wie Persil oder Schwarzkopf kauft für 2,1 Milliarden das niederländische Spezialbeschichtungsunternehmen Stahl und stärkt damit sein wichtiges Klebstoff-Geschäft.
Henkel habe eine Übereinkunft erzielt, die Stahl-Gruppe zu erwerben, teilte der Konzern in Düsseldorf mit. Sie sei eine „hervorragende strategische Ergänzung für unser Geschäft“.
Papierverpackungen und Beschichtungen
Stahl beschäftigt rund 1.700 Menschen, das Geschäft umfasst „Lederfinish-Beschichtungen, Performance-Beschichtungen sowie Hochleistungsbeschichtungen für Papierverpackungen und grafische Anwendungen“, wie Henkel erklärte.

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz war am 13. September 2025 zu Besuch im Hauptsitz des deutschen multinationalen Chemie- und Konsumgüterkonzerns Henkel in Düsseldorf.
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Diese Beschichtungen werden in den Bereichen „Auto, Mode und Lifestyle“ benötigt. Der Umsatz von Stahl betrug im vergangenen Jahr rund 725 Millionen Euro. Bisheriger Mehrheitsbesitzer ist die französische Investmentgesellschaft Wendel.
Henkel machte 2024 einen Umsatz von rund 21,6 Milliarden Euro und einen Gewinn von 3,1 Milliarden Euro. Weltweit beschäftigt der Konzern rund 47.000 Menschen.
Das 1876 gegründete Unternehmen produziert Waschmittel und Kosmetik sowie Klebstoffe – hier gehören zu bekannten Marken Pritt, Ponal und Pattex. Mit dem Unternehmensbereich ist Henkel eigenen Angaben zufolge Weltmarktführer bei Klebstoffen, Dichtstoffen und Beschichtungen. (afp/ks)